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| Author : | Topic: Brahmacharya | Bottom |
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Beginnen möchte ich mit einem Brief aus dem Neuen Testament der Bibel, nämlich mit de Brief des Paulus an die Galater, den er etwa um 50 n.Chr. schrieb. Dies soll zeigen, dass das Zölibat nicht nur im Hinduismus/Buddhismus eine große Rolle spielt, sondern auch im Christentum. Gal. 5, 13-26 Ermahnung und Warnungen 13-15Denn ihr seid zur Freiheit berufen worden, Brüder; allein gebraucht nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch, sondern durch die Liebe dient einander. Denn das ganze Gesetz ist in einem Worte erfüllt, in dem: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst". Wenn ihr aber einander beißt und freßt, so seht zu, dass ihr nicht voneinander verzehrt werdet. 16-26Ich sage aber: Wandelt im Geiste, und ihr werdet die Lust des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, der Geist aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf dass ihr nicht das tut, was ihr wollt. Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter (gegen das) Gesetz. Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Sekten, Neid, Totschlag, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, von denen ich euch vorhersage, gleichwie ich auch vorhergesagt habe, dass, die solches tun, das Reich GOTTES nicht ererben werden. Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit; wider solche gibt es kein Gesetz. Die aber des CHRISTUS sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Lüsten. Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns auch durch den Geist wandeln. Laßt uns nicht eitler Ehre geizig sein, indem wir einander herausfordern, einander beneiden. Nun aber zur Frage, wer eigentlich enthaltsam lebt. Wer lebt enthaltsam?
Zusammenfassend lässt sich sagen, es gibt zwei Hauptgründe für das freiwillige Zölibat. Es gibt negative Gründe, einschließlich der sexuellen Enttäuschung, dem Mangel an Sexualtrieb, aber auch medizinische und emotionale Gründe. Für diejenigen mit speziellen medizinischen Problemen, gibt es eine eigene Website, der Medical Celibates Network (Medizinisches Zölibat Netzwerk). Es gibt auch positive Gründe, wie mehr Aufrichtigkeit, eine stärkere und weniger flüchtigere Beziehung, sowie spiritueller Fortschritt, der die Sublimation hormoneller Energien in höhere spirituelle Erfahrungen anstrebt. Allgemein wird oft geglaubt, dass die Menschen auf den Sex verzichten, weil sie sexuell unterdrückt sind oder ein tiefsitzendes Problem haben. Aber dies ist ein unglückliches Vorurteil. Meine eigene Erfahrung und mein Kontakt mit Dutzenden von anderen zölibatär lebenden Menschen haben mir gezeigt, dass zölibatär lebende Menschen weitaus glücklicher, ausgeglichener und zufriedener sind, als nach diesem Vorurteil zu erwarten wäre. Das folgende stammt aus dem Buch "The girls of Gen X" von der amerikanischen Schriftstellerin Barbara Dafoe Whitehead (1. Januar 1998):
Anmerkung: Das letztere mag ich nicht so recht glauben, nämlich dass die leidenschaftlichen Beziehungen zwischen jungen Männern und Frauen immer seltener werden. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass manche Paare sich nach einigen Jahren überlegen, enthaltsam zu leben. Wenn dies geschieht, um die sexuellen Energien für den spirituellen Fortschritt zu nutzen, dann habe ich dafür sehr großes Verständnis. Ende Anmerkung. Wenn du selber Erfahrungen mit der Enthaltsamkeit hast, dann kannst du sie gerne hier als Beitrag einfügen oder trage sie bei mir ins Gästebuch ein. Ich nehme sie gerne in meine Webseiten mit auf. Quelle: Frequently asked question about the celibacy Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch noch auf einige interessante kostenlose Onlinebücher und Artikel aufmerksam machen: Sexualität und Spiritualität Das göttliche Leben. Ein interview mit Swami Chidananda Was der Buddha lehrte. Ein Interview mit Bhante Henepola Gunaratana Onlinebuch: Sexualität und Yoga Die Autobiographie Swami Sivanandas Sex ohne uns --Last edited by yogi on 2007-12-10 15:58:49 -- | |||
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Vorurteile über enthaltsam lebende Menschen Im Kampf um die Akzeptanz in der modernen westlichen Gesellschaft, mussten Homosexuelle gegen die Meinung des Volkes ankämpfen, dass sie die sexuelle Einstellung der Menschen verändern wollten und dass sie Pädophile sind (Pädophilie bezeichnet die sexuelle Orientierung auf Kinder), die die kleinen Kinder "umpolen" wollen. Auch Transvestiten (Unter Transvestitismus wird das Tragen der Bekleidung des anderen Geschlechts als Ausdruck der eigenen Geschlechtsidentität verstanden.) hatten mit der falschen Annahme zu kämpfen, dass sie homosexuell sind. Menschen mit einer Neigung zum Sadomasochismus, wurden oft als potentielle Vergewaltiger betrachtet. Im Vergleich zu der Behandlung, mit der die oben genannten Minderheiten zu tun hatten, gibt es zwar keine Verfolgung von zölibatär lebenden Menschen, aber es gibt in der Bevölkerung immer noch Vorurteile, die vor allen Dingen darauf zurückzuführen sind, dass die Mehrheit der freiwillig enthaltsam lebenden Menschen sehr ruhig ist. Darum ist das einzige, was die Menschen über zölibatär lebende Menschen zu hören bekommen, oftmals das, was sich im Rahmen der Religion oder der sexuellen Unterdrückung bewegt. Wir, die zölibatär lebenden Menschen, wären sehr froh, wenn andere Menschen von den folgenden Vorurteilen frei wären.
Quelle: Frequently asked question about the celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-01 22:11:05 -- | |||
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Was sind die Vorteile des Zölibats?
Quelle: Frequently asked question about the celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-20 19:44:16 -- | |||
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Berühmte Menschen, die enthaltsam leben
Quelle: Frequently asked question about the celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-20 20:07:35 -- | |||
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Alternativen zum Sex Es gibt einen großen Nachteil für das Zölibat, der beachtet werden sollte: Menschen suchen nach Sex, um die Sinne zu befriedigen, um etwas Anderes, etwas Verbotenes zu tun. Sie berauschen sich am Adrenalinkick und am Gefühl frech oder unanständig zu sein. Um ein zölibatäres Leben zu führen, musst du einen zuverlässigen Weg finden, dieses Gefühl zu entwickeln. Tanzen, Yoga und gefährliche Sportarten sind körperlich und beglückend. Eine weniger offensichtliche Möglichkeit besteht darin, sich einmal im Monat den Bauch mit Cocktails und Vanilleeis mit Karamellsauce vollzuschlagen. Schlemme aber nicht zu üppig und mach hinterher ein wenig Bungee-Jumping um die Kalorien wieder loszuwerden. Alles, was dich aus der Routine herausholt und dir das Gefühl gibt, lebendig zu sein, ist eine gute Idee. Ein anderes Beispiel ist ein langes Bad. Setze dich in ein warmes und wohlduftendes Kräuterbad (Eukalyptus, Lavendel, Rosmarin, Rosen, Jasmin Salbei, u.a.) und und entspanne dich bei deiner Lieblingsmusik. Hin und wieder eine würzige Bloody Mary (Longdrink: Wodka mit Tomatensaft) zu trinken, ist eine andere Art, der Routine zu entfliehen. Die moderne Kultur erwartet von uns, dass wir alles, was wir in der Öffentlichkeit tun, mit einer tristen Routine tun. Auch darum benutzen die Menschen den Sex, um aus dieser Routine auszubrechen. Wir sollten erkennen, dass es nicht der Wahrheit entspricht, dass nur der Sex dieses Hochgefühl, diese Lebendigkeit, erzeugen kann. Eine andere Möglichkeit, das Leben interessant zu machen, ist, Kontakt mit anderen Menschen zu haben. Normalerweise sollte man die Intimsphäre anderer Menschen beachten. Solch eine emotionale Distanz bringt aber auch Nachteile mit sich und einige zölibatär lebende Menschen meines Bekanntenkreises, empfinden das als Nachteil in ihrer Situation. Es gibt die soziale Erwartung, dass du, wenn du jemanden etwas länger liebevoll berührst, mit ihm Sex haben möchtest. Umgekehrt besteht die Vorstellung, dass du dann, wenn du ihn nicht berühst, nicht mit ihm intim sein möchtest. Wie kann man eine freundschaftliche Beziehung herstellen? Dies ist eine schwierige Frage und ich möchte nicht behaupten, dass ich Experte auf diesem Gebiet bin, aber der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass man dabei bedenken sollte, dass der Mensch einer liebevollen Umarmung eigentlich nicht abgeneigt ist. Ich bin ein wenig skeptisch, wenn jemand sagt, er mag es nicht. Von vielen Menschen habe ich gehört, dass sie gerne enthaltsam leben, aber manch einer von ihnen sehnt sich doch nach emotionaler Zuwendung. Du tust also keine unerhörte Sache, sondern vielleicht sogar etwas Gutes, wenn du jemanden, der dich lange genug kennt, um zu wissen, wie die freudschaftliche Geste gemeint ist, liebevoll umarmst. Quelle: Frequently asked question about the celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-02 10:41:26 -- | |||
