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| Author : | Topic: Kundalini - Psychose oder Transzendenz? | Bottom |
| yogi admin Posts : 445 ![]() |
Durch ein Forumsmitglied wurde ich auf Dr. Sannelle und sein Buch Kundalini-Erfahrung und die neuen Wissenschaften aufmerksam. Ich wollte mehr über ihn erfahren und suchte im Internet. Dabei stieß ich auf das Buch Kundalini - Psychosis or Transcendence? welches sich mit Problemen auseinandersetzt, die beim Kundaliniaufstieg auftreten können. Dr. Lee Sannella ist Psychiater und Augenarzt. Er studierte Medizin an der Yale University, USA und unterrichtete an der Universität von Kalifornien und weiteren akademischen Institutionen. Mit 60 Jahren begann er mit Körperübungen, Diäten und Fasten zu experimentieren und entdeckte für sich die Verbindung von Körper und Geist. Als Mitbegründer der Kundalini-Klinik in San Francisco 1974 half er vielen Betroffenen von Kundalini-Schüben mit dieser Erfahrung integrierend umzugehen. Nun in seinen siebziger Jahren ist Dr. Sannella weiterhin körperlich aktiv, hält Vorträge und Seminare. Er ist weiterhin neugierig und offen gegenüber den Mysterien des Lebens. Einführung Gewebe ist gerissen, Blutgefäße durchtrennt, Blut verschüttet, viel Flüssigkeit geht verloren, das Herz rast und der Blutdruck steigt. Es gibt Jammern, Weinen und Schreien. Eine schwere Schädigung? Nein, nur eine normale menschliche Geburt. Die Beschreibung klingt pathologisch, weil die Symptome nicht in Bezug zum Ergebnis betrachtet werden: die Geburt eines neuen Menschen. In einem abgedunkelten Raum sitzt ein Mann allein. Sein Körper wird von muskulären Krämpfen gepeinigt. Unbeschreibliche Empfindungen und starke Schmerzen laufen von den Füßen über seine Beine zu Rücken und Nacken. Sein Schädel fühlt sich an, als würde er platzen. In seinem Kopf hört er tosende Geräusche und ein schrilles Pfeifen. Dann plötzlich überschwemmt ein Sonnenschein sein Wesen. Seine Hände brennen. Er glaubt, sein Körper würde innen zerreißen. Dann lacht er und es überkommt ihn eine Glückseligkeit. Ein psychotischer Vorfall? Nein, dies ist eine psycho-physiologische Umwandlung, eine Wiedergeburt, so natürlich wie der Prozess der physischen Geburt. Es erscheint pathologisch, weil die Symptome in Bezug auf das Ergebnis nicht verstanden werden: die Geburt eines erleuchteten Menschen. Wenn diese Entwicklung bis zum Abschluss zugelassen wird, gipfelt dieser Prozess in einer tiefen psychologischen Ausgeglichenheit, Stärke und Reife. Seine Anfangsphase jedoch zeigt oft Formen von Gewalt, Hilflosigkeit und Unausgeglichenheit, die ebenfalls die menschliche Kindheit begleiten. Seit Tausenden von Jahren, seit den antiken Schriften der indischen Veden (die heiligen Schriften des Brahmaismus/Hinduismus) wird dieser Prozess beschrieben. Bis vor kurzem wurde dieser Prozess nur fernen und begrenzten Kulturen, esoterischen Traditionen und einigen wenigen isolierten Individuen zugeschrieben. Vorfälle dieser Art sind normalerweise im hohen Grade persönlich und von einem vagen Mystizismus und einer mysteriösen Mythologie durchdrungen. Als Folge davon wurden diese Vorfälle nicht ernst genommen, so dass kein systematischer Vergleich der Berichte aus verschiedenen Traditionen möglich war. Viele dieser Traditionen beanspruchten göttliche Offenbarungen und die absolute Wahrheit. Infolgedessen blieben viele medizinische Fachleute verwirrt, skeptisch und misstrauisch. In letzter Zeit haben zwei Faktoren diese Situation radikal verändert. Erstens gibt es eine deutliche Zunahme der Anzahl von Personen, die intensive spirituelle Erfahrungen innerhalb unserer eigenen Kultur haben (Greeley and McCready, 1975). Zweitens hat der Einfluss der westlichen Wissenschaft einen neuen Schwerpunkt auf das Beschreiben der objektiven Aspekte dieses Prozesses in anderen Gesellschaften als auch in unserer eigenen Gesellschaft gelegt. Daher ist es jetzt möglich, die Erfahrungen verschiedener Traditionen durch einheitliche Normen miteinander zu vergleichen und durch die Anwendung dieser Normen klinische Beobachtungen aus erster Hand zu erhalten. Wir finden eine ausgeprägte Einheitlichkeit in den Beschreibungen dieser Prozesse in den unterschiedlichen Traditionen. Gopi Krishna (1973), ein yogischer Schriftsteller, sagt, aus den aufgezeichneten Erfahrungen der christlichen Mystiker, Sufi- und Yoga-Meister ist es ersichtlich, dass die grundlegenden Voraussetzungen für diese Erfahrungen die gleichen sind. Eine Studie über diese Vorkommnisse zeigt, wenn sie ausreichend detailliert ist, Symptome und Empfindungen, die ähnlich sind, wie sie von uns gefunden wurden. Wir glauben, dass diese gemeinsamen Aspekte physiologische Komponenten haben und dass die Aktivierung eines einzigen physiologischen Mechanismus, die Ursache für die breite Vielfalt der Phänomene ist, die wir beobachten. Wenn diese Annahmen richtig sind, kann die Idee der Wiedergeburt oder der spirituellen Erleuchtung nicht länger als ein unübersichtliches Durcheinander von Aberglaube, religiösen Dogmen und wilden Gerüchten betrachtet werden. Spirituelle Wiedergeburt wird stattdessen zu einer wohldefinierten Entität (zu einem eindeutig identifizierbares Objekt). Wir können nun fragen, wie läuft dieser Prozess ab? Zu welchem Zustand führt er? Entwickeln diese Leute wirklich psychische Kräfte? Worin unterscheidet er sich von der Normalität auf der einen Seite und von der Psychose auf der anderen Seite? Ist es nur ein veränderter Zustand des Bewusstseins, den viele Forscher jetzt erforschen oder ist es mehr? Quelle: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-24 21:57:30 -- | |||
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| Orpheus Posts : 1 |
Sehr interessant. Auf Deutsch wäre es leichter, aber was solls, danke jedenfalls. |
| yogi admin Posts : 445 ![]() |
Hallo Orpheus Ich werde das Buch nach und nach übersetzen. | ||||
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| yogi admin Posts : 445 ![]() |
Vielleicht sollte man noch hinzufügen, dass du das Buch Kundalini-Erfahrung und die neuen Wissenschaften von Dr. Lee Sannella meinst. Vielleicht hat der eine oder andere das Buch gelesen und kann dadurch etwas zum Thema beitragen. --Last edited by yogi on 2007-12-22 18:41:00 -- | ||||
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Einführung II Es ist nicht einfach nur ein veränderter Zustand des Bewusstseins, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der mehrere Monate oder viele Jahre andauern kann, in denen die betroffende Person verschiedene Zustände des Bewusstseins durchläuft. Der Kundalini-Prozess bewegt sich ausserhalb der Normalität und der Psychose, weil eine Person, die diese Transformation durchläuft, Erfahrungen hat, die weit von der Normalität entfernt sind ohne dabei normalerweise so durcheinander zu sein, dass es als psychotisch betrachtet werden könnte. Auch ist der Prozess nicht mit einer psychischen Erkrankung gleichzusetzen, weil Menschen, die nicht dieser Transformation unterzogen sind, psychisch erkranken können, während andere, die diesen Prozess abgeschlossen haben, es nicht sind. Die Transformation kann zu vielen besonderen Fähigkeiten führen, aber sie ist nicht untrennbar damit verbunden. Tirtha (1962) weist darauf hin, dass ein großer Yogi, der die Kontrolle über seine Herztätigkeit hat, möglicherweise kein aktives Kundalini haben kann, da jemand mit einem aktiven Kundalini diese Fähigkeiten nicht besitzt. Für einen Menschen, der die Transformation durchmacht, kann die Bedeutung des erleuchteten Zustandes sehr persönlich und subjektiv (voreingenommen) sein. Unser Ziel ist es, den Prozess hinsichtlich der Beobachtungen, die gemacht wurden, zu beschreiben. In diesem Buch präsentieren wir viele Fälle, einige durch die Erkundung verschiedener Kulturen und spiritueller Traditionen und andere aus unserer eigenen klinischen Erfahrung. Dies liefert uns genügend Daten, um ein Potrait dieses Prozesses zu erhalten. Normalerweise kann ein Kliniker (Mediziner) seine Fälle mit der Erwartung darstellen, dass sie als Nennwert akzeptiert werden, auch wenn die Schlussfolgerungen in Frage gestellt werden. Aber in diesem Bereich sind wir gezwungen zu zögern. Sollten wir Daten präsentieren, die in den aktuellen Modellen der westlichen Wissenschaft unmöglich erscheinen? Oder sollten wir auf die Veröffentlichung der Beobachtung verzichten, von denen wir annehmen, dass sie korrekt sind, um nicht die Akzeptanz wichtigerer Fragen zu gefährden? Wir sind der Meinung, dass das Zurückhalten der Daten ein Ausweichmanöver ist und langfristig destruktiv für den Geist der Wissenschaft wäre. Wenn die heutigen Modelle beweisen, dass sie unzureichend sind, dann können sie morgen besser sein. Nicht nur die Wissenschaftler und der Schriftsteller, sondern auch der Leser muss hier eine besondere Anstrengungen unternehmen, um Objektivität (Unvoreingenommenheit) zu entwickeln. Wir glauben, dass die zitierten Autoren (das Buch entstand unter der Mitwirkung von 12 namentlich genannten wissenschaftlichen Mitarbeitern) zuverlässig sind. Unsere untersuchten Fälle sind alle lebend und mit einer Ausnahme, in Kontakt mit dem Autor (Lee Sannella). Von einigen wenigen Ausnahmen abgesehen, waren sie zu einem Interview mit einem seriösen Befrager bereit. Forscher, die unsere Daten bestätigt oder ergänzt haben wollen, können diese Menschen durch den Autor kontaktieren. Alle von uns schulden ihnen Dankbarkeit, für ihre großzügige Zusammenarbeit. Quelle: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-22 20:05:22 -- | |||
