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Forum Brahmacharya - Enthaltsamkeit - Zölibat
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Author : Topic: Brahmacharya  Bottom
 yogi
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 yogi
  Posted 06/01/2009 07:25:56 PM
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Was geschieht während der Meditation im Gehirn?

Die mystische Erfahrung, der Verbindung zu Gott, die Erfahrung des absoluten Seins, das Verschmelzen der individuellen Seele mit dem Unvergänglichen, ist in allen Religionen bekannt. In jüngster Zeit haben Neurologen sowohl betende Nonnen als auch meditierende Mönche untersucht, um die Vorgänge, die als Unio mystica, als Einssein mit dem Kosmos, als ekstatische Verbindung zu Gott, betrachtet werden, besser zu verstehen. Dabei hat man festgestellt, dass im Gehirn zweierlei geschieht. Zum einen findet im vorderen Bereich des Gehirns, im Stirnbereich, in dem sensorische Signale empfangen und verarbeitet werden, kognitive (mentale, geistige, intellektuelle) Prozesse stattfinden und psychische und bewusstseinsbildende Funktionen verarbeitet und neuronalen Regelkreise gesteuert werden, ein eindeutiger Aktivitätsanstieg stattfindet.

Dagegen findet im Parietallappen (Scheitellappen – etwa von der Kopfmitte bis zum oberen Hinterkopf), der neben dem Sehen, Fühlen, Riechen und der Sprache, für die räumliche Wahrnehmung, für Zeitabläufe, das Körperempfinden, die Ich-Identität zuständig ist, eine Verminderung der Gehirnaktivität stattfindet. Durch die Abnahme der Gehirnaktivität im Scheitellappen verlieren die Meditierenden oder Betenden den Sinn für das Selbst, die Ich-Identität und erfahren sehr oft ein Gefühl von Raum- und Zeitlosigkeit. Der Scheitellappen scheint am Höhepunkt der Meditation immer weniger mit Blut versorgt zu werden. Er wird sozusagen abgeschaltet. Der Scheitellappen gibt uns Orientierung in Raum und Zeit und verleiht uns ein Gefühl für unseren Körper. Wird dieses Areal still gelegt, können wir nicht mehr zwischen unserem Körper und der äußeren Welt unterscheiden. Es entsteht der Eindruck, als würden wir mit der Welt verschmelzen. Dieses Gefühl spielt bei vielen Religionen eine entscheidende Rolle.

Der amerikanische Hirnforscher und Religionswissenschaftler Andrew Newberg hat an der University of Pennsylvania mit einer radioaktiven Markierungssubstanz und einem speziellen Computertomografen die neurophysiologischen Auswirkungen zweier traditionsreicher spiritueller Praktiken auf die Hirnaktivität sichtbar gemacht und ist dabei auf interessante Befunde gestoßen. Sowohl bei meditierenden tibetanischen Buddhisten im Zustand des „Einsseins mit dem Kosmos“ wie auch bei tief im Gebet versunkenen Franziskanernonnen ging die Durchblutung des Scheitellappens drastisch zurück. Ein Hirnareal, das sonst unentwegt rattert, verstummt in der Stille der Versenkung. Das stoppt nach Aussage des Wissenschaftlers den Zufluss von Informationen aus dem Hippocampus, einer tiefliegenden Hirnstruktur, in den Scheitellappen. Im „Orientierungsfeld“, ein Bereich der für das Gefühl von Raum und Zeit verantwortlich ist, sinkt dadurch die Aktivität. Die Blockierung dieses Bereichs führt nach Ansicht von Newberg zum Empfinden der Raum- und Zeitlosigkeit in der meditativen Versenkung. Dies ist insofern bedeutsam, da in diesem Hirngebiet normalerweise Informationen über Zeitabläufe und räumliche Orientierung verarbeitet werden.

