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forum Forum index forumBrahmacharya - Enthaltsamkeit - Zölibat forumKundalini - Psychose oder Transzendenz?

Author : Topic: Kundalini - Psychose oder Transzendenz?  Bottom
 yogi
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 yogi
  Posted 02/01/2008 04:48:07 PM
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Untersuchte Kundalini Fälle

Schauspielerin (29)

Eine 29 Jahre alte Schauspielerin hatte viele psychische Probleme in der Kindheit. Als Jugendliche litt sie unter wiederkehrender Migräne, psychischen Störungen und unter impulsivem, zerstörerischem Verhalten. Viele Jahre ging sie wegen dieser Symptome in psychotherapeutische Behandlung, aber obwohl bei ihr Schizophrenie dianostiziert wurde, kam sie nicht in ein Krankenhaus. Als sie 24 Jahre alt war, begann sie zu meditieren und benutzte dabei verschieden Techniken.

Mehr als ein Jahr später, wurden ihre Kopfschmerzen immer schlimmer. Dann hörten innerhalb von ein paar Wochen ihre Kopfschmerzen, ihre psychische Verwirrtheit und ihr zerstörerisches Verhalten plötzlich auf. Innerhalb eines Jahres begann ein Kribbeln in den Beinen, welches sich dann auch in den Armen und auf der Brust ausbreitete. Nach ein paar Wochen breitete sich das Kribbeln vom Hals über den Hinterkopf bis zur Stirn aus. Es trat verstärkt während der Meditation auf. In Abständen wurde ihr gesamter Körper, vor allem aber ihre Hände, sehr heiß. Während der Meditation war sie durch ein Schwanken und Ruckeln des Körpers und durch die Angst, die sie spürte, besorgt.

Sie kam vor allen Dingen wegen der Angst und der Heftigkeit der spontanen Körperbewegungen während der Meditation in unsere Behandlung. Wir rieten ihr, die selbstentwickelten Meditationsformen einzustellen und stattdessen die etablierten Meditationsformen zu praktizieren. Bis dies möglich war, schlugen wir ihr vor, dass sie vorübergehend ihre Empfindlichkeit gegenüber dem Kundaliniprozess reduzierte, indem sie das periodische Fasten einstellte und sich an eine strikt vegetarische Diät hielt. Als sie in der Lage war, die Transzendentale Meditation unter Aufsicht auszuführen, hörten bald alle störenden Symptome auf.

Etwas später begann der Physio-Kundalini-Zyklus erneut. Während einer langen Meditation wurde sie ihrer Kehle auf eine neue Art bewusst. Sie hatte das Gefühl, als ob ihr Kopf sich von ihrem Körper getrennt hätte und über ihrem Körper schwebte. Ihre Kehle fing an, eigenständige Töne zu bilden. Sie hatte dabei das Gefühl, eine neutrale Beobachterin zu sein. Die meisten Kundalini-Symptome verschwanden nach dieser Erfahrung. Dies entspricht einer typischen Öffnung des Kehlkopfchakras.

Seitdem verläuft ihre Meditation, zum ersten Mal seit Jahren, ruhig und friedlich. Sie findet, dass ihre Produktivität und Zufriedenheit stark zugenommen hat. Sie dreht jetzt einen Dokumentalfilm, ein Projekt, welches sie schon lange ausführen wollte. Wir gehen davon aus, dass viele psychotische Aspekte ihrer Persönlichkeit durch ihr Unvermögen entstanden, eine geeignete Ausdrucksmöglichkeit für ihre spirituelle Energie zu finden, und zwar in einer Art und Weise, die ihrem Naturell entsprach.

Im Zusammenhang mit spirituellen Talenten und ihrer Nutzung, sind die Erfahrungen von Matthew Manning(1975), einem hervorragenden 20 Jahre alten britischen Heiler, der in frühen Jahren von Spukphänomenen geplagt wurde, zu nennen. Die Phänomene bestanden so lange fort, bis er eines Tages entdeckte, dass er automatisch Schreiben konnte. (Automatisches Schreiben bezeichnet eine Methode des Schreibens, bei der Bilder, Gefühle und Ausdrücke durch den Blick nach innen, unreflektiert wiedergegeben werden.) Bald entdeckte er, dass er im Stil mehrerer großer Maler (u.a. Pablo Picasso) malen konnte7. In etwa zwanzig Minuten hatte er ein Bild fertig gemalt. Dabei stellte sich heraus, dass dies ein fruchtbarer Kanal für seine spirituellen Fähigkeiten ist. Nachdem der größte Teil seiner Energie damit zum Ausdruck gebracht werden konnte, verschwanden die Spuk-Phänomene.

7Drei Monate nach dem Tode von Pablo Picasso im April 1973 empfing Manning durch seine angebliche übersinnliche Wahrnehmung von Picasso Botschaften. Fortan spürte er, dass er bei seinen Malereien vom verstorbenen Picasso gesteuert wird. Dabei fällt er aber nicht in Trance, sondern ist sich während seiner Arbeit immer bewusst, wo er sich befindet. Die Gemälde, die angeblich von Picasso eingegeben wurden, tragen unverkennbar die Handschrift des Künstlers.

Besonders interessant ist es, dass beim automatischen Malen die Werke ähnlich wie die Texte beim automatischen Schreiben, in enorm kurzer Zeit entstehen. Manning konnte beispielsweise in ein oder zwei Stunden eine Arbeit vollenden, wofür der lebende Künstler sicher Tage benötigt hätte. Und das, obwohl Manning keine Skizzen anfertigte und auch ohne Fehler arbeitete.

Etwas Sensationelles präsentierte der automatische Maler und Psychologe Luiz Gasparetto aus Brasilien im März 1978 einem Millionenpublikum in der Fernsehsendung Nationwide der BBC. Nachdem sich Gasparetto in einen tranceähnlichen Zustand versetzt hatte, malte er in 75 Minuten 21 Gemälde im Stil von Malern wie Renoir, van Gogh und Picasso.