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Einführung III Durch die Literaturstudie, die klinischen Studien unserer eigenen Fälle und durch die Laborergebnisse, stellen wir die These auf, dass der Prozess, der meist als "Aufstieg der Kundalini" betrachtet wird, eine Realität ist, die sehr wünschenswert ist und als evolutionärer Prozess, der im menschlichen Nervensystem stattfindet, beschrieben werden kann. Es ist interessant, zu beobachten, dass unsere These mit den persönlichen Erfahrungen des indischen Yogi Gopi Krishna in Einklang steht, der seinen persönlichen Kundaliniaufstig in seiner Biografie beschrieben hat. Er sagte: "Ein neues Zentrum, welches gegenwärtig in der normalen Frau, im normalen Mann, schlummert, wird aktiviert und ein mächtiger Strom psychischer Energie steigt von der Basis der Wirbelsäule in den Kopf, um ein menschliches Bewusstsein zu ermöglichen, welches die normalen Grenzen überschreitet. Dies ist die letzte Phase des gegenwärtigen evolutionären Impulses im Menschen. Das Gehirn-Rückenmark-System des Menschen durchlebt eine radikale Veränderung, die es ermöglicht, dass das Bewusstsein die normalen Grenzen überschreitet. Das Gehirn-Rückenmark-System des Menschen erlebt eine radikale Veränderung, um ein Bewusstsein zu erreichen, das die Grenzen des höchsten Intellekts überschreitet. Hier ergibt sich aufgrund der Intuition eine Offenbarung, die die Schritte der Menschheit zu leiten scheint. Die lebendige Substanz, die für diese ästhetische Form im Gehirn verantwortlich ist, ist völlig außerhalb unserer Kontrolle und dies wird auch für längere Zeit so bleiben." Wir beginnen unsere Darstellung, indem wir die besondere Bedeutung des Wiedergeburtsprozesses in der heutigen Zeit diskutieren und indem wir über das Problem der Objektivität, in der Beschreibung von spirituellen Zuständen, sprechen. Dann werden wir das Kundalini-Konzept der Yoga-Tradition, als das klassische Wiedergeburtsmodell darstellen, welches leicht für die psychologische Interpretation zugänglich ist. Aber gewisse Unterschiede zwischen dem klassischen Kundalini Konzept und unseren eigenen Fällen, veranlassen uns, eine Variantion, das physiologische Kundalini-Modell, vorzuschlagen, um unsere Beobachtungen zu erklären. Unsere Daten setzen sich aus veröffentlichten Berichten verschiedener Kulturen und vielen eigenen Fällen zusammen. Daraus werden wir die charakteristischen Zeichen und Symptome des Wiedergeburtsprozesses zusammenfassen, die bezeichnend für den vielschichtigen physiologischen Kundaliniprozess sind. Wir leiten dieses Konzept von einem Modell ab, welches kürzlich von Itzhak Bentov, einem tschechischen Ingenieur mit biomedizinischer Spezialisierung, vorgeschlagen wurde, welches die Auswirkungen der Kundalini erklärt. Sein Modell ist die erste Theorie des Kundalini-Phänomens, welches einer experimentellen Überprüfung unterworfen werden kann. Die Bedeutung der Arbeit Bentov's wird diskutiert. Seine Arbeit ist im Anhang eingefügt. Wir prüfen, wie unsere Befunde in Beziehung zu den klassischen yogischen Beschreibungen der Kundalini zu bringen sind. Dann, in unserer Diskussion über die Diagnose, zeigen wir, dass es möglich ist, den physiologischen Kundaliniprozess zu erkennen und ihn von der Psychose zu unterscheiden, selbst wenn sich diese beiden Bedingungen vorübergehend in einer bestimmten Person vereinen. Diese Unterscheidung macht es für Klinikärzte möglich, die Fehler zu vermeiden, die oft in der Vergangenheit begangen wurden. Menschen, die die Wiedergeburt durchmachen, brauchen oft eine besondere Hilfe. Wir werden überlegen, welche Formen der Hilfe ratsam sind und welche nicht. Schließlich schlagen wir eine Anäherung für die Bewältigung der Probleme und Chancen vor, die durch das Wiedergeburtsphänomen in der Gesellschaft entstehen. Hier können wir durch den Präzedenzfall von Meher Baba's[color=#e21c00]* Arbeit angeleitet werden, der als zweiter Anhang dem Buch hinzugefügt wurde. Warum ist die Wiedergeburt überhaupt möglich? Ein dritter Anhang "Die Empfindlichkeit des menschlichen Organismus" befasst sich mit dieser Frage. Ein vierter Anhang ist für mediziniche Spezialisten und der letzte Anhang für Klinikärzte. Studien in diesem Bereich sind zeitgemäß, in der Tat sind sie dringend notwendig. Die neue Beschäftigung mit spirituellen und okkulten Praktiken, insbesondere bei der Jugend, beinhaltet sowohl große Versprechen, aber auch große Gefahren. Es ist wichtig, dass wir schnell zu einem tieferen Verständnis in diesem Bereich gelangen. *Meher Baba , der als Sohn des zoroastrischen Derwisch (des persichen Sufi) Sheriar und seiner Frau Shireen in Poona (Indien) geboren wurde, begegnete 1913 der islamischen „Heiligen“ Hazrat Babajan (1810–1931). Eines Abends, als er von der Schule nach Hause radelte, rief ihn die ältere Moslemfrau zu sich. Aber sie sprach nicht mit ihm, sondern umarmte ihn nur und küsste ihn auf die Stirn. Baba ging nun öfter zu ihr, und bei einem der folgenden Besuche verhalf sie ihm zur "blitzartigen Erkenntnis der grenzenlosen Seligkeit der Selbstverwirklichung". Sie küsste ihn auf die Stirn. Das ist der Zeitpunkt, der als seine Erleuchtung angegeben wird. Nach diesem geistigen Durchbruch ging er nur noch wie in Trance umher und schien die Welt um sich herum kaum noch wahrzunehmen. Seine Eltern glaubten, er litte an einer Geisteskrankheit, aber er erklärte ihnen später, dass er sich in einem Zustand höchster Ekstase befunden und dass Babajans Kuss die Schranke zwischen ihm und Gott aufgehoben hätte. In den nächsten Jahren scharte er erste Jünger um sich, die ihn "Meher Baba" (mitfühlender Vater) nannten. 1922 eröffnete Meher Baba in Bombay einen Ashram, in dem er Anhänger aller Glaubensrichtungen und auch Unberührbare willkommen hiess. Während der Dreißigerjahre fuhr er schweigend zu allen geheiligten Stätten der Welt, um dort die göttliche Gegenwart zu meditieren. Er gründete noch weitere Ashrams und unternahm auch Reisen in die USA und nach Europa. Mit seiner charismatischen Ausstrahlung übte er auf viele einen starken Einfluss aus, und noch heute, lange nach seinem Tod, bekennt sich eine grosse Zahl von Anhängern zu ihm. Er kritisierte, dass Leute sich anschreien: „Je größer die Liebe, desto sanfter die Stimme.“ Letztlich brauche man gar keine Worte mehr. Deshalb schwieg er vom 10. Juli 1925 an die restlichen 44 Jahre seines Lebens, "um die Menschheit von den ungeheuren Kräften des Unwissens zu erretten". In Erinnerung an diesen Tag feiern seine Anhänger auch heute noch den „Tag der Stille“. Um sich mitzuteilen, nutzte er fortan Buchstabentafeln und ab 1954 Handzeichen. Von Meher Baba stammt der Satz: „Die Wahrheit ist von den Weisen des Altertums oft genug formuliert worden. Heute kommt es darauf an, sie zu leben.“ Er bereiste schweigend die Welt und meditierte an vielen heiligen Stätten. Während des Zweiten Weltkrieges kümmerte er sich um psychisch Kranke, die vom gewöhnlichen Gesichtspunkt aus als verrückt bezeichnet werden, doch nicht im normalen Sinne krank sind, sondern die die spirituelle Wiedergeburt zu verwirklichen suchen. Einer seiner berühmtesten Jünger ist Pete Townshend, Gitarrist und Songwriter von "The Who", der ihm mit dem Lied "Baba O'Riley" ein musikalisches Denkmal setzte. Ein weiteres Lied, das seine Philosophie in Noten setzt, ist der Nummer-Eins-Hit "Don't Worry, Be Happy" (Mach dir keine Sorgen, sei glücklich) von Bobby McFerrin aus dem Jahr 1988. Darin verarbeitete McFerrin die letzten Worte Babas. Diese synkretistische (Synkretismus bedeutet die Vermischung von religiösen Ideen oder Philosophien zu einem neuen System oder Weltbild.) Weltanschauung Meher Babas hat deutliche Parallelen zum sikhistisch-reformhinduistischen Sant Mat und zum islamischen Sufismus. Die Anhänger Meher Babas, die "Baba Lovers", formierten sich vor allem in den USA in lokalen Gruppen und den zwei Vereinigungen "Sufism Reoriented" und "Society for Avatar Meher Baba". Nach dem Tod Meher Babas soll ein innerer Ring von zwölf Schülern sein Werk übernommen haben, das insbesondere in Sufi-Zirkeln nachwirkt. Mehr von Meher Baba: Meher Baba 1 (Deutsch) Meher Baba 2 (Deutsch) Meher Baba 3 (Englisch) Meher Baba 4 (Englisch) Quelle: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-23 17:11:19 -- | |||