Aufgrund der Reizblockade im oberen Teil des Scheitellappens wäre es somit durchaus erklärbar, dass sich das subjektive Erleben bei der spirituellen Versenkung gänzlich in der Raum- und Zeitlosigkeit verliert. In derartigen Transzendenzzustände meint der spirituell Entgrenzte, die Unendlichkeit in Erhabenheit zu berühren. Durch den Verlust für das Gefühl von Raum und Zeit, entsteht außerdem das Gefühl einer „Leere“, von der oft im Zen-Buddhismus die Rede ist.

Franziskanerschwester Celeste, eine der Versuchsteilnehmerinnen in der Studie des Neurologen Newberg, erklärte dem Nachrichtenmagazin Newsweek, was sie während ihres dreiviertelstündigen Gebets vor der Tomografiemessung empfand: „Ich fühlte Einkehr, Frieden, Offenheit zur Erfahrung. Da war eine Bewusstheit und eine Empfindsamkeit für die Anwesenheit Gottes um mich herum. Und ein Gefühl der Zentriertheit, der Ruhe, des Nichts; aber auch Momente der Fülle der Anwesenheit Gottes. Gott hat mein Sein durchdrungen.“ Da buddhistische Meditationsmeister und Franziskanernonnen gemäss der Newberg-Studie in hirnphysiologisch vergleichbaren Endzuständen landen, scheint es für das Hirn also keinen Unterschied zu machen, woran wir glauben.  

--Last edited by yogi on 2009-01-06 19:43:43 --

Meditation   Brahmacharya
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 yogi
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  Posted 10/01/2009 04:03:12 PM
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Die Ernährung des Brahmachari

Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem sexuellen Verlangen. Manche Nahrungsmittel steigern das sexuelle Begehren, andere dagegen lassen es eher abklingen. Der Brahmachari bedenkt deshalb auch der physiologischen Wirkung der Nahrung auf den Körper und die Gefühle. Fleisch macht den Menschen unsensibel, regt die sinnlichen Leidenschaften an und macht den Verstand träge. Deshalb sagte Swami Sivananda einmal: „Ein Fleischesser kann weder ein Philosoph noch ein Weiser sein. Sein Verstand ist derart dumpf, daß er weder die Probleme dieser noch der anderen Welt lösen kann.“ Bei einer anderen Gelegenheit sagte er: „Fleisch kann aus dir einen Wissenschaftler, aber keinen Philosophen, keinen Weisen, machen.“ Vegetarische Ernährung dagegen fördert die geistige Konzentration, Flexibilität und Aufgeschlossenheit in hohem Maße. Sie schenkt dem Brahmachari eine größere Vitalität, Gesundheit und Zufriedenheit, als fleischliche Kost. Aber nicht nur auf Fleisch sollte der Brahmachari verzichten. Es gibt weitere Lebens- und Genussmittel, die der Brahmachari meiden sollte, weil sie die Leidenschaften entfachen und sich nachteilig für das Wohlbefinden auswirken. Zu diesen Lebens- und Genussmiteln gehören: Fisch, Geflügel, Zwiebeln, Knoblauch, Salz, Schwarzer Tee, Kaffee, Tabak, Alkohol und Zucker. Aber auch von scharfen Gewürzen sollte der Brahmachari Abstand nehmen.