Nicht nur, dass die Bilder auf dem Kopf standen, sondern das Malmedium arbeitete auch mit beiden Händen an zwei verschiedenen Bildern gleichzeitig. Viele Zuschauer an den Bildschirmen in ihren Wohnzimmern waren so erstaunt, dass sie meinten, die BBC habe diese Demonstration im Zeitraffer ausgestrahlt. Dem war aber nicht so.

Gasparetto erklärte, dass er normalerweise im Dunkeln arbeiten würde und ihm das helle Licht der Studioscheinwerfer arg mitgenommen habe. Doch genau wie Manning gab auch er an, dass Picasso bei seinen jenseitigen Übermittlungen zuweilen sehr heftig reagieren kann. Im Unterschied zu Manning ist der Brasilianer jedoch nicht in der Lage, außerhalb seiner Trancezustände zu malen. In diesem Zustand nehme er Kontakt zu allen verstorbenen Künstlern auf, die "sich melden" und die ihn und seinen Pinsel dann bei der Arbeit an den Bildern führen.  

--Last edited by yogi on 2008-01-02 16:46:04 --

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 yogi
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  Posted 03/01/2008 04:23:42 PM
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Untersuchte Kundalini-Fälle

Psychologin (41)

1973 bemerkte eine 41 Jahre alte Psychologin, die seit Jahren in verschiedenen intensiven Gruppen und meditativen Disziplinen gearbeitet hatte, während der Meditation, Hitze in ihrem Kopf und ihrer Brust, sowie ein Kribbeln im ganzen Körper und im Kopf. Als sie diese Empfindungen hatte, bewegte sich ihre Zunge aus eigenem Antrieb innerhalb und außerhalb des Mundes. Immer wenn die Zunge den weichen Gaumen berührte, flossen orgasmische Wellen durch ihren Körper.

Sie fror die meiste Zeit, obwohl die Kälte mit Wärme gemischt war. Sie hatte das Gefühl, als hätte sie die Form eines Eies und ihr Wesen fühlte sich vereint. Vibrationen bewegten sich von ihrem Becken über den Rücken zum Nacken. Ihre Brust fühlte sich weich und offen an. Sie hörte im Kopf brillante Vogellieder und fühlte ein Kribbeln in ihrer Kehle. Drei Jahre zuvor hatte sie während der Meditation das Gefühl, wie ein riesiges Herz zu sein. Sie spürte eine prickelnde und juckende Hitze im ganzen Körper. Aber sie war nicht beunruhigt, denn sie glaubte, dass diese Empfindungen Zeichen einer erfolgreichen und zentrierten Meditation sind und einen Fluss zwischen ihr und anderen Menschen darstellen. Sie nahm an, dass sie einen Kundaliniaufstieg hatte und sie annahm, dass es gefährlich sei, wenn der "höhere Geist" nicht unter Kontrolle ist.

Ein paar Monate nach diesem Ausbruch, hatte sie während der Meditation das Gefühl, als sei sie zwei Fuß (ein Fuß sind etwa 30 Zentimeter) größer als normal und als ob ihre Augen von oberhalb des Kopfes auf sie herabsehen konnten. In dieser Zeit hatte sie das Gefühl, als wüsste sie, was die Leute denken. Dabei wurden viele ihrer Eindrücke bestätigt.

Bald danach begannen die Füße zu Schmerzen und sie bekam Kopfschmerzen. Die Kopfschmerzen wurden schlimmer, wenn sie versuchte, sie zu kontrollieren. Sie stellte fest, dass die Kopfschmerzen kamen, wenn sie versuchte, den Ansturm der Energie, der durch ihren Körper floß, zu kontrollieren. Massage half, den Schmerz in der Füßen zu lindern, aber er war dennoch so stark, dass sie nicht  imstande war, ohne Schwierigkeiten Auto zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Es war schwer für sie mit Menschen zu reden. Sie aß sehr wenig, schlief unruhig und litt unter Übelkeit. Sie fühlte Hitze auf der einen Seite ihres Rückens und war davon überzeugt, sie sei in Gefahr, wenn diese Hitze sich nicht auf beide Seiten ausbreiten würde. Oftmals stellte sie sich die Frage, ob sie nicht verrückt werden würde.

Dann bewegte sich das Kribbeln vom Becken über den Rücken zum Hals. Sie begann Licht in ihrem Kopf zu sehen. Sie war erstaunt, dass sie das Licht die ganze Wirbelsäule hinunter sehen konnte. Die Energie und das Kribbeln wanderten dann zur Stirn und konzentrierten sich unter dem Kinn. Sie hatte das Gefühl, als sei ein Loch in der oberen Schädeldecke. Der Schlaf war sehr schwierig und für die nächsten sechs Wochen war Meditation das einzige, was ihr half. Sie hatte das Gefühl, dass der Hitzefluss, wenn sie nicht meditierte, so intensiv werden könnte, dass er ihr Schaden zufügen könnte. Andere Menschen konnten eine übermäßige Wärme spüren, wenn sie ihren unteren Rücken berührten.

Obwohl sie sich manchmal verrückt fühlte, konnte sie ihren Zustand, wegen ihrer psychologischen Ausbildung, vom emotionalen und psychischen Zusammenbruch der Schizophrenie unterscheiden. Sie war der Meinung, dass es während der Störungen notwendig sei, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen, weil sie die Gefahr einer Geisteskrankheit befürchtete. Waren die Symptome stärker, als sie es ertragen konnte, dann arbeitete sie mit verschiedenen Meditationslehrern zusammen.

Einige Monate später begann ihr Körper sich zu Kräuseln und zu Schütteln und es fühlte sich an, als würde er gereinigt und ausbalanziert. Ein wenig später fühlte sie ein Prickeln in den Wangen und unter ihrem Kinn. Dann verschwanden alle Unanehmlichkeiten und sie hatte keine Schweirigkeiten mehr. Sie hat den Großteil des Physio-Kundalini-Zyklusses innerhalb eines Jahres durchlaufen und ist nun in der Lage, ohne Schwierigkeiten zu meditieren. Ihre körperlichen Probleme entstanden wahrscheinlich durch die restlichen Blockierungen und ungelösten Konflikte, die in ihrem Körper eingeschlossen waren. Heute arbeitet sie in einem erfolgreiches Wachstumscenter, indem einer der Schwerpunkte darin besteht, anderen bei den Schwierigkeiten des Kundaliniaufstiegs zu helfen.