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Wir sollten dem Text des italienischen Philosophen Julius Evola natürlich auch hier im Forum unsere Aufmerksamkeit schenken: Die Umwandlungen und das Gebot der Keuschheit Wir werden jetzt einige kurze Betrachtungen der von uns zu Beginn des vorigen Kapitels angegebenen vierten Lösung des Problems der Sexualität widmen, also der asketischen Umwandlung der Kraft des Sexus, die darauf abzielt, übernatürliche Prozesse herbeizuführen. In der überwältigenden Mehrzahl der Traditionen sowohl asketischer als initiatorischer Richtung begegnen wir dem Gebot der Keuschheit, der geschlechtlichen Enthaltsamkeit. Im allgemeinen wird dieses Gebot nicht richtig verstanden, weil man einen moralisierenden Sinn damit in Verbindung bringt. Man glaubt, damit solle die Kraft des Sexus ausgeschlossen oder vernichtet werden (man solle sich zu »Eunuchen um des Himmelreiches willen« machen, wie Matthäus sagt), was falsch ist. Die Kraft des Sexus liegt in der tiefsten Wurzel des lebenden Individuums - und wer glaubt, daß man sie wirklich unterdrücken könne, täuscht sich. Bestenfalls kann man sie in ihren unmittelbareren Ausdrucksformen verdrängen; dann aber fördert man nur jene Phänomene neurotischer und schizophrener Natur, welche die moderne Psychoanalyse nur allzu sehr herausgestellt hat. Die Alternative, vor der wir gegenüber der Kraft des Sexus stehen, ist vielmehr folgende: wir müssen sie bejahen oder sie umwandeln. Wenn man aber nicht imstande ist, die Verwandlung zu vollziehen, dann ist vom geistigen Standpunkt aus die Verdrängung zu verwerfen; diese kann zu lähmenden inneren Gegensätzen, zu Energievergeudung, zu gefährlichen Transpositionen führen. Dafür bietet uns namentlich die christliche Mystik auf emotionaler Grundlage genügend Beispiele. Die zweite Möglichkeit, die Umwandlung, ist es, auf die tatsächlich das asketische oder initiatorische Gebot der Keuschheit und der Enthaltsamkeit sich bezieht. Hier handelt es sich nicht darum, die Energie des Sexus auszuschließen, sondern darum, auf ihren Gebrauch und ihre Vergeudung in den gewöhnlichen fleischlichen und prokreativen Beziehungen mit Individuen des anderen Geschlechtes zu verzichten. Ihr Potential soll erhalten bleiben; es wird nur von der dualen Ebene abgehoben und auf eine andere transponiert. Wir haben zwar im Vorhergehenden zu wiederholten Malen beleuchtet, was auch auf der dualen Ebene der Eros in den Beziehungen zwischen Mann und Frau jenseits der bloßen brünstigen Sinnlichkeit zu leisten vermag (und wir werden gleich weitere und genauere Lehren über diesen Punkt besprechen); aber das »Mysterium der Umwandlung« betrifft nunmehr eine ganz andere Reihe von Möglichkeiten, Techniken und inneren Vorgängen. Deshalb müssen wir uns hier eine klare Vorstellung von dem bilden, worum es sich handelt, insbesondere, weil die heute weit verbreiteten Ansichten der Psychoanalyse zu Mißverständnissen führen können. Zunächst: Wenn in den esoterischen Lehren vom Sexus die Rede ist, so meint man damit die Erscheinungsform einer viel tieferen und elementareren Kraft als das, was in der Freudschen Schule die Libido oder das Lustprinzip genannt wird; es handelt sich in diesen Lehren um eine Kraft, die eine potentielle metaphysische Wertigkeit besitzt, wie wir es bei der Betrachtung des Mythos vom Androgynen hinreichend klargestellt haben. Ein zweiter Punkt ist nicht weniger wichtig: Die Umwandlung, um die es sich in der hohen Askese handelt, darf nicht mit den Dislozierungen und Sublimierungen, mit denen sich die Psychoanalyse beschäftigt, und mit den Techniken verwechselt werden, mittels derer diese versucht, die individuellen Probleme des Sexus zu lösen. Bei ihnen kann man nicht von einer wahren, bis zur Wurzel vorstoßenden Umwandlung sprechen; es handelt sich vielmehr um eine periphere Phänomenologie am Rande des alltäglichen und profanen Lebens, die im wesentlichen mit pathologischen Situationen zu tun hat, die für uns uninteressant sind. Wenn bewußte Techniken des Yogas angewandt werden, damit die Umwandlung zustande kommt, so muß im Geiste desjenigen, der sie anwendet, ein authentisch transzendenter Bezugspunkt vorhanden sein, der die Totalität seines Seins absorbieren kann - und das ist gerade bei der hohen Askese der Fall, aber nicht bei den Patienten der Psychoanalytiker. Dies ist eine ganz selbstverständliche Voraussetzung. Wenn man einmal den tieferen, metaphysischen Sinn jedes Eros erkannt hat, so wird man auch ohne weiteres verstehen, daß nur in dem eben benannten Fall die Ablenkung oder die Loslösung der Sexualität von ihrem unmittelbarsten Objekt keinerlei Rückstände übrig läßt, weil sie ja gerade auf Grund dieses tieferen Sinngehaltes zustande gekommen ist. Die Umwandlung der Kraft, die sich gewöhnlich im Sexus offenbart, wird sogar von selbst zustande kommen, ohne daß spezifische und gewaltsame Eingriffe erfolgen, wenn sich der ganze Geist tatsächlich auf etwas Höheres zentriert hat. Dies ist schon bei den Heiligen, bei den Mystikern und bei den Asketen hohen Ranges der Fall, die nach einer anfänglichen Zeit der Selbstbeherrschung überhaupt nicht mehr mit dem »Fleisch« und den »Versuchungen des Fleisches« zu kämpfen haben; diese Dinge haben für sie einfach kein Interesse mehr; das Bedürfnis nach der Frau wird nicht mehr empfunden, weil sich in ihnen die Integration des Seins auf einem anderen, direkteren, weniger gefahrvollen Wege vollzogen hat. Und das sicherste Zeichen für diese Vollkommenheit ist nicht die puritanische Abneigung gegen den Sexus, sondern die Gleichgültigkeit und die Ruhe ihm gegenüber. So finden wir also auf diesem Niveau nichts, womit sich die Psychoanalyse beschäftigen könnte; das Ziel besteht nicht darin, einen Sexualneurotiker zu heilen, der mit seinen Komplexen zu kämpfen hat - gleichgültig, ob es sich dabei um einen eigentlichen Kranken oder um die mildere und verbreitetere Form des gewöhnlichen Menschen handelt, der auf Grund seines sozialen Milieus und der besonderen Umstände seines Lebens gehemmt oder enttäuscht ist. Das Ziel ist vielmehr die eigentliche Transzendierung der menschlichen Bedingtheit, und zwar in Form einer tatsächlichen Regenerierung, einer Umwandlung des ontologischen Status. Die umgewandelte Kraft des Sexus muß zu diesem Ziel führen. Nur in diesem Zusammenhang, in technischen und nicht »moralischen« Termini findet das asketische Gebot der Keuschheit - sei es nun yogischer oder initiatorischer Natur - seine Rechtfertigung. Die Mysteriosophie hat von einer einzigen Strömung mit doppeltem Fluß gesprochen, deren Symbol der große Jordan oder der Ozean ist; wenn diese Strömung abwärts fließt, bringt sie die Menschen hervor, wenn sie aber aufwärts fließt, bringt sie die Götter hervor.1 Diese Lehre weist damit klar auf die zweifache Möglichkeit hin, die in der Kraft des Sexus je nach ihrer Polarisierung liegt. Diese ist der Ausgangspunkt für den Prozeß oder das Mysterium der Umwandlung, auf welche eine Gestalt der Tarockkarten, die 14., anspielt, die den Namen »Mäßigkeit« trägt. Auf dieser Karte ist eine geflügelte Frau dargestellt, die eine Flüssigkeit von einem silbernen in ein goldenes Gefäß umgießt, ohne daß sie davon einen Tropfen verschüttet, während neben ihr aus dem Boden Blumen aufsprießen, um