Swami Sivananda warnte wiederholt vor dem Genuss von Salz. So sagte er in seinem Buch „Practice of Brahmacharya“ im 18. Kapitel (Forbidden Food = Verbote Nahrung): „Onions and garlic are worse than meat. Salt is the worst enemy. Too much salt excites passion. Even if you do not take salt separately, the system will derive the necessary quantity of salt from other foodstuffs. All foodstuffs contain salt. Giving up of salt helps you in controlling the tongue and thereby the mind and all the other Indriyas.“ („Zwiebeln und Knoblauch sind schlimmer als Fleisch. Salz ist der schlimmste Feind. Zu viel Salz regt die Leidenschaft an. Viele Lebensmittel enthalten Salz. Selbst wenn du kein Salz nimmst, holt der Körper sich das notwendige Salz von anderen Lebensmitteln. Der Verzicht auf Salz hilft dir, deinen Gaumen zu kontrollieren. Dadurch kannst du besser deinen Verstand und deine Sinne kontrollieren.“) Die salzarme Diät gilt aber in erster Linie für Menschen, die keine eiweißreiche Kost (Fleisch, Fisch, Geflügel) zu sich nehmen. Sobald man jedoch auch als Vegetarier zusätzliche eiweißreiche Lebensmittel, wie Getreide, Nüsse, Milch, Eier, Käse, Linsen, Vollkornbrot und Ölsamen, zu sich nimmt, würde man mehr oder weniger starke Verdauungsbeschwerden bekommen, wenn man kein zusätzliches Salz zu sich nimmt. Man deckt diesen zusätzlichen Salzbedarf am besten mit Himalayasalz, da im Himalayasalz, im Gegensatz zum reffinierten Salz, noch alle Mineralien, Vitamine und Spurenelememte enthalten sind.

Die Nahrung sollte einen hohen Anteil an Rohkost beinhalten. In der Rohkost bleiben die Enzyme, Spurenelemente und vor allem die hitzeempfindlichen Vitamine, die sonst beim Kochen verringert oder gar zerstört werden, erhalten. Manche sagen sogar, der Anteil an Rohkost solle in der Nahrung überwiegen. Man bedenke, dass der Mensch, bevor er das Feuer entdeckte und begann sein Essen zu kochen, sich als reiner Rohköstler ernährte. Deshalb sagen Rohkostbefürworter, dass der menschliche Körper, der sich viele Millionen Jahre überwiegend von der Rohkost ernährte, sich im Laufe der Evolution noch nicht ausreichend an die gekochten Lebensmittel gewöhnen konnte. Unsere nächsten Artverwandten, die Menschenaffen, ernähren sich auch heute noch zu 52% von Früchten und Beeren, zu 35 % von Blättern, Wildpflanzen und Sprossen, zu 7 % von Wurzeln, Samen, Rinden und Gallen, zu 5 % von Blüten und zu 1% von Kleingetier und Insekten. Ihr Fleischanteil beträgt also gerade einmal ein Prozent. Ausserdem wird ein Teil  der Kleintiere und Insekten, die sie essen, wahrscheinlich sogar eher unbeabsichtigt mit der übrigen Nahrung aufgenommen.

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Sexualität und Spiritualität
 yogi
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 yogi
  Posted 10/01/2009 04:10:44 PM
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Jesus und seine Jünger waren Vegetarier

Wie es aussieht, waren Jesus und seine Jünger Vegetarier. Im Alten Testament lesen wir: „Gott spricht zu den Menschen: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise. Aber allen Tieren auf Erden und allen Vögeln unter dem Himmel und allem Gewürm, das auf Erden lebt, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben.“ (1. Mose 1,29-31) Dieses Gebot wurde von den Juden allerdings im Laufe der Jahrhunderte gebrochen und es wurden nicht nur Tiere gegessen, sondern auch aus rituellen (religiösen) Gründen geopfert, obwohl verschiedene Propheten darauf hinwiesen, dass diese Opfer Gott ein Gräuel sind: So spricht der Prophet Hosea: „Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.“ (Hosea 6, 6) Im Matthäusevangelium macht Jesus dieselbe Aussage: „Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.“ (Matthäus 9,13) Im ausserkanonischen Ebionäerevangelium steht es sogar noch deutlicher: „Ich bin gekommen, die Opfer abzuschaffen, und wenn ihr nicht ablaßt zu opfern, wird der Zorn von euch nicht ablassen.“ Wenn auch im Neuen Testament kaum etwas über eine vegetarische Ernährung bzw. über das Verbot, Tiere zu schlachten und zu essen, zu lesen ist, so finden sich doch in zahlreichen historischen Schriften Hinweise darauf, dass die Apostel sich vegetarisch ernährten. Auch von den ersten Christen ist bekannt, dass sie Vegetarier waren. Sehen wir uns einmal an, was über die vegetarische Ernährungsweise der Apostel bekannt ist.