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  Posted 03/01/2008 09:39:02 PM
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Fälle mit Hitzeempfindungen

Bibliothekarin (44)

Eine 44jährige Bibliothekarin meditierte viele Jahre in ihrem eigenen Stil. Eines Tages, als sie mit den Händen auf dem Tisch meditierte, verlor sie das Bewusstsein. Als sie erwachte, fand sie verkohlte Markierungen auf dem Tisch, die ihrem Handabdruck entsprachen. Sie hatte den Tisch schon bald überarbeiten lassen, so dass ich es nicht mehr überprüfen konnte. Hitzeerscheinungen dieser Art sind bisher nicht aufgetreten. Da sich bei ihr kein regelmäßiges Fortschreiten der Symptome zeigte, nahmen wir an, dass es sich bei ihr um einen gebremsten Physio-Kundalini-Prozess handelte.

Ab 1969 hatte sie einen psychischen Ratgeber, den sie sehr nützlich für ihr tägliches Leben fand. Ab 1972 studierte sie die Träume und Zeichnungen von Kindern und erstellte ein beeindruckendes Manuskript über diese Arbeit. Seit der Beschäftigung mit diesem Thema hatte sie den Kontakt zu ihrem Lehrer abgebrochen.

In diesem Schreiben berichtete sie von der Entwicklung eines Stigmate8. Dies war ein vertikales Oval, welches in Abständen von einigen Monaten mitten auf ihrer Stirn erschien. Das Stigmata ist etwa ein Zoll hoch (ein Zoll = 25,4 Millimeter), etwa einen halben Zoll breit und auffallend rot. Bisher gab es zwei Stigmatisierungen. Jedesmal gab sie ihr bestes, um es mit Kosmetik zu verdecken, ebenso wie sie unmittelbat den Tisch mit den verkohlten Handabdrücken erneuern ließ.

8Ein Stigmata bezeichnet normalerweise das Auftreten der Wundmale Christus am Körper eines lebenden Menschen. Der erste geschichtlich gesicherte Fall von Stigmatisation ist der italienische Mönch und Heilige Franz von Assisi (1181/82 - 1226) der versuchte, streng nach dem Vorbild von Jesus Christus zu leben. Die Anzahl der Träger mit den sichtbaren und spontan blutenden Wundmalen Christi dürfte 100 nicht überschreiten; der Arzt Franz L. Schleyer wies 1948 für eine medizinische Studie knapp 70 gesicherte Fälle nach.

Ihre Neigungen gingen dahin, einen psychischen Weg zu beschreiten. Durch ihr langes Studium mit den Werken des Schweizer Psychologen Carl Gustav Jung, dem Begründer der Psychoanalyse, entwickelte sie die Fähigkeit des inneren Dialogs. Dies hatte sich bereits in den Gesprächen mit ihrem psychischem Lehrer gezeigt.

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  Posted 04/01/2008 10:02:37 AM
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Fälle mit Hitzeempfindungen

Professor

Ein männlicher Professor in mittleren Jahren, der als Kind viele psychische Probleme hatte, erwachte 1963 von einem Nickerchen und entdeckte eine 3 Zoll (etwa 7,5 Zentimeter) große Brandblase auf seinem Oberschenkel, auf dem seine Hand geruht hatte. Diese außergewöhnliche Erfahrung erweckte sein Interesse für die Kraft des Geistes. Innerhalb von 2 Jahren meditierte er regelmäßig, aber ohne Lehrer. 1967 begann er mit der Zenmeditation. Ein paar Monate später wurde er während einer Meditationssitzung von einem hellen goldenen Licht verschlungen, das mehrere Minuten anhielt.

Während vieler Sitzungen bemerkte er eine prickelnde und juckende Bewegung von den Innenseiten der Schenkel bis hinauf zur Leiste. Auch in den Armen und der Brust hatte er diese Empfindungen. Über seinen Rücken und seinen Kopf bewegten sie sich zu seinen Augenbrauen. Dann spürte er es in seinen Wangen, außerhalb seiner Nasenlöcher, und manchmal in seinem Kinn. Gegenwärtig ist seine Meditation von einem Kribbeln und einem Juckreiz in der Kehle gekennzeichnet. Wir würden dies als einen typischen Physio-Kundalini-Kreislauf beschreiben, der sich derzeit in der Phase der Öffnung des Kehlkopfchakras befindet.

Der Ablauf dieses Mannes steht im Gegensatz zur Bibliothekarin. Die Anfänge mit der Hitzeempfindung waren zwar ähnlich, aber der Professor entschied sich für die regelmäßige Ausübung einer traditionellen Form der Meditation, zusammen mit anderen aber auch allein. Wir haben den Eindruck, dass solch eine regelmäßige meditative Praxis eine stetige Weiterentwicklung des Physio-Kundalini-Prozesses ermöglicht, wie es in diesem Fall geschah. Die weniger disziplinierten, psychisch orientierten Formen der Zentrierung, scheinen in ihrer Entwicklung mit Stress in Trancezuständen, psychischen und anderen Problemen, verbunden zu sein.

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  Posted 04/01/2008 03:23:25 PM
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Fälle mit Hitzeempfindungen

Schriftsteller (40)

Ein 40 Jahre alter Schriftsteller hatte 2 Jahre meditiert, bevor er viele Hitzeempfindungen verspürte. Während einer solchen Episode betrug die Temperatur in seinem Mund, die er mit einem elektronischem Thermometer gemessen hatte, 101° Fahrenheit (38,3° Celsius), fiel dann aber innerhalb von einer oder zwei Minuten auf 99° F (37,2° C). Kurze Zeit später betrug die Temperatur seiner Hand 104° F (40° C). Er war aber nicht krank.