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Es hat mich natürlich interessiert, was Meher Baba zum Brahmacharya (Zölibat) sagt. Dabei habe ich folgendes gefunden: Lust ist das größte Hindernis Auf dem spirituellen Pfad ist Lust das größte Hindernis. Nicht einmal der Gedanke der Unzucht sollte im Verstand auftauchen. Das ist der Grund, warum ich euch sage: "Haltet das Langoti (gewickelter Lendenschurz) dicht." Das bedeutet, habt keine unzüchtigen Gedanken, führt keine unzüchtigen Handlungen aus und berührt und schaut keine Frauen an. Die Lust ist so stark, dass selbst der Blick nach einer Frau den Mann an Sex denken lassen kann. Und Denken führt zum Handeln. Betrachte die Liebe zwischen der Mutter und ihrem Kind. Das Kind spielt auf den Armen der Mutter und berührt sie, ohne den Geringsten Gedanken an die Lust. Aber die geringste Berührung zwischen Vater und Mutter, kann lustvolle Gedanken in ihnen erwecken. Quelle: Lust ist das größte Hindernis Liebe und Sexlosigkeit In einem Kommentar über Lust und Zölibat erklärt Meher Baba: "Ist jemand lustvoll, dann hat er (normalerweise) die Tendenz, seine Lust an mehreren Personen des anderen Geschlechts festzumachen. Das Ideal des Brahmacharya (Zölibat) aber erlaubt es nicht einmal, eine Person des anderen Geschlechts zu berühren. Nun, wenn der Meister, der völlig frei von Lust ist, einer stark lüsternen Person helfen möchte, dann weiß er, dass der Betreffende nicht in der Lage ist, das Brahmacharya zu beachten. Darum erlaubt er ihm eine legale Heirat, aber er bittet ihn, seine Lust nur auf eine Frau zu beschränken. Dann allmählich, wenn die Lust sich vermindert, dann sollte er aufgefordert werden, alle Handlungen der Lust aufzugeben, auch mit seiner verheirateten Frau. Dabei kann er aber seine Ehe fortsetzen. Auf diese Weise wird die Lust schrittweise beseitigt und das Ziel des Brahmacharya wird allmählich erreicht." Schön und gut. Das Problem ist nur, dass die Lust normalerweise nicht nachlässt und zwar das ganze Leben lang nicht. Selbst bei den Menschen die impotent sind, die also nicht mehr zu einer Errektion fähig sind, hält die Lust noch weiter an. Ich denke, man sollte das Brahmacharya schon etwas zielstrebiger anstreben. Quelle: Liebe und Sexlosigkeit | |||
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Die Bedeutung der Wiedergeburt Gopi Krishna sagte 1971: "Dieser Mechanismus, auch bekannt als Kundalini ist die wahre Ursache aller echten spitituellen und psychischen Phänomene, die biologische Grundlage der Entwicklung der Evolution und der Persönlichkeit, der geheime Ursprung aller esoterischen und okkulten Lehren, der Schlüssel zu den ungelösten Rätsels der Schöpfung, die unerschöpfliche Quelle der Philosophie, Kunst und Wissenschaft und die Quelle aller Religionen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." Vor über vierzig Jahren, stellte der Schweizer Mediziner und Psychologe und der Begründer der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jung (1875-1961) und seine Kollegen in einem Seminar über die Kundalini fest, dass das Aufsteigen der Kundalini selten, wenn überhaupt, im Westen beobachtet wurde. Sie deuteten an, dass es tausend Jahre dauern würde, bis die Kundalini durch eine tiefgehende Analyse verstanden werden könne. Obwohl die Möglichkeit des Kundaliniaufstiegs für Jung in weiter Ferne lag, hatte er zweifellos ein Gespür für seine psychologische Bedeutung. Er erzählte von einem mittelalterlichen Mönch, der eine Fantasiereise in einen wilden, unbekannten Wald unternahm, wo er seinen Weg verlor. Bei dem Versuch der Rückkehr, fand er seinen Weg durch einen bösen Drachen versperrt. Jung sagt, dass diese Bestie das Symbol der Kundalini ist, eine psychologische Kraft, die dem Menschen das größte Abenteuer zu bieten hat. Wenn dieses Abenteuer aber schwierig wird, dann wiederruft er: "Oh, verdammt, warum habe ich mich auf solch eine Sache eingelassen", wissend, daß bei der Rückkehr, der Geist des göttlichen Abenteuers im Leben erlischt und das Leben sein Aroma verliert. Jung sagt: "Wenn es gelingt, die Kundalini zu erwecken, so dass sie ihr Potential entfalten kann, dann eröffnet sich eine Welt, die total anders als unsere Welt ist. Es ist eine Welt der Ewigkeit". Er fährt fort, darauf hinzuweisen, dass die Kundalini eine unpersönliche Kraft ist. Er sagt, wenn du sie als deine eigene Leistung betrachtest, dann tust du das auf eigene Gefahr. Der Preis ist die Aufblähung des Egos, eine falsch verstandene Überlegenheit, Widerwärtigkeit oder Wahnsinn. Der Kundaliniaufstieg ist ein autonomer Prozess, der aus dem Unbewussten heraus entsteht und dich als Träger zu verwenden scheint. Obwohl 1932, als Jung darüber schrieb, eine Wiedergeburt selten war, so tritt sie jetzt regelmäßig, mit oder ohne Training, auf, wie die wachsende Zahl der Fälle in den Akten der Kundalini Research Foundation in New York und unsere eigene erhöhte Zahl beglaubigter Fälle, zeigt. Es besteht jetzt im Westen ein viel größeres Interesse an diesem Thema, wie man durch die rasche Zunahme aller Arten von Geistestraining, neuen Therapien, meditativen Praktiken und psychischen Beschäftigungen sehen kann. Tausende von Menschen befinden sich in solchen Prozessen oder interessieren sich für solche Aktivitäten. Sogar die jüngste Zunahme im Gebrauch halluzinogener (psychoaktiver) Drogen, kann als ein entschlossenes, wenn auch gefährliches und fehlgeleitetes Drängen in geistige Richtung betrachtet werden. Die deutliche Zunahme der Zahl der Personen, die eine Wiedergeburt erleben, ist das Spiegelbild eines Wandels, der sich auf der soziokulturellen Ebene der Gesellschaft als Ganzes wiederfindet. Jung wies darauf hin, dass eine Zeit der Auflösung, wie sie in der Zeit des Römischen Reiches herrschte, wie sie auch heute wieder anzutreffen ist, gleichzeitig ein Zeitalter von Tod und Wiedergeburt ist: "Wenn ein Prinzip den Höhepunkt ihrer Macht erreicht, dann entsteht eine innere Gegenbewegung, die in ihrer Dunkelheit den Keim neuen Lichts in sich trägt." Gopi Krishna sagte 1975: "Es gibt eine Rebellion gegen die bestehende Ordnung, weil das Gehirn einen Zustand der Entwicklung erreicht hat, an dem die Rätsel der Existenz eine größere Rolle spielen, als sie es zuvor taten. Dies ist der Grund, warum Millionen von jungen Männern und Frauen in Europa und Amerika begierig auf der Suche nach Meistern und wirksamen Methoden der Selbsterkenntnis sind. In einem bestimmten kritischen Zustand in der Entwicklung des menschlichen Geistes erreichen die unbeantworteten "Rätsel des Lebens" eine Dringlichkeit, der kein Schatz der Erde entgegenwirkt. Dies ist die Geistesauffassung von Millionen enttäuschten jungen Menschen in der Welt von heute. Die moderne Psychologie ist nicht in der Lage, einen leistungsfähigen Impuls für den psychischen Frieden der Menschen zu liefern, der von Anbeginn der Zivilisation bis zum heutigen Tag von den Menschen herbeigesehnt wird. Wenn man seine Mission vereitelt, kann der Impuls zu sozialen und politischen Unruhen, Drogenkonsum, Promiskuität, zur Gewalt oder zu anderen sozialen Übeln führen".. Dann zitiert er den amerikanischen Arzt Dr. Treffert, den Direktor eines medizinischen Centers in Wisconsin, der sagt: "Etwa 30 Amerikaner unter 21 Jahren begehen jeden Tag Selbstmord. Dies zeigt eine dreifache Zunahme der Selbstmordrate der amerikanischen Jugend in den letzten 10 Jahren. Auch mehr als die Hälfte der Patienten der psychiatrischen Krankenhäuser in den Vereinigten Staaten sind junge Menschen. Der Hauptgrund für die Zunahme der Zahl der Selbstmorde und psychischen Erkrankungen unter den Jugendlichen ist die zunehmende Leere und Sinnlosigkeit des Lebens in einer Gesellschaft, die sich nur noch am Profit orientiert." Der Druck, der durch die Veränderung der Gesellschaft entsteht, entwickelt eine Nachfrage nach religiösen Führern und Bewusstseinsforschern, die für eine zunehmende Zahl von Suchenden, eine Umgebung und Methoden anbieten, die die rasche und sichere Entwicklung der inneren Potentiale ermöglicht. Lee Sannella: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-24 18:31:03 -- | |||