In seinem Buch „Die Lebensweise Jesu und der ersten Christen“ zitiert der Religionswissenschaftler Carl Anders Skriver die Worte des Apostels Petrus aus den „Clementinischen Homilien“, einer Predigtsammlung, die um 220 nach Christus in Palästina entstanden ist. Petrus erklärt demnach in den Homilien, er lebe „von Brot und Oliven, denen er teilweise Gemüse hinzufügt.“ Ähnliches wird vom Apostel Matthäus berichtet. Der griechische Theologe und Kirchenvater Clemens von Alexandria (150-215) schreibt über Matthäus, dass dieser „von Pflanzenspeisen lebt und kein Fleisch berührt“. Dies gilt ebenso für den Apostel Matthias, der nach dem Tod des Apostels Judas in den Kreis der 12 Apostel hinein gewählt wurde. Der Religionswissenschaftler Skriver ergänzt hierzu, dass nach dem Zeugnis der Schriftsteller des 2. Jahrhunderts auch die Apostel Andreas, Philippus und Thomas sowie die Evangelisten Markus und Lukas Vegetarier sind. Dass zu der ursprünglichen Gruppe der zwölf Apostel bald auch andere hinzukamen, welche die Hauptverantwortung für das junge Urchristentum trugen, zeigt das Beispiel von Jakobus, dem leiblichen Bruder Jesus, der zum ersten Leiter der Urgemeinde in Jerusalem ernannt wurde. In der Bibel gilt er neben den tierfreundlich lebenden Aposteln Petrus und Johannes als einer der drei "Säulen", die entsprechendes "Ansehen genießen" (Galater 2, 9). Von Jakobus schreibt der Kirchenvater und Verfasser der Apostelgeschichte Hegesipp(us) (100-180): "Er genoss weder Wein noch Rauschtrank; auch aß er kein Fleisch" (Eusebius, Kirchengeschichte II, 23, 5-6).

Die Lebensweise der ersten Urchristen in Palästina ist für viele Menschen ein Stein des Anstoßes. Denn nach wie vor ist der Tempel mit seinen täglichen Tieropfern der religiöse und politische Mittelpunkt der Gesellschaft. Und bei jedem der vielen Feste im Jahreslauf sind bestimmte Schlachtungen vorgeschrieben, und das Verzehren bestimmter Fleischstücke bei den Festmählern gilt nicht nur als Essgewohnheit, sondern als Gehorsam gegenüber einem Gott, der solches geboten haben soll. Deshalb zählt die tierfreundliche Lebensweise des Jakobus und der Urgemeinde als Abfall von Gott und seinen Geboten, ein Vorwurf, um dessentwillen Jakobus im Jahr 62 n. Chr. von Anhängern der Jerusalemer Priester durch Steinigung ermordet wird. Sein Nachfolger Simeon, ein Cousin von Jesus, bleibt dieser Lebensweise zum Wohl von Mitmenschen und Tieren aber treu, ebenso dessen Nachfolger Justus (ab 107) (Skriver, S. 15 f.). Man kann also davon ausgehen, dass die ersten Christen aus Liebe zu den Tieren deren Schlachtung und Verspeisung ablehnten.

Quelle: Jesus und seine Jünger waren Vegetarier  

--Last edited by yogi on 2009-01-10 16:09:03 --

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Sexualität und Spiritualität
 yogi
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  Posted 12/01/2009 10:04:51 AM
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Maßhalten bei der Ernährung