das innere Wachstum nach oben zu symbolisieren.2 Was übrigens den Ausdruck »Fluß nach oben«, urdhvaretas, angeht, so kommt er ebenfalls in der technischen Terminologie des Yoga vor. Darauf werden wir bald zurückkommen. Hier müssen wir noch das höchste Ziel, das wir eben benannt haben, von anderen, näherliegenden unterscheiden, die manchmal mit dem ersten sogar in einigen Darlegungen der indischen Lehre verwechselt werden, wenn von dem Gelübde des brahma-cârya die Rede ist, nämlich da, wo es gerade als das Gelübde der sexuellen Enthaltsamkeit aufgefaßt wird. Das der Mißbrauch der Sexualität eine nervöse Erschöpfung hervorrufen und sich ungünstig auf die geistigen Fähigkeiten, auf die Intelligenz und den Charakter auswirken kann, ist eine recht banale und bekannte Tatsache, für die sich nur die persönliche psychische Hygiene des Alltagsmenschen im gewöhnlichen Leben interessieren kann. Aber das, was in diesem Leben gelegentlich das sexuelle Erlebnis für sie zu bedeuten vermag, kann viele dazu verleiten, daß sie derartige Folgen gering einschätzen; das sahen wir bereits, als wir auf die transzendenten Wertigkeiten des Eros auch im profanen Bereich hinwiesen (Ziff. 18). Abgesehen von Mißbräuchen, ist die eventuelle depressive Wirkung des Geschlechtserlebnisses in hohem Maße - wie wir gleichermaßen gesehen haben (Ziff. 26) - von der Art und Weise der Vereinigung abhängig. Schließlich ist das spezifischere Problem, ob man Lebens- und Nervenenergie verschwenden oder durch Einschränkung des eigenen Sexuallebens sparen soll, geistig von recht geringem Interesse, wenn man für solche Energie nicht einen wirklich höheren Verwendungszweck hat. Mit der Theorie des ojas und der ojas sakti nähern wir uns einer Ebene, die mehr mit unserem eigentlichen Thema zu tun hat. Obwohl auch ein moderner Autor wie Sivananda Sarasvati in seine Betrachtungen häufig hygienische und moralisierende Überlegungen einfließen läßt, so kann man doch schon sehen, worum es sich im wesentlichen handelt: »Der Same ist eine dynamische Energie, die in geistige Energie (ojas) umgewandelt werden muß«, und er fügt hinzu: »Wer mit echtem Eifer nach göttlicher Vollkommenheit strebt, muß in strenger Keuschheit leben«.3 Hier müssen wir jedoch eine Unterscheidung vornehmen. Auf der einen Seite betrifft das, was Sivananda sagt, eine Kraft, die aus jeder Selbstbeherrschung, aus jeder aktiven Selbstzucht, hervorgeht. Hier wirkt dasselbe Gesetz, von dem wir schon gesprochen haben, als wir z. B. von der subtileren und wirksameren Verführungskraft sprachen, die von dem »keuschen« Frauentyp ausgeht. So handelt es sich hier also nicht allein um die Sexualität. Außerdem gibt auch Sivananda selbst zu, daß »auch Zorn und Muskelkraft sich in ojas umwandeln können«.4 Eine alte esoterische Lehre erklärt, daß die Beherrschung jedes Impulses - auch eines bloß physischen -, der eine gewisse Intensität erreicht, eine höhere und subtile Energie freimacht; das muß also auch der Fall sein bei einer Kraft, wie es der sexuelle Impuls und die sexuelle Begierde sind. Als Wirkung der auf einem solchen Weg erreichten Steigerung des ojas wird unter anderem die Bildung einer besonderen »magnetischen Aura« in einer »Persönlichkeit« betrachtet, die »eine Art heiliger Scheu einflößt«, und zwar zusammen mit der Fähigkeit, die anderen durch Wort und Blick zu beeinflussen usw.I Die gleiche Energie, das ojas oder die ojas sakti, kann aber auch für die Kontemplation und für die geistige Selbstverwirklichung nutzbar gemacht werden.5 Bei dieser Gelegenheit können wir hinzufügen, daß auch die rituelle Keuschheit, der sich in verschiedenen Traditionen, oft auch bei wilden Völkerschaften, die Krieger unterzogen, im wesentlichen auf die gleiche Auffassung zurückgeht. Es handelt sich nicht so sehr darum, körperliche Energien zu sparen, als vielmehr darum, eine in gewissem Maße übernatürliche, magische Kraft im Sinne des ojas zu sammeln, um sie den natürlichen Kräften des Kämpfers zuzugesellen. Dieser Zusammenhang ergibt sich deutlich aus einer bekannten Episode des Mahâbhârata. Wir müssen nun von dem allgemeinen Begriff des ojas, der subtilen Kraft, die also auch durch die Beherrschung elementarer, nicht-sexueller Impulse erzeugt werden kann, den Begriff der vîrya unterscheiden, der gerade das geistige Mannsein zum Ausdruck bringt, von dem gesagt wird, daß sein Verlust oder seine Vergeudung zum Tode, seine Erhaltung und Bewahrung zum Leben führe. Wie wir schon gesagt haben, wird die vîrya in Beziehung zum Samen gesetzt, und zwar so sehr, daß in der technischen und mystischen Terminologie der indischen Texte das Wort oft unterschiedslos für beides gesetzt wird.II In diesem Zusammenhang begegnet man dem Gedanken, den wir bereits erwähnten, als wir von dem »saugenden Tode« sprachen, »der von der Frau ausgeht«; damit ist die Tatsache gemeint, daß vom metaphysischen und asketischen Standpunkt aus gesehen, in den tierhaften und brünstigen Vereinigungen mit der Frau nicht nur die bloße Lebens- oder Nervenenergie, sondern vielmehr das Seinsprinzip des Mannes, sein transzendentes Mann-Sein verschwendet wird. In Verbindung damit haben wir seinerzeit den Asketen eine höhere Form des Mann-Seins zuerkannt. Mit diesem Hintergrund stimmt auch die spezifische Lehre von der Umwandlung und dem Nach-oben-Fließen jener Kraft überein, die im naturnahen Gebrauch des Sexus abwärts fließt; auf dem Gebiet, das wir hier betrachten müssen, geschieht dies durch die Übung der Keuschheit, wodurch die Polarität dieser Kraft geändert wird. In diesem Rahmen wird auch klar, daß das Gebot der Keuschheit nicht nur auf dem Gebiet der Askese, sondern auch auf dem Gebiet der operativen Magie existiert; und Eliphas Lévi sagt mit Recht, daß für den »Magier« nichts unheilvoller sei, als die Begierde nach der Wollust. Hier erscheint die rein technische, außermoralische Zielsetzung des Gebots der Enthaltsamkeit sehr klar: die Kraft, die durch aktive Selbstzucht und durch Umwandlung der Kraft des Sexus im Sinne eines transzendenten Mann-Seins erlangt wurde, kann auch für »böse« Zwecke verwendet werden. Das Gebot der Keuschheit kann in der »Weißen Magie« wie in der »Schwarzen Magie« identisch und gleichermaßen streng sein - um diese recht ungefähren und populären Ausdrücke zu verwenden." ________________________________________ 1 Bei Hippolytus, Philosophumena, V, 1, II. 2 O. Wirth, Le Tarot des Imaginiers du Moyen-Age, Paris 1927, S. 169; vgl. auch die deutsche Erstausgabe: O. Wirth, Die Magie des Tarot, Fischer Media, Bern 1998. 3 La pratique de la méditation, Paris 1950, S. 276f., 100, 278. 4 Ibid., S. 278. 5 Ibid. advisiones Kastoli: I vid. I Petrus 3, 2. II vîrya = lat. virtus & vis virginis --Last edited by yogi on 2007-12-03 12:01:42 -- | |||
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Sicherlich sind viele Arbeitsplätze ziemlich monoton. Aber ich glaube nicht einmal, dass das der Hauptgrund für die innere Leere, die Unzufriedenheit, ist, die die Menschen empfinden. Selbst viele Menschen, die sehr interessante Arbeitsplätze haben, fühlen sich nicht unbedingt glücklich. Ich glaube, dass der Hauptgrund für ihre Unzufriedenheit, die Vergeudung der sexuellen Energie ist. Wird die sexuelle Energie permanent verausgabt, dann fehlt genau die Energie, die den Menschen den spirituellen Kick geben könnte, der die Kundalini in ihnen erwecken und sie in einen rauschhaften Zustand versetzen könnte. Und dann wird selbst die monotonste Arbeit mit sehr viel Freude ausgeführt. Weil den Menschen aber durch ihre permanente Sexualität, genau die Energie verloren gegangen ist, die ihnen diese Seligkeit schenken könnte, suchen sie sie immer und immer wieder in der Sexualität. Dort finden sie genau den Kick, der ihnen eigentlich auch die Enthaltsamkeit schenken könnte. Der Kick, den die Sexualität ihnen schenkt, dauert aber nur kurze Zeit, die Seligkeit, die der Selbstverwirklichte inne hat, ist aber von Dauer und entspricht seinem natürlichen Wesen. Er hat im Grunde genommen nichts anderes getan, als einen Heilungsprozess durchlaufen, der ihm die Natürlichkeit zurückbrachte, die er in die Wiege gelegt bekommen hat und die er im Laufe seiner Sozialisation verloren hat. Mit der religiös-beschauliche Lebensweise im abgeschlossenen Kreis spiritueller Menschen habe ich so meine Probleme. Mir sind in den letzten Jahren zu viele Menschen über den Weg gelaufen, die von sich behaupteten, religiös im Sinne des Christentums zu sein. Sie zeigten sich aber sehr oft von einer sehr unangenehmen Seite, so dass wohl bei mir eine Menge Vertrauen besonders in diese sogenannten Christen verloren gegangen ist. Ich habe das Gefühl, diese Menschen nutzen die Religion nur, weil sie nicht den Mut haben, sich ihren Ängsten und Problemen zu stellen. Stattdessen flüchten sie sich in die Religion, um von Gott zu erhoffen, er möge ihnen die Last ihres Lebens von den Schultern nehmen. Aber ich glaube, dadurch ist noch niemand genesen. Im kleinen Kreis, mit den richtigen Leuten allerdings könnte auch eine spirituelle Gruppe eventuell erfolgreich sein. Aber selbst dort sind oft sehr viel Widersprüche zu finden. Dies zumindest ist meine Erfahrung aus einem kurzen Aufenthalt im Sivananda Yogacenter. --Last edited by yogi on 2007-12-03 00:46:22 -- | ||||