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Das Problem der Objektivität Bei persönlichen Erfahrungen mit dem Kundaliniaufstieg gibt es eine endlose Abfolge von Gefühlen, seltsamen Gedanken und Visionen, aber Beschreibungen der körperlichen Anzeichen oder tatsächlichen Empfindungen sind selten. Anspielungen auf subjektiv wahrgenommene Kraftfelder und Energiezustände sind heute in den Beschreibungen der meditativen Erfahrungen üblich. Jung (1975) verwies auf die Einhaltung der traditionellen Modelle, die als Dogmatismus in einer langen Tradition vom Lehrer an den Schüler weitergegeben wurden. Wir sehen dies häufig in den Beschreibungen der Kundalinierfahrung in den yogischen Schulen. Während dies nach dem Studium der östlichen Schriften offensichtlich ist, so ist auch wahr, dass wir im Westen die verschiedenen Zustände von Psyche und Soma (Körper), in Bezug auf die transzendentale Erfahrung, nicht geklärt haben. Zum Beispiel hielt der amerikanische Psychologe und Philosoph William James (1842-1910) den großen deutschen mittelalterlichen Mystiker und Dominikanermönch Heinrich Seuse (Suso), für einen leidenden Asketen, der unfähig war, seine Qualen2 in religiöse Ekstase zu verwandeln. James betonte das Ekstatische und Jung kümmerte sich um die Beziehung zwischen der Individuation (unter der Individuation versteht man die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten, Anlagen und Möglichkeiten) und der Kundalini. 2Bekannt wurde Seuse auch durch die Beschreibung extremer Formen der Selbstkasteiung, die er angeblich jahrelang praktizierte. Ein Zitat aus seiner in der dritten Person verfassten Vita (Biografie): "Die Vielfalt religiöser Erfahrung":
Heinrich Seuses deutsche Schriften: Band 1 (ca. 26 MB) Band 2 (Ca. 26 MB) Jedoch machen westliche Wissenschaften jetzt objektive Labormessungen von den Änderungen, die spirituelle Phänomene begleiten und sie ermuntern zu einer offeneren und direkten Berichterstattung der persönlichen Erfahrungen. Vielleicht war dies der Anreiz für den Osten, dies ebenfalls zu tun. Einige neuere Vorfälle sind reich an wertvollen Informationen und wir können in der nahen Zukunft noch viel mehr davon erwarten. Beschreibungen dieser Art überschreiten persönliche und kulturelle Unterschiede. Sie zeigen im Wesentlichen die Gleichheit der Phänomene. Die Anzeichen und Symptome, die normalerweise beschrieben werden, wie die Veränderungen in den Gefühlen und Gedanken, die Visionen und Stimmen, scheinen größtenteils persönlich bestimmt zu sein. Aber Gefühle wie Juckreiz, Flattern (Augenlider), Kribbeln, Hitze und Kälte, die Wahrnehmung inneren Lichts und Klangs, sowie das Auftreten von Verrenkungen und Spasmen (Krämpfen) scheinen ziemlich universell zu sein. Es ist diese Universalität, die uns veranlasst, zu postulieren, dass alle spirituellen Praktiken den gleichen grundlegenden Prozess aktivieren, dass dieser Prozess eine definitive physiologische Grundlage hat, die diese spezifischen körperlichen Symptome verursachen. Auf der anderen Seite sind die emotionalen Wechselbeziehungen dieses Prozesses ebenfalls wichtig. Es sind die emotionalen Wechselbeziehungen und das veränderte Denken, die diesen Prozess begleiten, die häufig zu der falschen Annahme führen, dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Es sind diese Aspekte, die letztlich die persönliche Bedeutung der Transformation für die Menschen liefert, die sie erleben. Wir sind uns bewusst, dass wir nicht all die reichen experimentellen Details anbieten können, das breite Spektrum der persönlichen Erfahrungen, die diese Menschen erlebt haben, die Komplikationen ihrer Gefühle und Gedanken, ihre Ekstasen und ihre verzweifelten Verwirrungen. Die fesselnden Qualitäten dieser Erfahrungen überschatten die physiologischen Daten, so dass die Person dazu neigt, die subtilen Veränderungen ihres physischen Zustandes zu ignorieren. Sie variieren so weit, dass es scheint, als hätten sie nichts gemeinsam. Deshalb begrenzen wir uns auf einen Fokus der physiologischen Parameter, die wir aus dem Modell Bentovs beziehen. Lee Sannella: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-25 10:52:42 -- | |||
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Das Kundalinimodell Jede spirituelle Tradition, die sich mit der Wiedergeburt beschäftigt, hat ihr eigenes Kundalinimodell. Die meisten von ihnen sind Beschreibungen, die die subjektive Seite, die individuellen Wahrnehmungen, der Erfahrung betonen. Entweder behandeln sie die objektiven Anzeichen, die frei von Gefühlen, Vorurteilen und Wünschen sind, als nebensächlich oder sie ignorieren sie. Daher sind diese Beschreibungen, so berechtigt sie auch sein mögen, nicht hilfreich bei einem objektivem Vergleich der verschiedenen Traditionen. Wenn es um die physiologische Interpretationen geht, haben die meisten dieser Modelle nur wenig Bedeutung. Eine Ausnahme ist das Kundalini-Modell des Yoga. Die Kundalini wird als Energie betrachtet, die zumeist schlafend an der Unterseite der Wirbelsäule ruht. Wenn diese Energie geweckt wird, so steigt sie langsam durch den Spinalkanal der Wirbelsäule zur Spitze des Kopfes. Dies könnte der Beginn der Erleuchtung sein. Der Kundaliniaufstieg erzeugt Stress im zentralen Nervensystem. Diese Stresspunkte (Blockaden) verursachen normalerweise Schmerzen während der Meditation. Wenn die Kundalini diesen Stresspunkten oder Blockierungen begegnet, beginnt sie nach eigenem Willen zu handeln, sich in einem selbstbestimmten und selbstbegrenzten Prozess über das gesamte physiologische und psychologischen System auszubreiten, um die Blockierungen aufzulösen. Sobald eine Blockierung sich aufgelöst hat, fliesst die Kundalini frei durch diesen Punkt und setzt seine Reise nach oben fort, bis sie dem nächsten Stresspunkt, der nächsten Blockade, begegnet. Die Kundalinienergie teilt sich auf diesem Weg auf, so dass sie auf mehreren Ebenen wirken kann, wobei sie verschiedene Blockaden entfernt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, dann konzentriert sich die ganze Energie auf die Oberseite des Kopfes. Der Unterschied zwischen dem Anfangszustand und dem Endzustand ist nicht nur, dass die Kundalini sich an einem anderen Platz konzentriert, sondern dass sie in der Zwischenzeit jeden Teil des Organismus durchlaufen hat, um die Blockierungen zu beseitigen und das Bewusstsein zu erwecken. Darum kann der gesamte Kundaliniprozess als ein Reinigungsprozess oder als ein Prozess betrachtet werden, der das natürliche Gleichgewicht wieder herstellt. Genauso wie ein elektrischer Strom Licht erzeugt, wenn er durch einen dünnen Wolframglühfaden läuft, aber nicht, wenn er durch einen Kupferdraht läuft, weil der Wolframglühfaden einen spürbaren Wiederstand bietet, der Kupderdraht aber nicht. Ebenso verursacht die Kundalini die meisten Empfindungen, wenn sie einen Bereich des Körpers oder Geistes betritt, der blockiert ist. Aber die Hitze, die durch die Reibung der Kundalini gegen diesen Widerstand erzeugt wird, löst die Blockade auf, so dass die quälenden Empfindungen enden. In ähnlicher Weise, wie ein intensiver Fluss von Wasser durch einen kleinen Gummischlauch den Schlauch zu heftigen Schwingungen animiert, während der gleiche Strom durch einen Feuerwehrschlauch kaum festgestellt werden kann, ebenso kann der Kundalinistrom durch versperrte Kanäle, innerhalb von Körper und Geist, die Ursache von Bewegungen in jenen Bereichen sein, bis die Hindernisse durch die Kundalini ausgewaschen und die Kanäle erweitert sind. (Die Begriffe "Kanal", "erweitern", "Blockaden", und so weiter, sollten wir dabei metaphorisch (in einer übertragenen Bedeutung) verstehen. Es müssen keine tatsächlichen physikalischen Strukturen, Abmessungen oder Prozesse vorhanden sein, aber sie sind sinnvolle Analogien, um das Kundalinimodell zu verstehen. Der eigentliche Prozess ist zweifellos viel subtiler und komplexer.) Die spontanen Bewegungen, wechselnden Körperempfindungen und andere Phänomene, über die in unserer interkulturellen Übersicht und in unseren eigenen Fällen berichtet wird, können leicht als Manifestation der Kundalini interpretiert werden. Darüber hinaus hat Bentov vor kurzem ein physiologisches Modell für die Kundalini vorgeschlagen, das viel von dem erklärt, was wir beobachtet und berichtet haben. Seine Studie wird später mit unseren Resultaten ausgewertet. Wegen der objektiven Orientierung seines Kundalinimodells, seiner universellen Einsetzbarkeit und seiner Empfänglichkeit für physiologische Interpretation, werden wir es als Grundlage für unsere Diskussion nehmen. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen unseren eigenen Beobachtungen und dem klassischen Kundalini-Konzept. Insbesondere haben wir beobachtet und verschiedene Traditionen haben davon berichtet, dass die Energien oder Empfindungen (Gefühle) von den Füßen und Beinen über den Körper, den Rücken und über die Wirbelsäule zum Kopf aufsteigen, dann aber über das Gesicht und durch die Kehle schließlich in den Bauch abwärts fließen. Dies ist vollkommen im Einklang mit den Prognosen von Bentov's Modell, aber etwas im Widerspruch zu den Berichten der Yogis Muktananda und Gopi Krishna und ebenso mit den klassischen Yogaschriften. Übersetzer: Damit also Schluss mit dem "göttlichen" Kronenchakra (Scheitelchakra)? Daher schlagen wir den Begriff Physio-Kundalini vor, um auf die Aspekte des Kundalini-Erwachens zu verweisen. Sie umfasst physiologische und psychologische Aspekte, die durch einen rein physiologischen Mechanismus erklärt werden können. Wir sollten uns auf einen Physio-Kundalini-Prozess, auf einen Physio-Kundalini-Kreislauf, einen Physio-Kundalini-Mechanismus und einen Physio-Kundalini-Komplex beziehen. Bentov's Modell beschreibt solche physiologische Veränderungen, die keine außergewöhnlichen Kräfte erfordern. Das langsame Fortschreiten der Energieempfindungen durch den Körper, dann die Kehle hinunter, das von einer Vielzahl von Bewegungen, Empfindungen und psychischen Störungen begleitet wird, das schliesslich seinen Höhepunkt erreicht, wenn die Kundalini den Bauch erreicht, ist so charakteristisch, dass wir es den Physio-Kundalini-Zyklus nennen. Wenn die Energie auf einen Widerstand trifft, dann überwindet und reinigt das System die Blockade. Wir sagen dann, dass der Ort, an dem sich die Blockade befand, sich geöffnet hat. Die Eröffnung der Kehle ist ein typisches Beispiel. Dies gibt uns eine Terminologie im Zusammenhang mit dem Kundalinikonzept, passend zur Ebene unserer Beobachtung, welches uns eine physiologische Interpretationen ermöglicht. Gleichzeitig bewahrt es die volle Übereinstimmung mit der klassischen Bedeutung der Kundalini, ohne uns zu der Überzeugung zu verpflichten, dass dieses mystische Konzept richtig ist oder irgendeiner objektiven Realität entspricht. Lee Sannella: Kundalini - Psychosis or Transcendence? | |||
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Interkulturelle Aspekte der Kundalini In Afrika Katz (1973) berichtet von den "!Kung San", Menschen in der Kalahari-Wüste3 im Nordwesten Botswanas in Afrika, die viele Stunden tanzten um sich "aufzuwärmen" und um den "!kia"-Zustand zu erreichen. Er stellte fest, dass der !kia-Zustand identisch mit dem Kundalini-Zustand ist. !Kia ist ein Zustand der Transzendenz. Die Ausbildung lehrt den Schüler, sich in einen spirituellen Zustand zu versetzen, in dem die Schwelle der Angst überwunden werden und der !kia-Zustand erreicht werden kann. Es wird gesagt, dass sich die Quelle des !kia-Zustandes in der Magengrube befindet. Wird sie aufgewärmt, dann steigt sie von der Basis der Wirbelsäule zum Schädel, wo dann das !kia auftritt. Es ist eine Erfahrung, die weit über das normale Selbst hinausgeht. !Kia ist wie ein Satori (ein Satori ist ein vorübergehendes Erlebnis der Erleuchtung im Zen-Buddhismus), eine Teilnahme an der Ewigkeit. 3 1652 bis 1830 führten die niederländischen (holländischen) Gouverneure regelmäßig Vernichtungszüge gegen die ca. 200.000 San (!Kung San) der Kap-Region. Die Überlebenden flohen in die Kalahari-Wüste oder wurden auf den Farmen der Europäer versklavt. 1904, im Anschluss an den Krieg gegen die Herero, ging die deutsche Schutztruppe auf dem Gebiet der damaligen Kolonie Deutsch-Südwestafrika (dem heutigen Namibia) ähnlich gegen die San vor. Ein Stammesangehöriger sagte folgendes dazu: "Du tanzt, tanzt, tanzt, tanzt. Dann erwacht es in deinem Bauch, steigt den Rücken hinauf und du beginnst zu erschauern. Das !kia lässt dich erzittern, es ist heiß. Deine Augen sind geöffnet, aber du schaust dich nicht um. Sie sind still und schauen nur geradeaus. Wenn du aber in den !kia-Zustand gelangst, dann schaust du dich um, weil du alles siehst, denn du siehst auch das, was andere beunruhigt. Es setzt eine schnelle, flache Atmung ein und das !kia fließt in jeden Teil deines Körpers, von den Zehen bis zu den Haaren." Ein anderer sagt: "In deinem Rückgrat glaubst du etwas Spitzes zu fühlen, dass sich aufwärts bewegt. Dann beginnt an der Unterseite der Wirbelsäule ein Kribbeln, Kribbeln, Kribbeln, Kribbeln, Kribbeln, Kribbeln... das die Gedanken in deinem Kopf zur Ruhe kommen lässt." Das !kia ist ein intensiver emotionaler Zustand. Meister, die das !kia beherrschen, praktizieren außergewöhnliche Aktivitäten, wie die Heilung der Kranken, die Handhabung und das Gehen auf Feuer. Ein Meister hat einen Röntgenstrahlblick und kann über große Entfernungen sehen, aber er bemüht sich nicht, solche Aktivitäten in sein normales Leben zu praktizieren. Ein Meister sagte, wenn er sich im !kia-Zustand befindet, "ist er wieder er selbst", was bedeutet, dass diese ungewöhnlichen Aktivitäten das Grundrecht des Menschen sind. Nur durch die Transzendenz, durch das Überschreiten der Grenzen des Bewusstseins, ist der Meister in der Lage, Kontakt mit dem übersinnlichen Bereich aufzunehmen und die Geister, die die Krankheiten verursachen, zu bekämpfen. Der Kampf mit den Geistern ist eine Herzensangelegenheit des Meisters, die er mit Kunstfertigkeit, Geschick und Energie verfolgt. Im Moment der Transzendenz ist die Angst vor dem Sterben überwunden, so dass eine Wiedergeburt geschehen kann. Im Moment der Heilung, ist dann der Kampf gegen die Krankheit gewonnen. Das einzige Kriterium, zu bestimmen, wer ein Meister wird, ist der Prozess selber. Jede Person, die in der Lage ist, !kia zu erfahren, ist automatisch ein Meister. Je emotionaler du bist und um so reicher deine Fantasie, um so geeigneter bist du das !kia zu transzendieren. Mehr als die Hälfte der Stammesmitglieder können diesen Zustand erreichen. Das !kia tritt in manchen Familien besonders häufig auf. Das !kia wird jedesmal, wenn es auftritt, als schmerzhaft, angstvoll und unberechenbar erlebt. In manchen Guru-Traditionen besteht die Idee, dass der Guru das !kia auf den Schüler überträgt. Der Guru behält also die Kontrolle über den Prozess, so dass keine übermäßige Angst das Auftreten des !kia verhindert. Obwohl das !kia ursprünglich von den Göttern übermittelt wurde, wird es nun von Person zu Person weitergegeben. Katz weist darauf hin, dass die !kung (Volksstamm) das !kia nicht nur für ihre eigene persönliche Bereicherung suchten, sondern auch, um anderen zu helfen. Aber es wird nicht als langfristiger Zustand betrachtet. Ein Stammesmitglied muss schon bald wieder in den gewöhnlichen Zustand zurückkehren und die üblichen Pflichten erfüllen. Ein längerer !kia-Zustand wird nicht als Gnade, sondern als ein Fehler betrachtet. !Kia ist ein Eintreten in religiöse Dimensionen, um religiöse Nahrung zu erhalten, die man anschliessend zum Zwecke der Heilung verteilt. Danach kehrt man in das normale Leben zurück und lebt diese Wahrheit mit seinen Stammesangehörigen. Katz sagt, es gibt nur wenige Lehrer im Westen, die anderen Menschen zur Transzendenz verhelfen können, da sie selber noch relativ unvollständig sind. Wir haben den weiteren Nachteil, dass wir kein kulturelles Konzept haben, das die Idee der Transzendenz als Erziehungsziel anstrebt. Lee Sannella: Kundalini - Psychosis or Transcendence? --Last edited by yogi on 2007-12-26 20:24:16 -- | |||
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Interkulturelle Aspekte der Kundalini In der christlichen Tradition Von der Heiligen Therese von Lisieux (1873-1897), einer katholischen Nonne aus dem Karmelitinnen-Orden, wird berichtet, dass sie Leiden hatte, wie jene, die wir beobachtet haben (Rohrback, 1963). Sie entstammt einer Familie der französischen Mittelklasse mit glücklich verheirateten Eltern und vier Schwestern. Als sie zehn Jahre als war, wurde sie Schülerin eines nahegelegenen Karmeliterklosters. Ein paar Monate, nachdem sie eingeschrieben war, bekam sie ständige Kopfschmerzen. Drei Monate später, nachdem sie sich eines Abends bettfertig gemacht hatte, begann sie unkontrolliert zu zittern. Dieser Anfall dauerte eine Woche und war durch keine Behandlung zu beeinflussen. Sie hatte kein Fieber und nachdem das Zittern aufgehört hatte, kehrte es nicht mehr zurück. Einige Wochen später wurde sie von einer seltsamen Mischung aus Halluzinationen, Krämpfen und Komas ergriffen. Sie schien im Delirium (Fieberwahn) zu sein und schrie gegen unsichtbare und schreckliche Kreaturen. Sie warf sich heftig im Bett hin und her und schlug mit dem Kopf gegen die Bettkante, als ob eine fremde Kraft sie angriff. Diese Krämpfe, die manchmal wie die Übungen einer Turnerin anmuteten, waren gelegentlich so heftig, dass sie dabei aus dem Bett fiel. Es gab drehende und rotierende Bewegungen ihres ganzen Körpers, zu denen sie unfähig war, wenn es ihr gut ging. Zum Beispiel sprang sie von den Knien und stand auf dem Kopf, ohne die Hände zu benutzen. Später hatte sie während der Messe eine heftige Attacke, der ihr Beten beendete. Insgesamt dauerte diese Erkrankung weniger als zwei Monate. Später traten noch zwei Fälle von Ohnmacht und Muskelstarre auf, die aber nur einige Minuten dauerten. Therese sagte, dass sie bei all dem nie das Bewusstsein verloren hat, auch während der Ohnmacht nicht, aber sie hatte keine Kontrolle über diese Handlungen. Sie wurde regelmäßig von einem kompetenten Arzt besucht, der aber nicht in der Lage war, ihr zu helfen und der unumwunden zugab, durch die Symptome verwirrt zu sein. Er war sehr fest in seiner Ansicht, dass es keine Hysterie war. Lee Sannella: Kundalini - Psychosis or Transcendence? | |||