Man sollte nicht nur darauf achten, was man isst, sondern auch wieviel man isst. So verhindert man, den Magen zu überlasten. Dies gilt besonders für das Abendessen. Es sollte leicht sein, damit der Magen in der Nacht nicht allzu schwer belastet wird. Ein halber Liter Milch und einige Früchte sind ein gutes Abendessen. Bei einer normalen Mahlzeit sollte der Magen nur zur Hälfte gefüllt werden. Ein Viertel des Magens sollte mit reinem Wasser oder einem gesunden Getränk gefüllt sein. Das letzte Viertel des Magens sollte frei bleiben. Brahmacharins sollten diese Regel streng beachten. Man bedenke, dass in den buddhistischen Klöstern bereits um 10.30 zu Mittag gegessen wird. Nach 12 Uhr mittags sollten die Mönche den ganzen Tag nichts mehr essen. Gegen 17 Uhr gibt es eventuell noch einen Saft zu trinken. Ein Vielfraß kann nur davon träumen, ein Brahmachari zu werden. Die Kontrolle des Gaumens ist eine notwendige Voraussetzung, die Sinneslust zu kontrollieren, wenn man das Gelübde des Brahmacharya beachten möchte. Zuerst muss der Gaumen kontrolliert werden. Dann wird es leicht, die Leidenschaft zu kontrollieren. Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Gaumen und den sexuellen Begierden.

Der Gaumen und die Geschlechtsorgane sind miteinander verschwisterte Organe. Wenn der Gaumen mit anregender Nahrung stimuliert wird, werden auch die Geschlechtsorgane angeregt. Darum sollte bei der Ernährung eine bewusste Auswahl und Begrenzung getroffen werden. Die Nahrung eines Brahmachari sollte einfach, schonend und mild gewürzt sein. Das Maßhalten bei der Ernährung ist sehr wichtig. Den Magen zu überfüllen ist in hohem Grade gesundheitsschädlich. Besonders der Verzehr von Früchten ist sehr vorteilhaft. Man sollte nur Essen, wenn man wirklich Hunger hat. Zum Frühstück empfehle ich Müsli. Ich persönlich bereite mir jeden Morgen ein Müsli aus Hafervollkornflocken, Gerstenvollkornflocken, Weizenvollkornflocken, Roggenvollkornflocken, Hirseflocken, Sojaflocken, Dinkelflocken, Reisflocken, Dinkelkleie, Weizenkleie, Haferkleie, Weizenkeime, Amaranth, Rosinen, Datteln, Aprikosen, Bienenhonig, Haselnüssen, Buchweizen, Kokosflocken, Cornflakes, verschiedenen Nussarten (Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Cashewnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Sesam, Buchweizen, Leinsamen), verschiedenen Trockenfrüchten (Sultaninen, Feigen, Datteln, Bananenchips, Birnen, Apfeldicksaft) und Biomilch zu. Alles Zutaten sind aus kontrolliert ökologischem Anbau. Dabei mische ich die Getreide-, Nuss- und Fruchtsorten nach Belieben.

Ein Müsli sollte niemals saure Früchte (Äpfel, Karotten, Zitronen, Pflaumen, Orangen, Kiwis, Johannisbeeren) und raffinierten Zucker enthalten. Vollkorngetreide plus raffinierter Zucker ist Gift. Möchten man ein Müsli essen, dann sollte es nur fruchtsäurearme Früchte enthalten (Bananen, süße Aprikosen, Birnen, Datteln, Feigen, Weinbeeren, Rosinen, Papayas und reife Mangos) und außerdem sollte nichts Salziges dazu oder danach gegessen werden. Man sollte auch kein Salz ins (ungekochte) Müsli streuen. Nach dem Müsli sollte man kein Käsebrot essen, denn dieses enthält ebenfalls Salz. Mit dem Essen von salzigen Lebensmitteln sollte man immer so lange warten, bis der Magen wieder leer ist und man wieder Hunger verspürt. Das sind nach einem normalen Müsli ungefähr vier Stunden. Die chinesische Ying-Yang-Philosophie empfiehlt allerdings kranken Menschen, sich überwiegend von gekochtem Vollkorngetreide (Haferflocken, aber auch Hirse, Gerste, Weizen, Dinkel, Roggen oder Reis) mit Meersalz (Himalayasalz) zu ernähren und nur wenig Flüssigkeit in Form von Getränken wie Wasser oder Tee zusätzlich zum gekochten Getreide aufzunehmen.