Seine Vorgeschichte ist von Interesse. Nachdem er zwei Jahre meditiert hatte, erfuhr er spontane Trancezustände. Während der Trancezustände erhielt er auf parapsychologischem Wege Informationen, die zum Teil bestätigt wurden. Er kam aufgrund seiner ehelichen Schwierigkeiten, die er durch die Trancezustände hatte, in unsere Behandlung. Wir ermutigten ihn, willentlich einen leichteren Trancezustand zu erlernen. Dann hörten seine Trancezustände auf. Er ist ein produktiver Schriftsteller und ein erfolgreicher Holzbildhauer.

Die körperlichen Anzeichen oder Symptome dieses Mannes waren vergleichbar mit denjenigen der beiden vorangegangenen Fälle. Seine Persönlichkeit und Interessen stimmten allerdings stärker mit denen der Bibliothekarin überein. Er interesseirte sich nicht für die traditionellen östlichen Methoden der Meditation. Vor einigen Jahren lernte er flüchtig bei einem schamanischen Heiler, der dem mexikanischen Yaqui-Indianer Don Juan Matus glich, dem der amerikanische Schriftsteller Carlos Castaneda sein Wissen verdankt. Er war stärker an äußeren psychischen Erscheinungsformen (Parapsychologie) als an einem inneren Dialog interessiert. Dies erklärt teilweise auch das Auftreten seiner Trancezustände. Der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung hat wiederholt darauf hingewiesen, dass dann, wenn die verborgenen inneren Wünsche nicht in Träumen oder in einem inneren Dialog behandelt werden, sie in einer versteckten Weise, wie in Trancezuständen, den Menschen beunruhigen können.

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  Posted 05/01/2008 10:48:50 AM
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Zwei Heiler - 1. der Künstler (27)

Ein 27 Jahre alter Künstler erinnert sich daran, dass er seine ersten spirituellen Erfahrungen in Form von luziden Träumen9 in der Kindheit hatte. Während einer seiner luziden Träume sah er, wie sein Doppelgänger die Bettwäsche aufhob, die heruntergefallen war und sie ihm übergab. Er war erschrocken von der Lebendigkeit dieser Erfahrung.

9Ein Klartraum ode luzider Traum ist ein Traum, in dem der Träumer sich bewusst ist, dass er träumt. Der luzide Traum hat folgende sieben Merkmale: 1. Der Träumer ist sich darüber im Klaren, dass er träumt. 2. Der Träumer ist sich daüber im Klaren, dass er die Entscheidungsfreiheit im Traum hat. 3. Es gibt keine traumtypische Verwirrung oder Bewusstseinstrübungen. 4. Die Wahrnehmung der fünf Sinne ist wie im Wachzustand. 5. Es besteht Klarheit über das Wachleben, also darüber, wer man ist oder was man sich für den Klartraum vorgenommen hat. 6. Nach dem Traum gibt es eine klare Erinnerung. 7. Der Träumer ist sich über den Sinn des Traums im Klaren.

Als er 22 war, begann er mit der Transzendentalen Meditation und hatte viele Einsichten und Spannungsauflösungen. Dann machte er, ohne die entsprechenden Anweisungen, so schnelle Fortschritte in der Meditation, dass er Angstattacken während der Meditation bekam. Einmal hatte er eine Vision von weißem Licht und verlor das Bewusstsein. Er erfuhr einen Fluss von Empfindungen, der dieser Vision voranging und in seinem Bauch begann. Dann strömten diese Empfindungen zum Rücken, zum Nacken, zur Hinterseite des Kopfes, wo sie in ein strahlendes Licht ausbrachen. Dann spürte er Wärme in seinen Kopf und in seinem Bauch. Zischen und tosende Klänge entwickelten sich während der Meditation. Als die Angst noch schlimmer wurde, wechselte er zur Zen-Meditation, wo er etwas Hilfe fand. Bald danach hatte er eine andere Vision weißes Lichts, ähnlich wie die erste.

Zwei Monate später ging er mit seiner Familie ins Ausland, wo er verschiedene Heiler aufsuchte. Er ließ sich gegen seine lebenslangen Migränekopfschmerzen behandeln. Dies war vor über zwei Jahren und seitdem ist er beschwerdefrei. Seine Familienmitglieder wurden ebenfalls von einer Reihe chronischer Krankheiten geheilt. Er war so beeindruckt, von dem, was er sah, dass er beschloss, zurückzukehren und einen Film über einen der Heiler zu drehen. Kurz vor der Abfahrt hatte er die Vision einer Vorahnung. Während der Dreharbeiten war er so fasziniert, dass er beschloss, bei einem der Heiler zu studieren. Er studierte zwei Jahre lang und stellte fest, dass er immer erfolgreicher im Heilen, in der Beurteilung des Energieflusses und in seinen hellseherischen Fähigkeiten leidenden Menschen zu helfen, wurde.

Vor kurzem kehrte er nach Amerika zurück, wo er wachsenden Erfolg in seiner künstlerischen Arbeit verzeichnete. Er heilte Freunde und Bekannte, wann immer sich die Gelegenheit dazu bot.