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Hitzeeerscheinungen in verschiedenen Traditionen Hitze ist eine der am leichtesten zu beobachten und zu messenden Erscheinungen, die einen aktiven Kundalinizustand begleiten. Zwei Beispiele aus der Sufitradition sind es wert, erwähnt zu werden (Bhavan, 1971): Dann kam der Heilige um eine Mahlzeit zu nehmen und das Mädchen goß Wasser über seine Hände. Sie bemerkte, dass das Feuer der Trennung so intensiv in ihm war, dass das Wasser, sobald es auf seine Hände fiel, sich in Dampf verwandelte. Bei meiner Ehre, als der Arzt versucht, meine Hände zu berühren, brannte seine Hand, es zeigten sich unmittelbar Flecken und Schwellungen auf seiner Hand. Dies ist die Hitze des Feuers der Trennung. Er allein, der solche Schmerzen freudvoll ertrug, kannte meine Leiden. Tony Agpaoa (1974), ein bekannter philippinischer Chirurg, sagt, dass er als Teil seiner Ausbildung zum Heiler gelernt hat, Feuer durch geistige Mittel zu entzünden. Der indische Yogi Swami Muktananda (1975) sagt, dass diese Fähigkeit ein Teil der Ausbildung in bestimmten yogischen Disziplinen ist. Die weitverbreitete Tradition von Hitzeerscheinungen, lässt unsere eigenen Beobachtungen glaubwürdiger erscheinen. In der letzten Zeit sind viele Fälle von paranormalen spontanen Verbrennungen gut dokumentiert. Es gibt viele Fälle in der Literatur. Ich möchte einen dieser Fälle erwähnen und von meinen eigenen Erfahrungen berichten. H. Andrade (1975) berichtet, dass viele Brände spontan auftreten. Einen solchen Fall hat er selber untersucht. Einige sind von Polizeibeamten beglaubigt. Ich habe zwei Jahre einen Poltergeistfall untersucht, bei dem häufig Feuer ausgebrochen ist (Morris, 1974). Die Situation war emotional und religiös kompliziert. Es handelt sich dabei um eine jüdische und eine katholische Familie, die untereinander verheiratet waren. Als der junge jüdische Mann und seine katholische Frau ein Kind bekamen, begann die Poltergeistaktivität rund um das Baby. Bald entschloss sich der junge Mann, zum Katholizismus zu konvertieren. Dies, zusammen mit der Poltergeistaktivität, warf die Familien in große Turbulenzen. Alle Mitglieder der Familie, die aus vier Generationen bestand, und viele andere Menschen, erlebten die Bewegung von Objekten, ihr Verschwinden und spontane Feuer. Das junge Paar hatte das Gefühl, geschlagen, geschüttelt, gekratzt und gewürgt zu werden. Die Mutter wurde geschlagen und musste eines Tages bewusstlos ins Krankenhaus gebracht werden. Es gab eine Reihe von spontanen Bränden, die durch Familienmitglieder und verschiedene Ermittlungsbeamte bezeugt wurden. Meine erste Erfahrung hatte ich an einem Abend, als der Großvater in das Schlafzimmer ging, um nach dem Baby zu sehen und die Vorhänge in Flammen standen. Er und ich verbrannten leicht unsere Hände, als wir das Feuer löschten. Ich war anwesend, als mehrere kleinere Feuer ausbrachen. Dies ist ein mögliches Beispiel, wie aufgestaute Energie sich über eine Entfernung ausdrücken kann. Als der junge Mann zum Katholizismus konvertierte, seine Energie begierig in die Kirche investierte und sich durch Exorxismus schützte, hörten die Phänomene auf. Anmerkung: Ich weiß nicht so recht, was ich von den geschilderten Beispielen halten soll. Ende Anmerkung. --Last edited by yogi on 2007-12-27 16:19:29 -- | |||
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Interkulturelle Aspekte der Kundalini Im Orient Nachdem jemand es in der chinesich-taoistischen Tradition gelernt hat, Stille in seinem Geist einkehren zu lassen, stellen sich exellente, bisher schlummernde Qualitäten, ein (Luk, 1972). Das lebenswichtige Prana, welches sich ausreichend im unteren Bauch angesammelt hat, bricht plötzlich aus, fließt in die wichtigsten psychischen Kanäle des Körpers und verursacht unwillkürliche Bewegungen. Dabei stellen sich acht körperliche Empfindungen ein: Schmerzen, Juckreiz, Kälte, Wärme, Schwerelosigkeit, Schweregefühl, Rauheit und Sanftheit. Das Prana ist heiß und breitet seine Wärme nicht nur in den Körperteilen aus, sondern es wird auch hell und für den Meditierenden fühlbar. Bei aussergewöhnlichen Meditierenden bewirkt es die Beleuchtung eines dunklen Raumes, die für andere wahrnehmbar ist. Fließt das Prana in versperrte psychische Zentren, dann wird es sehr unangenehm und verursacht Gefühle der Rauheit, Krämpfe und Schmerzen. Luk berichtete vom taoistischen Meister Yin Shih Tsu, der 1914 schrieb, dass er Wärme verspürte, die von der Basis der Wirbelsäule bis zur Spitze seines Kopfes aufsteige, dann aber über das Gesicht und den Hals bis zum Magen abwärts fließt. Sein ganzer Körper drehte und verbog sich und er sah eine Reihe von inneren Lichtern. Er hatte Kopfschmerzen und einmal fühlte sich sein Kopf angeschwollen an. Der obere Teil seines Körpers schien sich zu strecken, so dass er sich zehn Fuß groß fühlte. Dies wird in buddhistischen Schriften als der "Große Körper" bezeichnet. Yin Shih Tsu sagte, dass er nicht alle diese Dinge gleichzeitig fühlt, sondern manche zu verschiedenen Zeiten. Manchmal fühlt sich die zirkulierende Hitze mehr wie eine Vibration an, die dem beschriebenen Pfad folgt. Einmal erlebte er in einem Zeitraum von sechs Monaten allabendlich unfreiwillige yogische Haltungen, die er in einer regelmäßigen Reihenfolge ausführte. Im koreanischen Zen wird ebenfalls von denselben Fortschreiten dieser Empfindungen berichtet. Seo (1974) sagte, dass die Chi-Energie über den Rücken zur Spitze des Kopfes aufsteigt und schließlich über das Gesicht und die Kehle in den Bauch hinabfließt, um dort zu enden. --Last edited by yogi on 2007-12-28 08:50:13 -- | |||
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Das Ouroboros - der Schwanzfresser Das Ouroboros ist ein in vielen Kulturen verbreitetes Motiv einer sich in den Schwanz beißenden Schlange (manchmal auch ein oder zwei Drachen). Im alten Ägypten stand dieses Symbol für das ewige Leben und die Wiedergeburt. In den modernen esoterischen Schulen wird das Verschlucken des Schwanzes durch die Schlange Arica, als eine Übung betrachtet, in der durch die Atmung Energie im unteren Bauch erzeugt wird. Beim Einatmen konzentriert man sich auf die perinale Ebene (auf den Damm = Beckenboden), zuerst fühlend, um dann die Energie über die Wirbelsäule zum Kopf hinauf zu leiten. Dann wölbt sie sich entlang des Schädels und mit der Ausatmung beginnt der Abwärtspfad. Die Energie wandert von der Mitte des Schädels zur Stirn, teilt sich über den Augen auf und fliesst auf beiden Seiten an Nase und Mund hinunter, um sich wieder im Kinn zu vereinigen. (Eine ähnliche Aufteilung erfolgt in der koreanischen Zen-Lehre und im altägyptischen Symbol für das Auge des Osiris.) Vom Kinn läuft es dann weiter abwärts über den Hals und das Brustbein, um im Unterleib zu enden. Der Zweck der Übung ist es, ein Licht im Kopf zu sehen. --Last edited by yogi on 2007-12-28 15:11:05 -- | |||
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Einige klassische Yoga-Ansichten Swami Narayanananda (1960) berichtet über die Erfahrungen mit der Kundalini:
Der Übersetzer der Ramakrishna-Biografie, Nikkhilananda, berichtet über die Kundalinierfahrungen in auffallend ähnlichen Worten. In Joseph Campbell's4 Buch "A Mythic Image", lesen wir auf Seite 306:
4Joseph Campbell war ein amerikanischer Professor und Autor, bekannt für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Mythologie. Ein Studium der Philosophie, Biologie, aber auch Sanskrit und provenzalische (südfranzösischen) Literatur, ermöglichte ihm, jenseits von Spezialistentum, Zusammenhänge zu sehen, die anderen verborgen blieben. Die großartige Arbeit von Swami Vishnu Tirtha (1962), einem indischen Yogi der Shaktipat-Tradition (das Shaktipat ist eine yogische Initiation, durch die der Guru spirituelle Energie auf seinen Schüler überträgt, um bei ihm die Kundalini zu erwecken) baut eine hervorragende Brücke zwischen der klassischen und modernen Yoga-Tradition. In einem kleinen Buch beschreibt dieser heilige Mann die Anzeichen eines frühen Erwachens auf eine sehr persönliche und anschauliche Weise. Die persönlich gehaltenen Berichte von Gopi Krishna und Muktananda scheinen aber einem erfrischenderen Ansatz zu entspringen. In der Kundalini Yoga-Tradition hat Swami Muktananda (1974) kürzlich eine Autobiografie veröffentlicht, die reich an Beschreibungen von Gefühlen, unwillkürlichen Bewegungen, vom Fließen der Energie durch den Körper, von ungewöhnlichen Atemmustern, innerem Licht und Klang, übernatürlichen Stimmen und Visionen und von vielen anderen außergewöhnlichen Erfahrungen, ist. Er sagt: "Mein Körper war aufgeheizt und mein Kopf war schwer und die Basis meiner Wirbelsäule wurde von