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Weibliche Ejakulation In dem Text Die Athleten der Enthaltsamkeit von Michel Foucault bin ich gerade auf einen Satz Hippokratis gestoßen, der in seinem Traktat "De generatione" behauptet: "Auch die Frau ejakuliert aus ihrem ganzen Körper." Dieser Sache wollte ich einmal auf den Grund gehen und schaute bei wikipedia.de unter Weibliche Ejakulation nach. Dort fand ich folgendes: Einige Sexualwissenschaftler vertreten die Meinung, dass die weibliche Ejakulation ein Zeichen höchster Erregung sei: Dazu befragte Frauen sollen dieses „Zerfließen“ und ihren damit verbundenen Orgasmus als ganz besonders intensiv und lustvoll beschrieben haben. Wissenschaftliche Studien berichten von einer größeren Zahl von Frauen, die während des Sexualverkehrs plötzlich einen vermeintlichen Harndrang verspüren und diesen dann „verklemmen“. In der Realität war es aber kein Harndrang, sondern die Ankündigung der weiblichen Ejakulation. Die Frage ist nun offen, ob die Frauen einen stärkeren Orgasmus erleben würden, wenn sie dieser Ankündigung nachgäben. Grund für dieses "Verklemmen" (siehe retrograde Ejakulation ) ist die Angst vor einem plötzlichen Wasserlassen während des Verkehrs. Als retrograde Ejakulation wird eine Ejakulationsstörung bezeichnet, bei der die Samenflüssigkeit rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird. Ich bin ein wenig überrascht, die retrograde Ejakulation auch im Zusammenhang mit Frauen zu hören. Dies hätte ich nicht erwartet. Bei Männern ist mir die Injakulation im Zusammenhang mit taoistischen Sexualpraktiken bekannt. Dabei wird der männliche Samen nicht durch den Penis ausgeschieden, sondern von der Harnblase aufgenommen. Von Injakulation spricht man, wenn beim männlichen Orgasmus durch einen (Finger-)Druck („Sächsischer Griff“) auf einen Genital-Punkt (Millionen-Dollar-Punkt, Saxonus, auch Jen-Mo-Punkt) zwischen Hodensack und After die Ejakulation (durch den Penis) verhindert wird. Das Ejakulationsvolumen (bei einer retrograden Ejakulation) liegt unter 1 ml. Bestätigt wird eine retrograde Ejakulation, indem der Urin in der Regel nach Masturbation mikroskopisch auf Spermien untersucht wird. Es stellt sich für mich nun die Frage, ob Frauen ebenfalls beim Orgasmus eine Ejakulation haben, die sie aber, weil sie das Gefühl haben, dass sie urinieren müssen, unterdrücken können. Und deshalb findet eine retrograde Ejakulation statt. Wird das weibliche Ejakulat bei einer retrograden Ejakulation dann von der Blase aufgenommen? Findet also bei der Frau, ebenso wie beim Mann, eine Ejakulation statt? --Last edited by yogi on 2007-12-05 00:48:31 -- | |||
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Ich möchte den Text von Frank L. Preuss hier einmal zur Diskussion stellen. Ich habe dabei den Teil ausgewählt, der sich mit der Keuschheit beschäftigt. Was sagt das Neue Testament zur Keuschheit? Matthäus 19,12: Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es! Und Jesus drückt das Gleiche aus. Im folgenden Vers, Matthäus 19,12, sagt er, "Wer es fassen kann, der fasse es!" Es ist also unsere eigene Entscheidung, ob wir diese Lehre akzeptieren können. Und wenn wir es können, dann sollten wir es tun. Und in diesem Vers kommt Jesus zurück auf das wirkliche Ziel, daß wir im Leben haben sollten: das Himmelreich. Wenn wir uns entschieden haben, daß das geistige Reich unser wirkliches Ziel im Leben ist, dann wird es relativ leicht sein, Jesus Lehre zu akzeptieren. Jemand mag auf einer gewissen Stufe stehen und recht wenig Erkenntnis haben und nicht die richtigen Prioritäten setzen. Der Unterschied zwischen Nebensachen und Hauptsachen ist ihm nicht klar. Er hat noch nicht die geistige Kraft, um sein eigenes Glück hintenan zustellen und zum Wohl anderer zu leben. Ihm fehlt diese Fähigkeit und er beschränkt damit seine eigene Freiheit, um weltlichen Erfolg und um weltliches Glück anzustreben. Wenn er aber sein wahres Ich erkennt und auch den eigentlichen Zweck seines Lebens, dann werden weltliche Dinge nebensächlich für ihn und er hat gar nicht mehr die Energie und die Zeit, sie zu verfolgen. Er hat jetzt ein wesentlich besseres Ziel und dieses verfolgt er nun und dieses Ziel ist es, wohin sein Geist ihn zieht: geistiges Wachsen. Sein Ziel ist das geistige Reich und auf dies arbeitet er hin und es ist seine Erfüllung. Die Bibel sagt uns also: Es ist gut für einen Mann nicht zu heiraten; es ist besser nicht zu heiraten; es ist gut unverheiratet zu bleiben. Jesus gibt einen Grund, warum Leute auf Heirat verzichten: um des Himmelreiches willen. In 1 Korinther 7,33-35 ist dies in folgenden Worten ausgedrückt: "wer aber freit, der sorgt, was der Welt angehört," wir aber sollten uns "sorgen, was dem Herrn angehört," auf daß wir "heilig seien am Leib und auch am Geist" und "daß es fein zugehe und wir stets ungehindert dem Herrn dienen können." Eine verheiratete Person kann es nicht vermeiden, sich um die Angelegenheiten der Welt zu bemühen und ein weltliches Leben zu führen. Sie wird nicht ungehindert dem Herrn dienen können; sie wird nicht in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn zu dienen in der Lage sein. Eine verheiratete Person wird es immer schwer haben, sich rein zu halten - rein von der Welt. Um ein weltliches Leben zu vermeiden, kann ein Mann, der eine Frau hat, folgendes tun: er kann so leben, als ob er keine hätte. Dieses ist eigentlich ein Gebot. In 1 Korinther 7,29 heißt es, "Die da Weiber haben, daß sie seien, als hätten sie keine." Wenn wir verheiratet sind, können wir es nicht vermeiden, in den Anliegen der Welt verwickelt zu sein; es wird immer schwierig sein, sich rein von weltlichen Dingen zu halten. Und dies ist der Grund, warum Jesus uns sagt, andere haben auf Heirat verzichtet, wegen des Himmelreiches. Die Führung die uns die Bibel also gibt, ist unverheiratet zu bleiben und so zu leben, als ob wir keine Frau hätten. Wenn wir wirklich des Lammes Namen und den Namen seines Vaters geschrieben an unserer Stirn haben wollen (Offenbarung 14,1), dann müssen wir uns auf das Reich Gottes konzentrieren. Wenn wir wirklich unseren Sinn und Verstand und unser Denken - das sich in unserer Stirn befindet - auf geistige Dinge ausrichten wollen, dann müssen wir Abstand nehmen von weltlichen Beschäftigungen und Interessen. Unser Denken muß in eine Richtung gehen und sollte nicht gespalten sein. Wenn wir zu den 144.000 gehören wollen, dann müssen wir wie sie leben: "Diese sind's, die mit Weibern nicht befleckt sind - denn sie sind Jungfrauen - und folgen dem Lamme nach, wo es hin geht. Diese sind erkauft aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm" (Offenbarung 14,4). Das Lamm und die seinen - Die Offenbarung des Johannes: 14,1-5: 1Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm Hundertvierundvierzigtausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters geschrieben auf ihrer Stirn. 