Während dieser Zeit setzte er seine Meditation verstärkt fort. Dadurch stellte sich ein Kribbeln in den Wangen und seitlich der Nase ein. Die Rückkehr der alten Angst ließ bald nach, als verschiedene Personen, die er behandelte, sich von ernsten Krankheiten erholten. Er war sehr unsicher, ob ihm seine neu erworbenen Fähigkeiten, mit denen er erst am Ende seiner Ausbildung im Ausland in Berührung kam, in dieser Umgebung, so weit entfernt von seinem Lehrer, zur Verfügung stehen würden. Seine Erfolge aber beruhigten ihn und erleichterten seine Angst  

--Last edited by yogi on 2008-01-06 15:29:49 --

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  Posted 06/01/2008 03:30:55 PM
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Zwei Heiler - 2. der Ingenieur (54)

Ein 54jähriger ehemaliger Luftfahrt-Ingenieur meditierte viele Jahre lang und arbeitete als Heiler. 1973 hatte er plötzlich ungewöhnliche Körperempfindungen. Er fühlte einen Druck in seinem Kopf, der von einer Woche Schlaflosigkeit gefolgt wurde. Dann veränderte sich der Druck in eine Vibration und er fühlte Hitze in seinem Körper. Als die Vibrationen sich in seinen Schultern, seiner Brust und in seinen Beinen ausbreitete, hatte er das Gefühl, als würde sein Körper explodieren. Wenn diese Empfindungen besonders stark waren, bildeten sich auf der Unterseite der Zunge Blasen. Wellen farbigen Lichts strömten durch seinen Körper und seinen Kopf und sie wurden golden, wenn sie flossen. Nach drei Wochen fühlte er sich sauber gewaschen und er hatte das Gefühl, die meisten dieser Empfindungen durch die Meditation kontrollieren zu können. Er glaubt, seine Fähigkeit als Heiler haben durch diese Erfahrungen zugenommen. Meine Erkundigungen nach denen, denen er geholfen hatte, schienen seinen Eindruck zu bestätigen.

Diese beiden Heiler stellen Extreme an Selbstdisziplin eines ganz bestimmten Types dar. Der jüngere Mann, der 27jährige Künstler, ging zu einem erfahrenen Heiler ins Ausland, um zwei Jahre von ihm zu lernen. Erst danach arbeitete er als Heiler und erzielte die Heilerfolge, die er anstrebte. Der ältere Mann, der 54jährige Ingenieur, entwickelte seine Fähigkeiten als Heiler dagegen in einer zurückgezogenen Lebensweise, in der er über einen Zeitraum von fünf Jahren nachts aufstand und täglich zwei Stunden meditierte. Er trainierte sich, sofort nach der Meditation wieder einzuschlafen. Nach dieser langen Praxis lernte er sein Bewusstsein zu trennen, nachdem er sich niedergelegt hatte. Er praktizierte es einige Jahre, bevor er es unter Kontrolle hatte.

Die Ausbildung der beiden war sehr verschieden. Der Künstler benutzte eine intuitive Methode, die seine Fähigkeiten zur vollen Reife führte, während der Ingenieur mit einer großen Willensanstrengung zum Ziel kam. Wir sahen ein weiteres Beispiel für diese Art der Willensstärke, als wir vor kurzem einen professioneller Heiler durch eine magnetische Stimulation seines rechten Gehirn testeten. Wir benutzten die Methode, die Bentov in Anhang A beschreibt. Nachdem man einige Zeit die Stimulation der rechten Gehirnhälfte mit einem pulsierenden Magnetfeld beeinflusst hatte, stellte man fest, dass er nur noch Farben aus dem grau-grünen Spektrum visualisieren konnte und dass sein Wortfluss beeinträchtigt war. Das Problem mit der Sprache löste sich nach einigen Tagen. Es dauerte eine Woche länger, bis er wieder das gesamte Farbspektrum visualisieren konnte. Eine Steifheit des Nackens, die ebenfalls durch das pulsierende Magnetfeld einsetzte, löste sich etwa zur gleichen Zeit, als sich das gesamte Farbenspektrum wieder einstellte.

Wir glauben, dass dieser Mann als erfolgreicher Heiler arbeitete, da er über einen hervorragenden Willen verfügte. Dies wird wahrscheinlich durch die Dominanz der linken Gehirnhälfte begünstigt. Seine angeborene Sensibilität erlaubte ihm, wenn sie stimuliert wurde, auf eine neue Art zu antworten, die durch den Test angeregt wurde. Die neue Aktivität der rechten Gehirnhälfte kam mit der gut kontrollierten linken Gehirnhälfte in Konkurrenz. Dadurch erfolgte der vorübergehende Zustand der Verwirrung der rechten Gehirnhälfte, bis die Homöostase, die Selbstregulierung, den normalen Zustand wieder herstellte.

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  Posted 07/01/2008 08:54:17 AM
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Drei Fälle mit Komplikationen - 1. Sekretärin (28)

Eine 28jährige Sekretärin praktizierte seit 2 Jahren Transzendentale Meditation. 1975 begann ein Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Unterschenkeln. Bald fing eine Steifheit in einem Bein an, das Gehen zu behindern. In dieser Zeit ging sie zu mehreren Ärzten, darunter auch zu einem Neurologen. Als myelografische Untersuchungen10 gemacht werden sollten, lehnte sie ab. Ihre Symptome wurden schlimmer an Tagen, an denen sie länger meditierte. Deshalb entschied sie, sich Rat über die Auswirkungen ihrer meditativen Praxis zu holen.

10Die Myelografie ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem ein Kontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt wird und anschließend eine Röntgenaufnahme durchgeführt wird. Heute wird dies mittels der Computertomographie (CT) und der Kernspintomographie (MRT) durchgeführt.

Es sah so aus, als ob sie in der frühen Phase des Physio-Kundalini-Zyklus war und dass der Stress und die Sorgen über mögliche körperliche Krankheiten ihre Schwierigkeiten vergrößerte. Sie hatte die Klugheit, sich zu erkunden, ob die Symptome die auftraten, im Zusammenhang mit der Meditation standen. Wir versicherten ihr, dass ihre Symptome Teil eines normalen Kundaliniprozesses waren, in der das Nervensystem sehr schnell auf die übertriebene Meditation reagierte. Eine Verminderung und die vorübergehende Einstellung der Meditation führte sie bald auf den Weg zur Genesung. Zuletzt begann sie wieder in Maßen zu meditieren. Ihr Physio-Kundalini-Prozess verläuft seitdem ohne Zwischenfälle.  