Schmerzen gepeinigt." Er nahm unfreiwillig yogische Positionen ein und sein Körper wurde steif wie ein Brett. Er roch Parfüms während der Meditation und er schmeckte Nektar. Er hörte die Meeresbrandung, Donner, das Gemurmel eines Baches, das Knistern des Feuers, Trommeln, einen Muschelklang, Glocken und Vogelzwitschern. In seiner Beschreibung nannte er einen wichtigen Prozess: "Meine Augen rollten allmählich nach oben und zentrierten sich. Anstatt getrennt zu sehen, sahen sie wie ein Auge". Die gesamte Entwicklung, die mehrere Jahre dauerte, gipfelte schließlich, sagte er, als alle diese Erfahrungen vorüber waren und er in der absoluten Gleichmut des transzendentalen Zustand verweilte. Aus klinischer Sicht ist es wichtig zu beachten, dass er in den frühen Phasen seines Kundalinierwachens oft verwirrt und ängstlich war, keine Kontrolle über seine wilden Körperbewegungen hatte, unbequeme Körperhaltungen einnahm und schillerndes Licht in seinem Kopf sah. Zeitweise glaubte er, verrückt zu werden. Man kann sich die Diagnose leicht vorstellen, die er von einem Psychiater statt von einem Guru bekommen hätte. Und jetzt, wo diese Erfahrungen ihn spontan zu einen Zustand verholfen haben, in dem es ihm sehr gut geht, ist er in der Lage, anderen zu helfen, die zu ihm kommen. Ein anderer Praktizierender des Kundalini Yoga, Gopi Krishna (1971), hat eine Autobiografie mit ähnlichen Beobachtungen veröffentlicht. Dieses Buch enthält einen psychologischen Kommentar von James Hillman, der Gopi Krishna's Kundalini-Erfahrungen mit dem Jung'schen Modell der Psychose vergleicht. Gopi Krishna meditierte viele Jahre weitgehend ohne Lehrer. Er hatte keinerlei religiöse Erfahrungen, bis er 1937 vierunddreißig (34) Jahre alt wurde. Er schrieb über diese Erfahrungen:
5Nach 18 Jahren der Meditation und einer ansonsten normale Existenz als Familienvater und Angestellter erfuhr Gopi Krishna im Dezember 1937 das, was er als das Erwachen des Kundalinifeuers bezeichnete. Fünfzehn Jahre lang, unter unsäglichen Qualen, dauerte danach sein Reinigungsprozess. Dieses Gefühl endete, wenn er ihm Aufmerksamkeit schenkte. Aber wenn er es ignorierte, floß es weiter, mit zunehmender Intensität, aufwärts. Plötzlich fühlte er mit einem lauten Getöse, wie ein Strom flüssigen Lichts durch die Wirbelsäule in sein Gehirn eintrat. Sein Körper begann zu taumeln und er war von einem hellen Lichtschleier umgeben. Er fühlte sich eins mit seiner Umgebung und hatte das Gefühl der Glückseligkeit. Anschliessend hatte er große Angst, fühlte sich schwach und war gleichgültig gegenüber anderen Menschen. Sein Mund schmeckte bitter, er fühlte Terror und ihm war oft sehr heiß. In der Dunkelheit bemerkte er um sich ein rötliches Leuchten. Es war ein Gefühl von heißen Stecknadeln in seinem ganzen Körper, seine Kehle fühlte sich verbrannt an und manchmal hatte er schwere Rückenschmerzen. Er spürte, dass seine Kundalini in einer falschen Art und Weise wirkte und hatte das Gefühl, dass er sterben würde. Einmal hatte er eine große Körpererfahrung: "Ich hatte das Gefühl, als ob ich aus einer größeren Höhe auf die Welt herabblickte, als ich es vorher tat". Er hatte mystische Erfahrungen in seiner Kindheit6, war aber als junger Mann Agnostiker. Nichtsdestotrotz praktizierte er Meditation, was letztlich zu seiner Kundalinierfahrung führte. Nach dem Beginn seines Erwachens, war er von der Gnade des Kundaliniprozesses abhängig. es dauerte viele Jahre, bis er den Zustand der Gleichmut erreichte. Dem folgten außerordentliche geistige Geschenke, emotionale Gelassenheit und eine kreative Produktivität. (Er schrieb mehr als 15 Bücher.) 6Im Alter von 8 Jahren hatte Gopi Krishna die erste mystische Erfahrung. Er sagt, als er zu Fuß eine Straße entlang ging, wurde ich plötzlich von der brennenden Frage erfasst "Wer bin ich?" Ein paar Tage später hatte er einen Traum, von dem er denkt, dass es die Antwort auf seine altkluge Frage war. Der Traum handelte von einem paradiesischen Ort, an dem himmlische Wesen lebten, ein völlig göttlicher und schöner Platz. Danach aber schien der Traum für viele Jahre keine Bedeutung für ihn zu haben. | |||
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Ein amerikanischer Fall Das letzte Beispiel in dieser Reihe der veröffentlichten Berichte, ist eine amerikanische Schriftstellerin und Zen-Meditierende, deren "Erleuchtung" durch den berühmten Zen-Meister Yasutani Roshi bestätigt wurde. Ich kenne diese Frau persönlich und füge ihren Fall an dieser Stelle ein, weil ihr Buch sich im Druck befindet. Flora Courtois (1970) ist eine 59jährige Schriftstellerin, die ihre Suche vor vielen Jahren begann, als sie anfing ihren Lehrer zu fragen, weil sie Zweifel hatte, ob ihr jemand helfen könne. Ihr erster Kontakt mit einer Erfahrung "der tiefsten Wahrheit" kam während eines halbbewussten Zustandes nach einer Vollnarkose. Nach dieser spontanen Erfahrung, in der sie mit der Natur verschmolz, beschäftigte sie sich mit der Frage, wie visuelle Wahrnehmungen auftreten. Als sie ihre komplexen Beobachtungen aufschrieb, dachte ein Lehrer, sie sei psychisch gestört und schickte sie zu einem Psychiater. Dies führte zu einem kurzen Krankenhausaufenthalt, der sie sehr verärgerte. Sie war so deprimiert daüber, missverstanden zu werden, dass sie an Selbstmord dachte. Allerdings endeten ihre Selbstmordgedanken eines Tages, als der Fokus ihrer Sicht sich geändert zu haben schien. Er hatte sich zu einem unendlich kleinem Punkt verschärft und bewegte sich unaufhörlich auf Wegen, die vollkommen frei von den alten bisher gewohnten Wegen waren, als ob er einer neuer Quelle entsprang. Dann fiel sie für viele Tage in einen ekstatischen Zustand. Obwohl sie in Ekstase versunken war, waren ihre täglichen Aktivitäten davon nicht beeinträchtigt. Seitdem hat sie ein produktives und glückliches Leben. Dieser Fall ist von besonderem Interesse, da das mangelnde Wissen der medizinischen Autoritäten über religiöse Erfahrungen, vorübergehend zur Einweisung in eine (psychiatrische?) Klinik führte. Es ist von weiterem Interesse, weil Courtois viele Symptome, die wir in anderen Fällen finden, nicht hatte. Ihre Lebenserfahrung führte vermutlich dazu, dass sie manche Schwierigkeiten voraus ahnte und dadurch weniger Kundalini-Symptome entwickelte. Als sie 1967 mit der Zen-Meditation anfing, die bei sensiblen jungen Menschen einige Symptome erwarten lässt, hatte sie nur einige bemerkenswerte Erfahrungen. So saß sie in der Meditationshalle, als sie ein helles Licht sah, dass ihr so real erschien, dass sie glaubte, die elektrischen Lichter seien bereits eingeschaltet. Obwohl sie realisierte, dass sie sich noch in relativer Dunkelheit befand, sah sie weiterhin für einige Minuten diese Helligkeit. Es mag sein, dass es einige konstitutionelle Unterschiede zwischen Menschen gibt, die eher zu visionären (optischen) Erfahrungen neigen und denjenigen, die eher in Richtung Kundalini-Erfahrungen tendieren. Eine dritte Kategorie umfasst Personen, die weder zu visionären noch zu Kundalini-Erfahrungen neigt, sondern vorwiegend zu psychischen Erfahrungen tendiert. Wir sind der Auffassung, dass Courtois' Erfahrung und die Erfahrungen, die von Bucke (1970) und James (1929) berichtet wurden, visionäre Erfahrungen sind. Kundalini-Erfahrungen dagegen umfassen visionäre und psychische Erfahrungen, die eigene charakteristische Merkmale des Physio-Kundalini-Komplexes haben. Es kann auch sein, dass die Zen-Methode den Kundaliniaufstieg durch die Meditation mit geöffneten Augen benachteiligt, aber den Meditierenden dabei unterstützt, mit der äußeren und inneren Welt zu verschmelzen. Es könnte auch möglich sein, dass psychische Erfahrungen und ungewöhnliche Empfindungen durchaus auftreten, sich dann aber auf dem Weg zum Satori wieder auflösen. Der Zen scheint intellektuelle und körperlich orientierte Menschen anzuziehen. Die tibetische und Hindu-Tradition, mit ihren reichen und bunten Symbolen und Ritualen, scheint eher emotionale Menschen anzusprechen. Darüber hinaus hat der Pfad der Hingabe, der beim Yoga so verbreitet ist, ebenfalls für emotionale Menschen eine natürliche Anziehung. Vielleicht spielen mehrere dieser Faktoren bei den Erfahrungen von Flora Courtois eine Rolle. --Last edited by yogi on 2007-12-30 19:15:17 -- | |||