2Und ich hörte eine Stimme vom Himmel wie die Stimme eines großen Wassers und wie die Stimme eines großen Donners, und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen. 3Und sie sangen ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier Gestalten und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen außer den Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde. 4Diese sind's, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich; die folgen dem Lamm nach, wohin es geht. Diese sind erkauft aus den Menschen als Erstlinge für Gott und das Lamm, 5und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig. Wir sollten uns nicht mit weltlichen Dingen verunreinigen. Wir sollten uns rein halten. Wir folgen dem Lamm, wo es hingeht. Wir streben nach dem geistigen Reich. Unser Sinn ist auf dieses Ziel ausgerichtet - nach droben. "Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes. Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist" (Kolosser 3,1-2). Wenn wir wirklich in einer geistigen Welt leben, wenn wir wirklich nur in dieser Welt sind aber nicht von dieser Welt sind, dann werden wir so leben, daß die Einzelheiten mit dem was droben ist übereinstimmen, dann wird unser Denken auf das Obige ausgerichtet sein und nicht auf das Weltliche. Wir werden hier bereits so leben wie wir leben werden nach der Auferstehung. "In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel Gottes im Himmel" (Matthäus 22,30). In Lukas 20,34-36 werden uns Jesus Worte folgendermaßen wiedergegeben: "Die Kinder dieser Welt freien und lassen sich freien; welche aber würdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien lassen. Denn sie können hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung." Es ist also sehr eine Frage, ob wir noch Kinder dieser Welt sein wollen. Wir wollen nicht von dieser Welt sein. Wir leben ein Leben, das sich an den Dingen die droben sind, ausrichtet. Wir leben in dieser Welt, aber wir sind nicht von dieser Welt. Wir leben nicht wie es die Welt tut. Wenn wir das Leben dieser Welt lieben, dann werden wir nicht Jesus folgen wollen. Und dann werden wir nicht bereit sein, wenn des Menschensohn kommt. Jesus beschreibt diese Situation mit diesen Worten: "Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut, sie aßen, sie tranken, sie freiten und ließen sich freien, bis an den Tag, da Noah zu der Arche einging" (Matthäus 24,38), "Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in den Tagen des Menschensohnes: sie aßen, sie tranken, sie freiten, sie ließen freien bis auf den Tag, da Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und brachte sie alle um" (Lukas 17,26-27). Hier beschreibt Jesus ein typisches weltliches Leben, ein Leben von Leuten deren Sinn und Streben auf die Dinge hier drunten ausgerichtet sind. Ihre Herzen sind bei den Dingen dieser Erde - bei weltlichen Dingen. Und freien und sich freien lassen ist so sehr Teil dieser Art des Lebens. Und Leute, die dieses Leben führen, werden das wirkliche Leben versäumen. Im entscheidenden Augenblick wird das Verderben sie überfallen. Sie werden das große Abendmahl verpassen. Wenn die Einladung kommt, werden sie zu sehr mit ihren weltlichen Dingen beschäftigt sein und sie werden Ausreden haben und sagen, "Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen" (Lukas 14,20). Das beschäftigt sein mit dem Denken über Liebesabenteuer, mit der leiblichen Anziehungskraft anderer Menschen, mit dem Wunsch nach Freundschaft zum anderen Geschlecht, mit Freien und mit dem Lesen und Sehen von Liebesgeschichten, wird uns davon abhalten, die Dinge die droben sind zu suchen. Diese Tätigkeiten werden uns daran hindern, Jesus zu folgen. Wenn wir diese Aktivitäten nicht aufgeben, können wir nicht Jesus Nachfolger sein. "So jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein." (Lukas 14:26). Der bemerkenswerte Gesichtspunkt dieser Aussage von Jesus ist, daß er uns nicht eine Liste von Prioritäten gibt, in der er uns sagt, daß wir zuerst seine Jünger sein müssen, daß wir danach als zweites Kirchenmitglieder sein müssen, daß wir dann drittens verantwortungsbewußte Familienmitglieder sein müssen, und daß wir dann viertens noch etwas anderes tun müssen und sein müssen und so fort. Nein, er sagt, wir müssen seine Jünger sein und alles andere spielt keine Rolle mehr - sogar unser eigenes Leben müssen wir als unwichtig ansehen. Alles andere zählt nicht mehr. Wenn wir seine Jünger geworden sind, dann hat alles andere seinen Einfluß verloren. Nur was für die Nachfolge wichtig ist zählt. Wir haben alles aufzugeben was wir haben, wenn wir seine Jünger werden. Da ist nichts ausgeschlossen. "Also muß auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er hat, kann nicht mein Jünger sein" (Lukas 14,33). Quelle: Welche Familie? --Last edited by yogi on 2007-12-05 09:27:13 -- | |||
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Eine persönliche Wertung des Textes Es ist natürlich klar, dass die Bibel ihre Ansicht als die einzige Wahrheit gelten lassen möchte. Macht das nicht jede Religion? Wenn aber jede Religion meint, im Besitz der Wahrheit zu sein, dann kann irgendetwas nicht stimmen. Steht hinter den dogmatischen Ansichten aller Religionen, die meinen, allein im Besitz der Wahrheit zu sein, nicht auch eine gewisse Starrheit, Intoleranz, Bequemlichkeit und Machtstreben? Sollte man nicht jede Religion aus ihrem historischen Hintergrund heraus beurteilen? Da gab es wesentliche religiöse, gesellschaftliche, psychologische und philosophische Einflüsse ihrer Zeit, die die Meinung der Menschen beeinflusste. Will man zum Kern der Aussagen der Religionen vordringen, dann muss man sie auf die Inhalte reduzieren, die der menschliche Verstand erfassen und beurteilen kann. Glaubensbekenntnisse hingegen helfen uns nicht weiter, weil sie beliebig formuliert und interpretiert werden können. So wird niemand die Frage beantworten können, ob es einen Gott gibt oder nicht, ob die Welt nach einem göttlichen Plan erschaffen ist oder ob sich dahinter der reine Zufall verbirgt. Schaut man sich das Universum in seinen Details und in seiner Unendlichkeit an, dann hat man das Gefühl, dass sich dahinter ein genialer Geist verbirgt, der dem Ganzen einen Sinn verleiht. Aber auch dieser Eindruck sollte uns nicht verleiten, hinter allem einen Gott zu vermuten, denn es ist und bleibt eine Vermutung. Wir sollten erkennen, dass wir als Menschen, aufgrund unseres beschränkten Intellekts, nicht in der Lage sind, zu erkennen, ob sich hinter der Genialität, mit der das Universum erschaffen ist, eine göttliche Weisheit verbirgt. Wenn Menschen aber davon überzeugt sind, dass es einen Gott gibt, so geschieht dies meiner Meinung nach, aus persönlichen (psychologischen) Gründen. Wir sollten auch daran denken, dass es Religionen wie den Buddhismus gibt, die recht gut ohnen einen Gott auskommen. Meiner Meinung nach ist die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, im Leben der Menschen ohnehin sekundär. Entscheidend im Leben des Menschen ist nicht die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, sondern wie er sein Leben gestaltet. Und ich denke, dieses sollte die Frage sein, die im Mittelpunkt des Menschen steht. Viele religiöse Menschen richten ihr Leben auf Gott aus, weil sie hoffen, Gott würde ihnen die Last des Alltags von den Schultern nehmen. Dabei leben sie ihr Leben aber genau so egoistisch, gedanken- und verantwortungslos weiter, wie sie es immer getan haben. Meine Erfahrung ist, dass diese Tendenz besonders oft bei Menschen anzutreffen ist, die sehr religiös sind. Sie beziehen sich immer wieder auf ihre Religion, lassen aber gegenüber ihren Mitmenschen oftmals jede Sensibilität, Freundlichkeit, Rücksicht und jedes Verständnis vermissen. Dies ist meist eine Reaktion, die man erlebt, wenn man ihre Ansichten in Frage stellt. Darum habe ich das Gefühl, dass die Hinwendung zur Religion die Entwicklung des eigenen Bewusstseins eher behindert, als sie zu fördern. Eine Bewusstseinsentwicklung kann nur stattfinden, wenn man sich mit seinen innersten Ängsten auseinander setzt. Bewusstseinsentwicklung ist darum prinzipiell ein sehr schmerzhafter Prozess. Ist es wirklich der innerste Wunsch eines Menschen, zu Gott zu finden oder ist es sein innigster Wunsch, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen? Ich glaube, dass sich jeder Mensch am meisten danach sehnt, glücklich und zufrieden zu sein. Da die Menschen dies aber nicht sind und insgeheim genau wissen, wie schmerzlich der Heilungsprozess ist, dem sie sich stellen müssten, um gesund zu werden, und weil sie nicht den Mut haben, sich diesem Heilungsprozess zu stellen, flüchten sie sich in die Religion und erhoffen sich von Gott, er möge ihnen diese Heilung gewähren. Um Bewusstseinsentwicklung und damit einhergehend Heilung zu ermöglichenn bedarf es also nicht nur jeder Menge Mutes, sondern auch an Wissen. Zu diesem Wissen gehört auch, dass der spirituelle Mensch ein enthaltsames Leben führen sollte, wenn er spirituelle Fortschritte machen möchte. Aber ich habe es immer wieder erlebt, dass besonders Menschen, die sich auf ihre Religion berufen, eine sehr negative, oftmals eine sehr feindliche und verletzende Haltung gegenüber den Menschen einnehmen, die sie auf diese Zusammenhänge hinweisen. Mir scheint, man darf den Menschen fast alles nehmen, aber nicht ihre Sexualität. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass sie die Sexualität mehr anbeten, als ihren Gott. Aber dies geschieht nicht aus Bosheit, sondern aus Unwissenheit. Der großen Mehrheit der Menschen dürfte bewusst sein, welche Macht die Sexualität über den Menschen ausüben kann. Aber dieses Wissen allein genügt nicht, um sich von der sexuellen Verhaftung zu lösen. Will man spirituelle Fortschritte erzielen, dann muss man Wissen, wie solche Entwicklungsprozesse verlaufen. Dieses Wissen wird uns aber nicht in die Wiege gelegt, sondern dieses Wissen muss man sich erarbeiten. Ich selber habe mich viele Jahre lang mit Yoga beschäftigt, um zu verstehen, wie spirituelle Fortschritte erzielt werden können. Der Yoga beschäftigt sich seit vielen Jahrhunderten mit solchen Fragen und kann auf eine lange Tradition selbstverwirklichter Yogis zurückblicken. Eine der Voraussetzungen, spirituelle Fortschritte zu erreichen, ist die Keuschheit. Dies gilt im Hinduismus/Buddhismus ebenso wie im Christentum. Deshalb ist es kein Wunder, dass alle Heiligen und "Erleuchteten", egal welcher Religion sie angehörten, enthaltsam lebende Mönche, Nonnen, Priester, Yogis, Sufis oder Schamanen waren. Selbst Naturvölker und heidnische Völker, die keiner Religion angehörten, praktizierten die Keuschheit. Dieses Wissen ging mit dem modernen Fortschritt immer weiter verloren. Die Menschen verloren den Bezug zur Natur und strebten fortan lieber nach materiellem, anstatt nach spirituellem Reichtum. Darum glaube ich nicht, dass es irgendeinem Menschen hilft, wenn er sich bedingslos irgendeiner Religion unterordnet oder wenn er meint, nur seine Religion sei allein im Besitz der Wahrheit. Das hat für mich eher fanatische Züge. Alle Religionen besitzen einen sehr wertvollen Kern, den es gilt herauszuarbeiten. Dies gelingt aber nur, wenn man auch den Religionen gegenüber immer eine kritische Distanz bewahrt. | |||
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Montag 17. Dezember, 22.05-22.25 Uhr, N24 "Leben in Enthaltsamkeit" - Doku --Last edited by yogi on 2007-12-06 08:58:42 -- | |||
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Lasst uns über klebriges Zeug reden Früher oder später dreht sich jede Diskussion über das Zölibat um die Frage, wie du mit den grundlegenden biologischen Bedürfnissen umgehst. Dies ist ein Bereich, bei dem es keinen Unterschied zwischen religiösen und säkularen (nicht kirchlich, sondern weltlich orientiert) zölibatären Menschen gibt. Das Interesse richtet sich vor allem an männliche Zölibatäre: Wie lange kannst du es vermeiden... ggrrr... du weißt schon... ohne zu explodieren... das klebrige Zeug. Ich weiß nicht, ob es Studien zu diesem Thema gibt, aber ich kann sagen, dass solche Fragesteller regelmäßig... umm... Dingsda ist für die Gesundheit nicht so wichtig, wie du denkst. Es wurde von einigen behauptet, vor allem von dem berühmten Pseudowissenschaftler Wilhelm Reich, dass Sex wichtig für die geistige und/oder körperliche Gesundheit ist. Es gibt aber keine gewichtigen Nachweise für diese Annahme, denn viele Zölibatäre sind offensichtlich bester geistiger und körperlicher Gesundheit. Einer meiner zölibatären Freunde, mit dem ich in schriftlichem Kontakt bin, schrieb mir, dass er seit acht Jahren enthaltsam lebt und sehr glücklich ist. Ein Grund, warum zölibatär lebende Menschen in der modernen westlichen Kultur als so seltsam angesehen werden, liegt darin, dass die westliche Kultur den Sex als eine biologische Notwendigkeit betrachtet. Aber es unterliegt deinem eigenen Willen, ob du deine sexuellen Bedürfnisse befriedigst oder ob du dich ihrer enthälst. Wenn du aber erkennst, dass Sex nicht nur ein biologischer Akt ist, sondern eine sehr komplexe Interaktion mit allerlei psychologischen, wirtschaftlichen, medizinischen und sozialen Folgen, dann ist es kein Widerspruch, auf Sex zu verzichten, denn sonst... umm... klebrig. Quelle: Frequently asked question about the celibacy | |||
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Der Disco-Missionar Warum ein Karrieremensch zum Klosterbruder wurde. Giovanni Maria empfängt im Raucherabteil zweiter Klasse, das Rauchen hat er längst aufgegeben. Er trägt eine Kutte, keine Schuhe, um den Bauch hängt ein Strick mit drei Knoten. Sie sollen an sein Gelübde erinnern: ein Leben in Keuschheit, ohne Besitz, gewidmet den Armen und Bedürftigen. Giovanni Maria also, Bruder Johannes. Sohn eines Lebensmittelhändlers aus Caltanissetta, Sizilien. Der Vater hatte es mit einer Supermarktkette zu Reichtum gebracht. Der Sohn sollte die Läden übernehmen. Er leitete die Marketingabteilung, fuhr Porsche, trug Designeranzüge, er hatte viel Geld und viele Freundinnen. In den Ferien fuhr er in den Club Med, stählte den Körper an Maschinen, tanzte zu Techno und Italo-Rap. Er bewegte sich in einer Welt des Ichs. "Glücklich", sagt er, "glücklich war ich selten." So lebt er fort bis heute, im Raucherabteil nimmt er Pilgern die Beichte ab, er singt mit Kindern in den Armenvierteln. Noch muss er sich prüfen. In ein paar Monaten wird er entscheiden, ob er Mönch bleibt oder Pfarrer wird. Zum Abschied kramt er ein Foto hervor, da lebte er noch sein altes Leben, trug Anzug und Krawatte, keinen Bart. Er sah aus wie ein Gigolo, sexy und lässig. Er sagt: "Ich hatte alles - und trotzdem hatte ich nichts." Der Disco-Missionar --Last edited by yogi on 2007-12-07 22:20:05 -- | |||
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Zölibaterfahrungen aus erster Hand Einige Personen haben mir freundlicherweise erlaubt, ihre persönlichen Erfahrungen mit einem Leben ohne Sex zu veröffentlichen. Ich habe die identifizierenden Details in den meisten Fällen fortgelassen, aber ich versichere, dass dies Mitteilungen sind, die ich von anderen Menschen erhalten habe. Unabhängig davon, ob du mit unserer Lebensart einverstanden bist oder nicht, musst du dennoch zugeben, dass dies eine sehr interessante Gruppe von Leuten ist. Den Anfang macht Eve. Eve Ich lebe fast mein ganzes Leben lang enthaltsam, da die Hormone sich bei mir nicht melden. Das bedeutet nicht, dass ich noch keinen Sex versucht hätte. Aber mein Motiv war rein sozial. Ich empfand es jedoch als einen schmutzigen und beschämenden Sport. Ohne die erforderliche Lust, erscheint mir alles sinnlos. Vor etwa zwanzig Jahren, ich bin jetzt 43 Jahre alt, habe ich deshalb beschlossen, auf Sex zu verzichten. Diese Entscheidung hatte viele Vorteile für mich. Zum einen mochte ich die Männer lieber, weil ich mich nicht mehr um die eine Sache zu kümmern brauchte, die mir buchstäblich Kummer bereitete. Um so weniger mich jemand auf Sex ansprach, um so wohler fühlte ich mich. Mit einigen Männern hatte ich über mehrere Beziehungen Kontakt. Nicht einmal ihre Freundinnen waren eifersüchtig. Ich hatte sie zur Unterhaltung und ihre Freundinnen hatten mit ihnen Sex. Das klingt wie ein Abkommen für mich! :-) Auf der anderen Seite fühlte ich mich wie eine Perverse. Ich interessiere mich (bin ich besessen?) für News.groups und Internetpolitik. Eine Reihe von sexuellen