--Last edited by yogi on 2008-01-07 09:00:08 --

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  Posted 07/01/2008 10:55:43 AM
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Drei Fälle mit Komplikationen -  2. Hausfrau (28)

Eine 28jährige Hausfrau begann vor kurzem mit der Transzendentalen Meditation. Bald begann sich in ihrem linken Fuß und Bein ein Kribbeln und gelegentliches Taubheitsgefühl zu entwickeln. Als die Probleme größer wurden, zog sie in das Haus ihrer Schwiegermutter und deren Ehemann. Dort entwickelte sich ein steifes Bein und eine Spitzfußstellung11. Sie holte sich medizinische Hilfe und wurde myelografisch untersucht. Im Anschluss daran, verstärkten sich ihre Symptome. Dann wurde ihr Cortison verschrieben und ihr Neurologe erzählte ihr, dass sie den vollen Gebrauch ihres Beines vielleicht nie mehr ganz zurückgewinnen werde. Nachdem sie das gehört hatte, wurde sie sehr depressiv und fast handlungsunfähig. In dieser Zeit kam sie in unserere Behandlung.

11Ein Spitzfuß ist eine Fehlstellung des Fußes, die durch einen Hochstand der Ferse gekennzeichnet ist, da die Ferse beim Gehen nicht auf den Boden aufgesetzt werden kann.

Sie hatte ein außerordentlich sensibles Nervensystem und befand sich in der frühen Phase des Kundaliniprozesses. Ihre Sorge über die Prognose und die Wirkung des Cortisons verstärkten ihre Symptome: Schmerzen und Steifigkeit in den Beinen und im Rücken und eine Lähmung, die bereits genannt wurde. Ihre Therapie war die gleiche, wie im vorherigen Fall und führte zu einer erfogreichen Behandlung.  

--Last edited by yogi on 2008-01-07 10:56:55 --

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  Posted 07/01/2008 08:37:28 PM
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Drei Fälle mit Komplikationen -  3. Hausfrau Mitte fünfzig

Eine Hausfrau, Mitte fünfzig, erlebte vor vier Jahren den Beginn eines tiefgreifenden und beunruhigenden Kundaliniprosesses und hatte das Gefühl, dass etwas, was sich über ihrem Kopf befand, hinabstieg12, dem eine Ohmacht folgte. Dieser Vorfall wiederholte sich mehrere Male. Aber sie war niemals angeschlagen, nachdem sie das Bewusstsein wiedererlangt hatte, wie man es bei einer krampfartigen Störung erwarten konnte. Die Ärzte waren nicht in der Lage, ihr irgendeine Hilfe anzubieten.

12Roy (1974). Seine Ko-Autorin Devi beschreibt mit fast identischen Worten, dass sie dieselbe Erfahrung machte.  Bald darauf machte sie eine spontane und bemerkenswerte Kundalinierfahrung.

Einmal hörte sie eine Stimme in ihrem Kopf, die fragte: "Bist du bereit?" Später hörte sie eine innere Musik.

Eines Tages fühlte sie sich wohl, bis sie am späten Nachmittag einen Schmerz spürte, der sich an der Unterseite der linken großen Zehe entwickelte. Dieser Schmerz wanderte sehr schmerzhaft zum Schienbein hinauf. Dabei konnte sie die innere Arbeitsweise des Kniegelenks spüren. Der Schmerz kehrte in Abständen wieder. Sie verbrachte die nächsten Tage im Bett, wo sie spontan yogische Positionen (Yogahaltungen) einnahm. Einige Tage später hatte sie das Gefühl, als würde ihr Körper von den Zehen bis hinauf zum Rücken in Segmenten bearbeitet. Dieser Prozess wanderte den Körper hinauf und sie hatte auf beiden Seiten der Nase Schmerzen. Wellen strömten ihr Gesicht und den Hals hinunter. Dies wurde von intensiver Hitze im Rücken begleitet. Sie fühlte einen schraubstockartigen Druck um ihren Kopf. Während einer dieser Gefühlsströme fühlte sie sich gezwungen, in einer seufzenden Weise zu atmen und es gab gelegentlich Drehbewegungen von Hals und Kopf. Sobald die Energie zum Kopf herunter kam, wurde ihre Kopfhaut kalt, aber ihr Gesicht wurde heiß.

Über einen Zeitraum von drei Jahren war sie davon überzeugt, dass sie von Gott als ein fortgeschrittenes menschliches Wesen auserwählt war. Sie neigte zu einem Verhalten, vor dem der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung einst warnte: "Wer beansprucht, diese Kraft als eigene Schöpfung zu betrachten, bläht damit nur seinen Egoismus auf und fällt in falsche Überlegenheit". Darüber hinaus war sie sehr misstrauisch gegenüber denjenigen, die ihre Geschichte hörten, aber nicht mit ihrer Interpretation einverstanden waren. Sie erwartete von anderen, dass sie glaubten, was sie sagte und das alles, was sie sagte, richtig sei. Fortan meditierte sie nicht mehr regelmäßig und sie hatte auch kein Interesse daran, es zu versuchen. Sie hatte auch kein Interesse an einer weiteren Hilfe, die wir ihr anboten.

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  Posted 08/01/2008 04:28:19 PM
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Plötzlicher Kundaliniaufstieg

Ein 33jähriger Psychiater, ein Kollege von mir, und ein Mitglied unseres Kundalini Forschungsteams, meditiert regelmäßig seit drei Jahren und diente uns im Rahmen unserer Forschung mit dem Magnetstimulator als Testperson. Er wurde mit einem Rückenmarkdefekt geboren, weswegen er eine Operation hatte. Diese Operation hinterließ jedoch seit seiner Jugend chronische Rückenschmerzen im unteren Rückenbereich.

Im Dezember 1975 nahm er an einem Wochenende im Muktananda13 Ashram in Oakland, Kalifornien, USA, teil. Nachdem er von Swami Muktananda berührt wurde, ging er in tiefe Meditation. Innerhalb von zehn Minuten stellte er fest, dass er nicht sprechen konnte. Sein Mund war weit geöffnet und seine Zunge ragte heraus. Nach einigen Minuten, erlebte er eine glückselige innere Ruhe und viele Visionen, in der Muktananda ihm erschien und ihm half, mit dem Guru zu verschmelzen. Nach einigen Minuten sah er das Innere seines Unterleibs und seiner Brust und der Hals wurde von einer goldenen Energie durchströmt. Dann begann sein unterer Rücken stark zu schmerzen. Als dies geschah, wurde ein weißes Licht in seinem Kopf immer intensiver. Gegen Ende der Meditation verschwanden die Rückenschmerzen und kehrten die nächsten vier Monate nicht mehr zurück.