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Untersuchte Kundalini-Fälle Dieser Abschnitt behandelt 13 Kundalini-Fälle. 11 davon habe ich persönlich interviewt und 2 Fälle wurden durch einen Kollegen interviewt. Einen der beiden Fälle, die von meinem Kollegen untersucht wurden, sah ich vor kurzem. Einige dieser Fälle wurden wegen ihrer physischen und psychischen Probleme oder wegen ihrer Schwierigkeiten bei der Meditation, an mich verwiesen. Andere suchte ich auf, nachdem ich von ihren ungewöhnlichen Erfahrungen gehört hatte. Mit den meisten verbindet mich eine persönliche Freundschaft. Sie haben ihre Erfahrungen in den letzten zwei Jahren in großer Tiefe mit mir geteilt. Von den ersten vier Fällen, die wir darstellen, glauben wir, dass sie die typischen Muster der Physio-Kundalini zeigen. Die nächsten drei Fälle zeigen die auffallenden Hitzeerscheinungen, die manchmal auftreten. Die beiden Fälle, die dann folgen, sind Heiler, bei denen zuerst die Physio-Kundalini auftrat, was anschließend zu einer höheren Wirksamkeit bei ihrer Arbeit führte. Die nächsten drei Fälle handeln von Menschen, die Probleme haben, innere Widerstände oder neurotische Probleme, die ihre Physio-Kundalini belastete. Der letzte Fall wurde aufgenommen, weil er den plötzlichen Kundaliniaufstieg zeigt, der durch den Kontakt mit einem Guru geschah (Shaktipat). Künstlerin: Eine 48 Jahre alte Künstlerin praktizierte Transzendentale Meditation. Nach fünf Jahren stellte sich dann gelegentlich ein Kribbeln in den Armen und Wärme in ihren Händen ein. Sie schlief einige Nächte nicht und hatte das Gefühl, dass eine Energie durch ihren ganzen Körper strömte. In ihren Träumen hatte sie das Gefühl, dass sich ihr Bewusstsein vom Körper trennte. In ihrem Kopf hörte sie einen kontinuierlichen lauten Sound. Bald hatte sie Krämpfe in ihren großen Zehen, welches von vibrierenden Gefühlen in den Beinen gefolgt wurde. Über Nacht verdunkelten sich ihre Zehnägel, als ob jemand mit dem Hammer darauf geschlagen hätte. Teilweise waren sie vom Fleisch getrennt. Das Gewebe in den Beinen fühlte sich durch die Vibrationen in den Beinen zerissen an. Die Vibrationen breiteten sich dann auf den unteren Rücken aus und fegten vom unteren Rücken über den Körper zum Kopf. Dort verbreiteten die Vibrationen das Gefühl, als sei knapp über den Augenbrauen ein Band um den Kopf gewickelt. Dann begann ihr Kopf sich spontan zu bewegen. Später begann ihr Körper sich zu winden und ihre Zunge drückte sich gegen den Oberkiefer. Dann verspürte (hörte?) sie den starken Klang von "OM". Das Kribbeln breitete sich vom Rücken über den Nacken zum Kopf aus und breitete sich dann vom Kopf auf die Stirn und das Gesicht aus. Beide Nasenlöcher wurden stimuliert, was das Gefühl einer Dehnung der Nase bewirkte. Das Kribbeln wanderte dann das Gesicht hinab. Zeitweise schienen sich ihre Augen getrennt zu bewegen und die Pupillen, die sich wie Löcher anfühlten, die in den Kopf gebohrt waren, trafen sich in der Mitte des Kopfes. Dann spürte sie einen enormen Druck im Kopf und ein brilliantes Licht, welches von Glückseligkeit und Lachen gefolgt war. Das Kribbeln breitete sich dann auf der Oberlippe, dem Mund und dem Kinn aus. In dieser Zeit gab es Träume mit himmlischer Musik. Dann wanderte das Kribbeln über den Hals und die Brust zum Bauch. Schliesslich hatte sie das Gefühl, als sei der Kreislauf, der die Form eines Eies hatte, an dieser Stelle geschlossen; aufwärts durch die Wirbelsäule, abwärts durch die Vorderseite des Körpers. Wenn die Kundalini sich entwickelt, aktiviert sie bestimmte Chakras auf ihrem Weg. Sie beginnt im unteren Bauch (Basischakra), wandert dann zum Sakralchakra (Sexualchakra), zum Nabelzentrum (Solarplexus), zum Herz (Herzchakra) und dann zum Zentrum des Kopfes (Scheitelchakra). Als letztes wird das Kehlkopfchakra aktiviert. Danach hat man ständig das Gefühl, als ströme vom Nabelzentrum aus eine Energie durch den Körper. Dieses Gefühl hört auf, sobald der Kreislauf geschlossen ist. Die ganze Erfahrung hatte starke sexuelle Zwischentöne. Der größte Teil dieser Aktivität geschah in einem Zeitraum von einigen Monaten. In den letzten zwei Jahren gab es bei ihr nur gelegentlich Aktivitäten, meist während der Meditation oder wenn sie sich im Bett entspannte. Während der Kundalini-Erfahrung trat spontane Yoga-Atmung auf (leise und kontrolliert). Schließlich entwickelte sich im Kopf ein Druck, der vom Hinterkopf ausging, sich dann aber über die Schädeldecke in der Stirn zentrierte. Dieser Druck machte sich besonders während des Lesens bemerkbar, führte rund um die Augen zu Beschwerden und zu einem pulsierenden Gefühl an der Schädeldecke. Der laute Klang im Inneren des Kopfes verschwand schliesslich. Durch diese Erfahrungen verstand sie, dass die Kundalini in ihr aufstieg, denn sie hatte bereits vorher davon gelesen. Deshalb fühlte sie sich entpannt und ließ den Dingen ihren Lauf. Allerdings wurde sie emotional gestört und hatte Schwierigkeiten, diese Erfahrungen in ihr tägliches Leben zu integrieren. Seitdem der Zustrom an Energie ihren Schlaf für Monate behinderte und auch während des Tages anhielt, so dass er auch die Arbeit behinderte, hatte sie das Gefühl, als würde sie neben sich stehen und sei Zeugin ihrer eigenen Aktivitäten. Schliesslich brachte sie die Situation unter Kontrolle. Der allgemeine Effekt war eine größere emotionale Stabilität und die Beseitigung von Spannungen, neben einem stark verbesserten intuitiven Verständnis. --Last edited by yogi on 2007-12-31 20:53:03 -- | |||
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Untersuchte Kundalini-Fälle Wissenschaftler (53) Ein männlicher Wissenschaftler, der heute (1976) 53 Jahre alt ist, begann 1967 mit der Transzendentalen Meditation. Vor etwa 5 Jahren hatte er stark zuckende Körperbewegungen während der Meditation und nachts im Bett. Nach einigen Wochen aber ließen sie nach. Monate später, als er zu Bett ging, fühlte er ein Kribbeln in seinen Unterschenkeln, welches von Muskelkrämpfen in seinen großen Zehen gefolgt wurde. Die Muskelkrämpfe breiteten sich auf andere Muskeln aus und verblassten allmählich. Das Kribbeln stieg bis zum unteren Rücken an und dort "sah" er ein rötliches Licht. Das Licht hatte die Form eines Stabes, der die Wirbelsäule hinaufgeschoben wurde. Dann breitete sich das Licht mit einem Kribbeln und mit vibrierenden Empfindungen vorwärts im Nabelbereich aus. Schritt für Schritt stieg es weiter die Wirbelsäule bis zum Herzen hinauf, breitete sich dann nach vorne aus und stimulierte das Herzchakra. Als das Licht seinen Kopf erreichte, sah er Fluten weißen Lichts, als ob sein Kopf von innen beleuchtet war. Dann schien sich das Licht wie ein solider Lichtstrahl aus der Schädeldecke heraus zu ergießen. Einige Zeit später verspürte er eine Vibration in seinem rechten Handgelenk, in seinem rechten Arm und in seinem linken Bein. Aber schon bald, nachdem sich diese Empfindungen eingestellt hatten, verschwanden sie wieder. Dann hatte er das Gefühl, als würden Ströme seine Schulter und Arme durchfließen. Diese Stromwellen traten drei bis viermal pro Sekunde auf. Später steigerten sich auf sieben Mal und mehr pro Sekunde. Einmal, als er sich auf das Zentrum seines Kopfes konzentrierte, traten heftige und unkontrollierte Krämpfe auf. Zu verschiedenen Zeiten vernahm er einen Klang in seinem Kopf, welches einem schrillen Pfeifen und Zischen glich. Zu anderen Zeiten hörte er musikalische Töne, die sich wie der Klang einer Flöte anhörten. Sehr häufig gab es Gefühle von Frieden und Glückseligkeit. Sein Schlaf wurde durch automatische Bewegung seines Körpers gestört. Manchmal erwachte er und bemerkte, dass er yogische Atemübungen und verschiedene Yogaübungen praktizierte. Mehrere Nächte, nachdem er dies erlebt hatte, wanderte das Kribbeln zur Stirn, zur Nase, zu den Wangen, zum Mund und schließlich zum Kinn. Während dieses Prozesses hatte er viele ekstatische Gefühle und sexuelle Stimulationen, bis sich die Aktivität schließlich auf den Beckenbereich konzentrierte. Dann hörten alle diese Symptome auf und traten nur noch gelegentlich auf, wenn er sich nachts im Bett entspannte. Er konnte sie abschalten, wenn er sich auf die Seite drehte. Über ein Jahr später entwickelte sich in der Nacht ein Druck in seinem Kopf, der sich abwärts bewegte. Gleichzeitig bewegte sich ein Kribbeln vom Magen aus aufwärts. Er betrachtete dieses Geschehen aus einer gewissen Distanz. Die beiden Stimuli trafen sich in seiner Kehle. Es fühlte es wie ein Loch in seiner Kehle an, welches sich an der Stelle bildete, an dem sich die beiden Energien trafen. Von diesem Loch wurden allerlei spontane und reine Klänge ausgesandt. Er hatte ein wenig Kontrolle darüber. Etwa 6 Monate später wanderte dieser Impuls aus der Kehle in den Magen, wo er für ein paar Monate blieb. Dann wanderte er ins Becken. Dieser Wissenschaftler hatte von Natur aus ein empfindliches Nervensystem. Da er aber wusste, dass er einen Kundaliniaufstieg durchmachte und sein Wissen davon, was ihn in etwa erwartete, zusammen mit der stabilisierenden Wirkung der Meditation, machte ihn weniger für die verwirrenden Symptome des Kundaliniaufstiegs anfällig. Er erkannte, dass die Schwierigkeiten, die er hatte, das Ergebnis seiner eifrigen meditativen Praxis waren und deshalb entwickelte er während des Prozesses keine Angst. | |||
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