Spielarten, wie Fesselspiele, Spanking (das Schlagen auf das bekleidete oder entblößte Gesäß) und Brutalität werden im Usenet diskutiert. (Das Usenet ist ein weltweites, Internet-Netzwerk, das Diskussionsforen, sogenannte Newsgroups, aller Art bereitstellt, an dem jeder teilnehmen kann.) So habe ich mich auch in der "alt.sex" Newsgroup umgeschaut. Dort gibt es Perversionen aller Art. Aber nicht von mir, denn es ist wohl auch eine Schande, so etwas zuzugeben, vermute ich. :-) Dort stieß ich auf die Vorurteile anderer Menschen, als ich meine besondere Orientierung erwähnte. Es verletzte mich, wenn andere Menschen annahmen, ich sei psychisch krank. Entschuldigt, aber es verletzte mich ebenso, als ob ich meine Hand auf eine heiße Herdplatte gelegt hatte. Es schmerzte mich genau so, wie ein physischer Schmerz. Die Leute meinten, ich solle eine Therapie machen. Warum? Wenn erst einmal der sexuelle Antrieb da wäre, würde ich medizinische Hilfe gegen meine Schmerzen bekommen. Aber ich hatte keine Schmerzen. Ich glaubte, ich könnte eine Hormontherapie gegen meinen schwachen Trieb machen, aber mein Gott, meine Freunde konnten keinen Termin bekommen und waren ganz verzweifelt. Wollte ich aber so sein wie sie?! Es wurde auch davon ausgegangen, dass ich eine bittere alte Jungfer sei. Aber die alte Jungfer ist fit. (Ich liebe diesen Term in diesem Zusammenhang, weil ich das Gefühl hatte, von Freaks umgeben zu sein.) Ich lachte über viele Dinge und mit vielen Menschen. Die Bitterkeit aber reservierte ich für die Politik und die Regierung, denn ich bin Anarchistin aus Überzeugung. Quelle: First-Person accounts of Celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-08 12:24:38 -- | |||
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Zölibatserfahrungen aus erster Hand Ken: Warum ich enthaltsam lebe? Diese Frage wurde mir so oft gestellt, dass ich sie mit diesem kurzen Beitrag beantworten möchte. Hier ist meine Antwort auf diese Frage: 1. Zwei Beziehungen, die schlecht endeten, lehrten mich mehr über die hässliche Seite der menschlichen Natur, als ich jemals wissen wollen. Die Erfahrung einer tiefen Liebe zu zwei Menschen in den vergangenen fünf Jahren, die dann aber mit Grausamkeit, Egoismus und Gleichgültigkeit gegenüber meinem Wohlbefinden, meiner Gesundheit und meinem Leben endeten, heilten mich für immer von der jugendlichen Romantik.Ja, ich weiß, dass nicht alle Beziehungen so sind, aber jetzt weiß ich, dass viele von ihnen so sind. 2. Ich möchte eine Pause von der intensiven Suche nach einer geeigneten Partnerin machen. Die Suche nach der richtigen Partnerin ist eine Menge Arbeit, aber sie ist nicht unbedingt die enorme Investition von Zeit, Geld und Energie wert, die man in die Hoffnung investiert, um erfolgreich zu sein. Ich bin müde vom Suchen! 3. Ich besuche eine Hochschule und brauche viel freie Zeit, um mein Diplom abzuschließen. 4. Als ich noch jünger war, genoß ich die Einsamkeit sehr. Ich möchte erneut den Geist der Nachdenklichkeit, Achtsamkeit, das intellektuelle und spirituelle Suchen zurückgewinnen, die das Zölibat ermöglicht. Ich vermisse diesen Teil in meinem jetzigen Leben. 5. Sex wird furchtbar überschätzt. Er ist banaler als viele Leute glauben. Die "Lösung", die "Heilung", von dieser Banalität, besteht für manche Leute darin, im ständigen Wechsel neue Partner zu finden, um das "Flitterwochen-Gefühl" wieder und wieder zu erleben. Es erscheint mir als unmoralisch, gefährlich und traurig, im Sex etwas zu suchen, was von Beginn an nie da war. 6. Ich bin anglikanischer Christ. (Die anglikanische Kirche ist eine weltweite christliche Kirchengemeinschaft, die in ihrer Tradition evangelische und katholische Glaubenselemente vereinigt.) Wenn ich enthaltsam lebe, dann halte ich mich an die moralischen Normen meines Glaubens. Ich habe nicht immer enthaltsam gelebt, aber es ist ein tolles Gefühl und ich habe ein gutes Gewissen, weil ich das Gefühl habe, das richtige zu tun und nicht weil ich meine Handlung rationalisiert oder entschuldigt habe. 7. Ich bin ein introvertierter Mensch. Ohne einen gewissen Raum für mich und meine Gedanken, kommt mein Verstand nicht zur Ruhe. Schweigen ist ein heilsames Balsam. 8. Ich habe keine Kinder und möchte auch keine Kinder haben. Einige Singles in meinem Alter, ich bin jetzt Anfang vierzig, beklagen die Tatsache, dass sie keine Kinder haben. Ich habe ehrlich gesagt, nie darüber nachgedacht. Ich mag Kinder, anderer Leute Kinder. 9. Ich bin sehr an kultivierten Freundschaften mit anderen hochgesinnten Menschen interessiert, die ebenfalls enthaltsam leben. Ich glaube, dass es in der "Subkultur des Zölibats" eine Menge faszinierender Menschen gibt, die mehr in ihrem Leben tun, als über Beziehungen (das meist überstrapazierte Wort), ihre Frauen, Ehemänner, Freundinnen, Freunde, Kinder und Enkelkinder zu plappern und ich würde sie gerne kennen lernen. Ich habe den anderen Weg kennen gelernt. Es ist an der Zeit, einen anderen Teil der Menschheit zu erforschen. 10. Die Ehe erfordert nicht nur die Fähigkeit einer Person, um individuelles Glück zu erlangen, sondern die zusätzliche Anstrengung einer zweiten Person. Ist dagegen der zölibatäre Mensch unglücklich, dann ist niemand anderes daran Schuld, als er selber. Ich hoffe, dies beantwortet die oben gestellte Frage. Ich bin erstaunt, wie viele Leute mein Zölibat als eine Bedrohung empfinden. Meine Vermutung ist, dass es eine Menge Leute gibt, die selber nicht enthaltsam leben, aber das Gefühl haben, etwas unrechtes zu tun und sich deshalb schuldig fühlen. Du kannst natürlich Buße tun, wenn dich diese Sorge plagt. Einige Leute kritisieren, diese Gründen seien nicht spirituell genug. Ich kann nur so spirituell sein, wie ich in Wirklichkeit bin. So zu tun, als sei ich spiritueller, ist unehrlich.Meine Gründe sind ehrlich, nicht unbedingt inspirierend. Ich weiß, dies gilt nicht für jeden. Dies ist nicht der Versuch zu werben, sondern nur eine Erklärung. Ich wünsche dir Frieden und Glück in deinem Leben. Quelle: First-Person accounts of Celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-08 17:57:29 -- | |||
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Zölibaterfahrungen aus erster Hand John Es gibt mehrere Gründe, warum mich das Zölibat interessiert. Erstens praktiziere ich eine Art von Tai Chi, eine chinesische Kampfkunst, die die Minimierung oder Enthaltsamkeit von sexuellen Beziehungen betont. Dies mag ein wenig radikal erscheinen, aber prinzipiell ist die Erhaltung der sexuellen Energie (oder "Chi", wie sie im chinesischen Daoismus genannt wird) für eine bessere Gesundheit und Langlebigkeit, seit Tausenden von Jahren ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und des Tai Chi. Zweitens macht es mir große Sorgen, wie sehr sich die Gesellschaft mit Sex beschäftigt. Er ist überall, in der Werbung, usw.. Die Gesellschaft investiert sehr viel Energie in die Sexualität. Auch wenn ich einer Minderheit angehöre, so kommt es mir wie eine Verschwendung vor. Wozu das alles? Sex ist nur ein temporäres Vergnügen, welches nach ein paar Minuten vorbei ist. Es muss sinnvollere Wege geben, um miteinander umzugehen. Ich möchte meine Arbeit lieber in festere Freundschaften investieren. Drittens erscheint mir das Zölibat, mit der immer stärker werdenden Verbreitung von Geschlechtskrankheiten, nicht nur durch Aids, sondern auch durch viele andere Geschlechtskrankheiten, keine schlechte Idee zu sein. Stuart Meine erste Notiz vom Zölibat nahm ich vor 17 Jahren bei einem Besuch im nahegelegenen Kloster. Die Mönche hatten so einen geschmeidigen Körper und waren so auffallend transluzent (lichtdurchlässig), heiter und lebendig. Davon nahm ich geistig Notiz. Als Nicht-Katholik idealisierte ich diese Mönche anfangs vielleicht ein wenig. In den letzten neun Jahren habe ich viele von ihnen kennen gelernt und ich sehe, dass es eine Nahrungs- und Koffein-Abhängigkeit sowie eine offenkundige Co-Abhängigkeit* gibt. Weiter gibt es eine Armut, die bestenfalls trügerisch ist. Aber sie sind nicht alle Narren oder soziale Feiglinge. Sie bekommen etwas vom Zölibat, dass man auf keine andere Weise bekommen kann. *Unter