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  Posted 12/01/2009 10:21:14 AM
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Wie man Pollutionen vermeidet

Pollutionen entstehen durch feuchte Träume, also erotische Träume, die man im Schlaf hat und die von einem Orgasmus begleitet sind. Die Ursache dieser feuchten Träume kann sehr vielfältig sein. Sie können einerseits normal sein, da die entsprechenden Sexualorgane des Mannes mit Sexualsekreten aufgefüllt sind und in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen entleert werden, wenn er enthaltsam lebt. Feuchte Träume können aber auch durch eine ungesunde Ernährung entstehen. Ernährt man sich häufig von Fleisch, Fisch, Geflügel, Milchprodukten, Zwiebeln, Knoblauch, scharfen Gewürzen, Salz, Schwarzem Tee, Kaffee und alkoholischen Getränken, so kann dies ebenfalls zu Pollutionen führen. Auf alle Fälle stellt jede Pollution eine Schwächung des Nervensystems dar. Nach einer Pollution ist der Mann meist sehr gereizt, depressiv, aggressiv, nervös und unkonzentriert. Alle oben beschriebenen Nahrungs- und Genussmittel reizen die Sexualität des Mannes, so dass er sich häufig in sexuelle Wünsche und Gedanken vertieft. Dies führt oft zu übertriebenem Geschlechtsverkehr und zur Masturbation. Die Beschäftigung mit sexuellen Inhalten führt aber auch zu wollüstigen Träumen und damit verbundenen Pollutionen. Gelegentliche Pollutionen sind nicht ganz so dramatisch, da der Körper sich nach einigen Tagen wieder erholt. Häufigere Pollutionen führen allerdings zu Depressionen, Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Konzentrationsschwierigkeiten und je nach Veranlagung zu vielen weiteren chronischen psychosomatischen Beschwerden. Der Samen wird außerdem dünnflüssig.

Achte daher auf eine gesunde und maßvolle Ernährung. Die meisten Krankheiten entstehen durch Völlerei. Vermeide es vor allem, am späten Abend noch etwas zu essen. Das Abendessen sollte leicht verdaulich sein und nicht zu spät eingenommen werden. Danach sollte möglichst nichts mehr gegessen und getrunken werden. Man sollte möglichst keinen Knoblauch, keine Zwiebeln und keine scharfen Gewürze (Curry, Chili, Paprika) essen. Scharfe Gewürze machen den Samen wässrig und führen deshalb häufig zu Pollutionen. Stattdessen sollte man milde, nichtreizende und beruhigende Nahrung zu sich nehmen. Brahmacharis sollten selbstverständlich nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Sie sollten weder schwarzen Tee, noch Kaffee trinken und weder Fleisch, noch Geflügel oder Fisch essen. Stellt sich nachts Harndrang ein, dann sollte man sofort auf die Toilette gehen, um die Blase zu entleeren. Eine gefüllte Blase kann ebenfalls die Ursache für Pollutionen sein. Am besten entleert man deshalb die Blase, bevor man ins Bett geht. Auch eine Verstopfung kann die Ursache für feuchte Träume sein. Bei einer Verstopfung und gefüllten Därmen findet ein Druck auf die Samenbläschen statt, die sich zwischen der Blase und dem Darm befinden. Die Samenbläschen enthalten zwar, entgegen früheren Annahmen, keine Spermien, aber sie produzieren ein alkalisches Sekret, welches immerhin zwischen 45 und 80 Prozent des Ejakulats ausmacht und reich an Fructose (Fruchtzucker) ist. Durch den Druck des Darms auf die Samenbläschen kann es zur Pollution kommen.  