13Swami Muktananda (1908 – 1982) entstammte einer gläubigen und wohlhabenden Familie im Süden Indiens. Im Alter von 15 Jahren verließ er sein Elternhaus, um auf die Suche nach einem spirituellen Lehrer zu gehen. Nachdem er die Mönchsgelübde abgelegt hatte, wanderte er für 25 Jahre quer durch Indien und studierte während dieser Zeit die Hauptströmungen der indischen Philosophie und die Wissenschaft des Yoga. Erst als er den großen Siddha Bhagawan Nityananda traf, wurde seine religiöse Sehnsucht erfüllt. (Ein Siddha bezeichnet jemanden, der Siddhi, höhere Verwirklichungsstufen, bis hin zur vollen Erleuchtung, erlangt hat.) Nityananda gab ihm Shaktipat, die Erweckung der spirituellen Energie. Unter Shaktipat (Kundalini Shakti) versteht man die Übertragung spiritueller Energie (Shakti) vom Guru auf den Schüler; eine spirituelle Erweckung durch die göttliche Gnade.

Nach neun weiteren Jahen intensiver spiritueller Übungen erlangte er Erleuchtung. Bevor Bhagawan Nityananda 1961 starb, übertrug er die Kraft der Siddha Linie auf Swami Muktananda. Auf Anweisung seines Gurus brachte Swami Muktananda in den 70er Jahren während insgesamt drei Weltreisen die kraftvolle und seltene Initiation, die als Shaktipat bekannt ist, in den Westen. (Die Initiation entspricht einer Aufnahme in eine geistliche Gemeinschaft.) Als Erbe dieser großen Linie spiritueller Meister lehrte er den Pfad des Siddha Yoga in aller Welt und schuf so eine weltweite Bewegung, die er als „Meditations-Revolution“ bezeichnete. Wie aus einem offenen Brief ehemaliger Siddha-Yoga-Anhänger hervorgeht, kam Swami Muktananda seinem Gelübde zum Zölibat oft nicht nach: "Jahrelang wurde von Muktananda umfangreicher, sexueller Mißbrauch und Ausbeutung junger Frauen, oft minderjährig, begangen..." Es scheint so, als ob er den weltlichen Verlockungen des Westens nicht widerstehen konnte.

Im Anschluss an diese bemerkenswerte Erfahrung, wurde seine Meditationen zu Hause sehr produktiv. Emotionale Probleme und unerledigte Angelegenheiten schienen in der großen Tiefe der Meditation eine schnelle Lösung zu finden. Mitte Januar entwickelte sich ein Hautausschlag, der sich in einer gewundenen Linie vom unteren Rücken die Wirbelsäule hinaufschlängelte, wobei er die Wirbelsäule zweimal kreuzte, um schließlich zur linken Schulter auszuscheren. Er fragte sich, ob dies vielleicht eine symbolische Bedeutung, wie ein Stigmata, haben könnte. Zu dieser Zeit hörte er schrille Geräusche und kratzende Klänge während der Meditation. Diese Gräusche und Klänge hatte er bereits früher zum ersten Mal gehört, nachdem er viele Male, über eine Zeitdauer von mehreren Monaten, mit unserer magnetischen Vorrichtung angeregt worden war.

Im Januar nahm er an einem zweiten Intensiv-Wochenende teil. Und wieder wurde er von dem Guru berührt. Sofort fühlte er kribbelnde Schmerzen. Heiße und kalte Empfindungen breiteten sich auf seinem oberen Rücken und Nacken aus. Seine Kehle brannte und sein Kopf und sein Hals bewegten sich spontan. Als nächstes fühlte er Glückseligkeit und inneren Frieden. Später begann sein Kopf sich zu drehen und er fühlte Vibrationen in seinen Händen. Dann brannten seine Knie und in der Wirbelsäule fühlte er ein Schwirren? (buzzing), welches als Gefühl von Licht und Energie im Kopf endete. Während dieser Zeit war sein Atem unregelmäßig: mal schnell und flach, ein anderes mal langsam und tief. Alles schien in seinem Innern auseinander zu brechen und er hatte das Gefühl, als ob er bearbeitet wurde. Gegen Ende dieser Meditation, erlebte er große innere Schönheit, Frieden, und ein tiefes Wissen seines Innersten selbst, dann ein Gefühl von Freiheit und das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein. Am nächsten Tag hatte er Schwierigkeiten, zu seinem üblichen Zustand zurückzukehren. Er war unkoordiniert, konnte sich schlecht konzentrieren und war körperlich für mehrere Tage erschöpft.

Nach dem intensiven Januar, vertieften sich seine Meditationen. Dann schmerzten für ein paar Tage sein linker großer Zeh und sein linker Fuß. Dieser Schmerz war sehr intensiv und durchdrang seinen Fuß und seinen Unterschenkel. Ausserdem hatte er auf der linken Rückseite des Kopfes einen Schmerz, der sich bis zum linken Auge ausdehnte. Das Auge schloss sich gelegentlich spontan. Nach ein paar Tagen waren diese ununterbrochenen Schmerzen wieder verschwunden. Die Schmerzen im Bein, die allen Behandlungen widerstanden, lösten sich zur gleichen Zeit auf.

In seinem täglichen Leben erlebten ihn seine Freunde und seine Familie entspannter. Ein Physiotherapeut, den er gelegentlich sah, hatte das Gefühl, dass er, nach all diesen Erfahrungen,  lockerer und entspannter war und in sich ruhte. Das Gefühl, zu Hause angekommen zu sein, hatte sich zu einem Gefühl des Einsseins mit der Welt verändert. Nun hat sich in der Meditation ein Juckreiz auf der Stirn und gelegentlich auch auf den Wangen entwickelt, was den weiteren Fortschritt des Physio-Kundalini-Kreislaufs anzeigt.  