Co-Abhängigkeit versteht man ein zwanghaftes Bedürfnis nach Zuwendung, Aufmerksamkeit und Bestätigung. Solche Menschen machen ihr gesamtes Selbstwertgefühl von den Reaktionen ihrer Umwelt abhängig. Zum ersten Mal wurde ich nach meiner Scheidung vor 9 Jahren persönlich mit dem Zölibat konfrontiert. Ich dachte, ich sollte meinen Kopf ein wenig frei machen. Ich stellte fest, dass sich ein Gefühl von Klarheit, Kraft, emotionalem Reichtum und eine starke Intuition (Kreativität) einstellte, die über keinen anderen Weg erreichbar ist. Ich muss sagen, dass es mir unmöglich ist, diesen Zustand beizubehalten, ohne ihn mit den anderen zu teilen. Ich habe das Gefühl, dass ich besser bei der Arbeit bin, weil ich sie nicht mehr als Belastung empfinde. Ich habe meine Einstellung verändert und dadurch wurde es besser. Die Leute spüren es. Sie wissen nicht, was die Ursache ist, aber sie bemerken es. Ich gebe auch sportlich mehr acht, investiere mehr Zeit und achte auf eine größere Vielfalt der Sportarten, die ich ausübe. Statt nur zu Laufen und zu Segeln, schwimme ich zusätzlich, mache Yoga, Fahrradtouren und wandere. Ich singe mehr, komponiere mehr und spiele häufiger Gitarre. Der französische Schrifsteller Balzac erkannte das Maß seiner Liebesaffairen daran, wieviele Novellen (kürzere Erzählungen) er nicht schrieb. Die soziale Ironie besteht darin, dass ich mich hübschen Frauen viel freier nähern kann, da ich keine Absichten habe. Ich begebe mich, offen gesagt, in soziale Umstände, die ich normalerweise vermeiden würde, denn die umgewandelte sexuelle Energie, verleiht mir den Mut, dies zu tun. Der wahrscheinlich deutlichste, nützlichste und wichtigste Nutzen der Enthaltsamkeit ist meine Beziehung zu meiner 10jährigen Tochter. Durch das Zölibat bin ich in der Lage, mehr für sie emotional dazusein, sie mit meiner Liebe zu beschenken. Ist das allein nicht den Preis des Zölibats wert, um ein besserer Vater, Künstler, Sportler und Freund zu sein, der dabei auch innerlich beschenkt wird? Cara Ich bin kein emotionales Wrack, keine Feministin und auch keine religiöse Fanatikerin, aber ich lebe seit 5 Jahren im Zölibat und es ist nicht alles schlecht. Es ist definitiv sicher. Das Schlimmste, was mir passieren kann, ist es, mir einen Fingernagel abzubrechen (böses und gemeines Grinsen). Es ist eine enorme Freiheit, nicht auf der Liebe/Sex-Achterbahn zu reiten. Ich habe sehr ernste berufliche Ziele, die eine Menge Energie, Konzentration und Zeit in Anspruch nehmen. Das letzte was ich will, ist meine Freizeit damit zu verbringen, irgendeinem Witzbold in einer Bar zuzuhören, wenn er weitschweifend über Blabla-Sex-blabla-Sex-blabla-Sex-blabla redet. - Igitt! Ich schaue die X-Files (Fernsehserie) an, wenn es mich bedrängt und gelegentlich trinke ich eine extra würzige Bloody Mary (Longdrink aus Wodka und Tomatensaft mit schwarzem Pfeffer, Salz, Tabasco und Worcestershiresauce). - Martin, das Leben ist wunderbar! Quelle: First-Person accounts of Celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-09 14:11:47 -- | |||
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Zölibaterfahrungen aus erster Hand Martin Ich drehe mich immer im Kreis, wenn ich gefragt werde, warum ich keinen Sex möchte. Ich habe keinen großen sexuellen Antrieb und deswegen erscheint mir die sexuelle Erregung so unbegründet. Die Frage nach Sex macht für mich kaum mehr Sinn als die Frage "Warum stehst du nicht regelmäßig in einer großen Wanne Joghurt." Ich bin durchaus von der Schönheit einer Frau beeindruckt, ja sogar bewegt, aber ich habe nicht den Wunsch, mit ihr intim zu sein. Wenn du eine schöne Blume siehst, hast du dann den Wunsch, sie zu lecken? Um ein behagliches Leben als Zölibatär zu führen, habe ich einen allmählichen Prozess durchschritten, in dem ich die Vorstellungen über die Sexualität, mit denen ich aufgewachsen bin, allmählich abgelegt habe. Dieser Prozess begann nach der Pubertät und setzt sich bis in die Gegenwart fort (ich bin nun Mitte zwanzig). Ich hatte die Idee, der mich umgebenden Kultur aufgesogen, dass die gesamte Lebensqualität vom Sex abhängt. Allmählich durchschaute ich diese falsche Vorstellung und erkannte den Vorteil des Zölibats. Fortan war ich nicht mehr "auf der Jagd" und betrachtete Frauen nicht mehr als "Beute". An der Universität war ich auf einer Männeretage und lernte von den heterosexuellen Burschen jeden kleinen Aspekt der Liebe. Die Tatsachen aber, dass sie ziemlich traurig und unzufrieden waren, auch wenn sie das bekamen, hinter dem sie so her waren, überzeugte mich, dass der Verzicht auf Sex kein großer Verlust ist. Mir scheint, das ganze Vergnügen der Sexualität besteht aus dem Vorfreude der köstlichen Erwartungen. Ob du aber das Vergnügen in der Realität wirklich erlebst, scheint unerheblich zu sein. Warst du schon einmal auf einer Party, die langweilig war, auf der nichts wirklich Interessantes passierte? Aber jeder ist hinterher begeistert und überdreht, nur weil es eine Party war. Es ist nur meine (eher uninformierte) Wahrnehmung, dass das sexuelle Vergnügen ebenso funktioniert. Ich wünschte, ich hätte in meinen späten Teenagerjahren ein zölibatäres Vorbild gehabt. Da meine Reaktion auf Frauen nicht mit der Reaktion meiner heterosexuellen Freunde übereinstimmte, war meine erste Reaktion darauf, dass etwas mit mir nicht stimmen konnte. Schließlich wurde mir klar, dass die Gesellschaft überproportional die Einstellung der sexuellen Menschen wiederspiegelt. Das ist der Grund, warum ich mich nun offen zum Zölibat bekenne. Quelle: First-Person accounts of Celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-10 12:34:56 -- | |||
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Zölibatserfahrungen aus erster Hand Jay Ich bin ein Mann in den Vierzigern. Ich wuchs nördlich von Detroit auf und lebe heute in Oklahoma. Ich habe einige Hochschuldiplome, bin Single und habe niemals geheiratet. Es war nicht immer so, aber das Zölibat ist heute meine sexuelle Vorliebe. Lange Zeit praktizierte ich das Zölibat nur, weil ich keine Partnerin hatte. Aber seit mehr als zehn Jahren praktiziere ich das Zölibat aus Überzeugung. Die Gründe, dass das Zölibat richtig für mich ist, haben sich allmählich entwickelt. Es war eine bewusste Entscheidung, die ich für die Zukunft traf. Ich hatte bereits lange vorher festgestellt, dass der Sex für mich nicht den höchsten Stellenwert hatte. Darum konnte ich den Sex auch niemals mit der Liebe gleichsetzen. Ich akzeptiere, dass der Geschlechtsverkehr für die meisten Menschen ein Akt der Liebe, eine äusserst liebevolle und wunderbare Tätigkeit für die sogenannten "normalen Menschen", ist. Aber dies gilt nicht für mich. Mit dieser Art von "Liebe machen" kann ich nicht viel anfangen. Die genitalen Sensationen, haben meinem Empfinden nach, nichts mit den Gefühlen der Liebe zu tun. Sie lassen jedes Gefühl der Intimität und Zusammengehörigkeit vermissen. Früher hatte ich angenommen, dass das Zölibat nur etwas für religiöse, puritanische oder prüde Menschen sei. Ich bin immer noch misstrauisch, denn ich halte mich für aufgeschlossen. Nein zum Sex zu sagen, erscheint mir irgendwie engstirnig. In meiner letzten sexuellen Beziehung, die ich hatte, war ich sehr verliebt. Ich genoss das Zusammensein mit meiner Freundin. Wir kannten uns seit Jahren und wir beschlossen das Datum, an dem wir Sex haben wollten, bereits Monate vorher. Wir waren oft zusammen im Bett, ohne Sex zu haben. Das Interessante, wenn ich mit ihr zusammen war und keinen Sex mit ihr hatte, war, dass es akzeptabel für mich war. Es war sehr angenehm. Wir schmusten, kuschelten, streichelten und neckten uns und sprachen über viele wunderbare Dinge, die uns wichtig waren. Es war Liebe und es war wunderbar. Dann geschah das Unvermeidliche, der Geschlechtsverkehr. Es war vorüber, gerade erst, als es begonnen hatte. Es war ein Misserfolg, eine totale Enttäuschung. Ich konnte das intime Zusammensein nicht als Liebe empfinden und verlor meine Errektion nicht durch einen Orgasmus. Quelle: First-Person accounts of Celibacy --Last edited by yogi on 2007-12-10 18:10:43 -- | |||
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