--Last edited by yogi on 2008-01-08 16:39:46 --

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  Posted 15/01/2008 09:06:02 AM
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Kundalini: Klassisch und nach dem Physio-Kundalini-Modell

Das klassische Kundalini-Modell sah nach der Yoga-Tradition wie folgt aus:

1. Wurzelchakra
2. Sexualchakra
3. Nabelchakra
4. Herzchakra
5. Halschakra
6. Stirnchakra
7. Scheitelchakra

Die Kundaliklinik in San Franzisko aber hat das folgende Physio-Kundalini-Modell entwickelt, was der Realität offenbar besser zu entsprechen scheint. Dazu sagt die Kundaliniklinik folgendes:

"Die Haut oder das Körperinnere kann prickeln, vibrieren, jucken oder kitzeln. Die passende Beschreibung ist ein ekstatisches Kitzeln und das Gefühl des Orgasmus. Diese Empfindungen beginnen oft in den Füßen (meist im linken großen Zeh), den Beinen, oder im Becken und bewegen sich über den Rücken und Hals bis an die Spitze des Kopfes. Dann wandern sie die Stirn hinunter, über das Gesicht zum Hals (Kehlkopf) und schließlich zum Bauch. (Die Energie wandert von der Spitze des Kopfes zur Stirn, teilt sich über den Augen auf und fliesst auf beiden Seiten an Nase und Mund hinunter, um sich wieder im Kinn zu vereinigen.) Es ist interessant, dass in diesem Modell die Kehle und der Bauch als letzte Chakren dargestellt werden. Das Fortschreiten verläuft selten geordnet, aber wenn dies der Fall ist, betrachten wir es als einen typischen Kundalini-Zyklus."

Das Physio-Kundalini-Modell müsste demnach folgendermaßen aussehen:

1. Beginn der Kundaliniaufstiegs in den Füßen (Zehen), Beinen oder im Becken
2. Sexualchakra
3. Herzchakra
4. Scheitelchakra
5. Stirnchakra
6. Kehlkopfchakra
7. Nabelchakra

Ich bin mir aber noch nicht ganz sicher, ob das Herzchakra beim Physio-Kundalini-Modell beim Kundaliniaufstieg (wie dargestellt) oder beim Kundaliniabstieg (also erst nach dem Kehlkopfchakra) aktiviert wird.

Quelle: http://www.skaggs-island.org/humanistic/sannella/kundalini.html (Englisch)
Quelle: http://www.freewebtown.com/sunnydays/kundalini/ (Deutsch)  

--Last edited by yogi on 2008-01-15 09:34:39 --

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  Posted 18/01/2008 08:18:33 AM
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Das Nabelzentrum ist das Hauptenergiezentrum

Das klinische Kundalini-Modell (Physio-Kundalini-Modell):

1. Beginn der Kundaliniaufstiegs in den Füßen (Zehen), Beinen oder im Becken
2. Sexualchakra
3. Herzchakra
4. Scheitelchakra
5. Stirnchakra
6. Kehlkopfchakra
7. Nabelchakra

Durch das klinische Kundalini-Modell, das sogenannte Physio-Kundalini-Modell wird mir immer deutlicher, dass nicht das Scheitelchakra, sondern das Nabelzentrum (Nabelchakra) das wichtigste Chakra ist. Vor allem wenn man diese Energie aus dem Nabelzentrum erfährt, weiß man, dass es so ist. Darum erscheint mir das klinische Kundalini-Modell durchaus richtig zu sein. Das Nabelzentrum ist im japanischen Zen als Hara und im chinesischen Qi Gong als Dan Tien (Tan Tien) bekannt. Sie werden als Hauptenergiezentrum betrachtet.

Der Bauch ist das Zentrum der Kraft: das "Dan Tien" in China oder das „Hara“ in Japan. Doch außerhalb des asiatischen Raums wird kaum eine andere Körperregion so lieblos betrachtet wie der Bauch.

Quelle: BauchYoga

Hara im Zen: (Unterleib, Bauch, Eingeweide) Im Zen hat der Begriff meist eine geistig-seelische Bedeutung im Sinne von »die (geistige) Mitte des Menschen«. Ausgehend von der Erfahrung, dass Leib und Seele eins sind, sagt der jap. Zen-Meister Daiun Sogaku Harada: »Ihr müsst erkennen, dass der Mittelpunkt des Weltalls eure Bauchhöhle ist!« Dabei ist die Bauchhöhle eben »Hara«.

Quelle: Hara

Die westliche Medizin hat festgestellt, dass jedes Kleinkind in den Bauch atmet. Es ist unser Umfeld, unsere Umwelt, welche uns durch Streß, Geschwindigkeit und Hast zu Brustatmern macht. Dadurch wird aber das, nach asiatischer Sicht, Hauptenergiezentrum, das HARA (japanisch) nicht mehr mit der Lebensnotwendigen Energie versorgt. Das Hara liegt in etwas zwei Fingerbreit unter ihrem Nabel. Dort ist aber auch ihr Schwerpunkt des Skeletts, ihres Körpers. Wenn dieser Punkt nun durch Atmung nicht mehr gestärkt ist, wenn keine Kraft in ihrem Hara ist, beginnen Sie instabil zu werden. Alles das, "nur" wegen falscher Atmung.

Quelle: Die Atmung

Das untere Dan Tien ist das Hauptenergiezentrum, eine Handbreit unter dem Nabel etwas im Körperinneren, das Zentrum oder auch Hara genannt.

Quelle: Qi Gong

Ein wirklich wichtiger Aspekt ist die Atmung. Durch die aufrechte Atmung vermag der Atem frei zu fließen. Es wird in den Bauch, ins Hauptenergiezentrum, dem sogenannten Tan-Tien (japanisch: Hara) geatmet.

Quelle: Zazen  

--Last edited by yogi on 2008-01-18 15:01:53 --

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