--Last edited by yogi on 2009-01-12 10:42:32 --

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 yogi
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  Posted 12/01/2009 07:53:05 PM
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Fasten kontrolliert die Sinne

Das Fasten kontrolliert die Leidenschaft. Es beseitigt die sexuelle Erregung, beruhigt die Emotionen und kontrolliert die Sinne. Das Hauptziel des Fastens besteht darin, den Geist zur Ruhe zu bringen. So lassen sich die Sinne besser beherrschen und der Brahmachari ist in der Lage, tiefer zu meditieren. Fasten regeneriert außerdem die Atmung, den Kreislauf, das Verdauungs- und Ausscheidungssystem. Es reinigt den Körper von allerlei Giften und beseitigt Ansammlungen von Harnsäure. Fasten macht den Menschen stark, sowohl geistig als auch spirituell. Leidenschaftliche junge Männer und Frauen sollten gelegentlich fasten. Es erweist sich als sehr vorteilhaft. Übertriebenes Fasten sollte allerdings vermieden werden. Im Hinduismus sind mehrere Fastentage bekannt. Der bekannteste Fastentag ist der Ekadasi (Ekadashi). In der vedischen Tradition nimmt das Ekadasi-Fasten eine besondere Stellung ein. Das Ekadasi-Fasten findet 2 mal im Monat, jeweils am 11. Tag nach Vollmond und am 11. Tag nach Neumond statt. An diesen Tagen sollten man sich nur von Obst und Milch ernähren. Da ich mir so etwas nicht merken kann, habe ich mich entschlossen, jeden Freitag einen Fastentag einzulegen. Dann esse ich zwar morgens ein wenig Müsli zum Frühstück, faste aber am Rest des Tages. Hin und wieder trinke ich allerdings ein wenig.

Das Fasten kontrolliert den Gaumen, den großen Feind der Enthaltsamkeit. Wenn du fastest, dann erlaube dem Verstand nicht, an köstliche Gerichte zu denken, weil du sonst keinen Erfolg beim Fasten haben wirst. Das Fasten regeneriert die Atemwege, den Kreislauf, das Verdauungssystem und die Harnwege. Es scheidet alle Verunreinigungen, Harnsäuren und Gifte des Körpers aus. So wie unreines Gold durch Schmelzen gereinigt wird, so wird der unreine Verstand durch Fasten gereinigt. Junge Brahmacharins sollten außerdem fasten, wenn sie von der Leidenschaft bedrängt werden. Du kannst während der Fastenzeit sehr gut meditieren, da der Verstand und die Sinne dann ruhig und gelassen sind. Dies wirst dir Reinheit, Kraft und Stärke geben. Das Fasten ist eine der 10 wichtigsten Vorschriften des Yoga. Vermeide übertriebenes Fasten, denn dieses schadet nur der Gesundheit. Benutze deinen gesunden Menschenverstand. Die, die nicht in der Lage sind, einen ganzen Tag zu fasten, sollten neun oder zwölf Stunden lang fasten. Abends können sie dann etwas Milch und Früchte zu sich nehmen.

Während des Fastens haben die Verdauungsorgane wie der Magen, die Leber und die Bauchspeicheldrüse Ruhe. Schlemmerer und unermüdliche Esser erlauben diesen Organen nicht, wenigstens einmal für ein paar Minuten zu ruhen. Folglich sind diese Organe häufiger krank. Diabetes (gestörte Insulinproduktion), Verdauungsstörungen und Hepatitis (Leberentzündungen) haben ihre Ursachen in der Überfettung. Neunzig Prozent aller Menschen essen mehr, als der Körper eigentlich braucht. Das Überessen ist zu einer Gewohnheit geworden. Das hat sehr viele Krankheiten zur Folge. Gelegentliches Fasten ist sehr sinnvoll, um eine gute Gesundheit zu erhalten, die inneren Organe zu entlasten und Brahmacharya zu praktizieren. Krankheiten, die von den Medizinern mitunter als unheilbar eingestuft wurden, wurden oft durch Fasten kuriert. Das Fasten erzeugt Willensenergie und Ausdauer. Manu, das hinduistische Gesetzbuch, betrachtet das Fasten als ein Hilfsmittel, um sich von den fünf Todsünden (Gier, Hass, Unwissenheit, Stolz und Neid) zu befreien.

Es ist sinnvoll, während des Fastens, entsprechend der Temperatur und Neigung, eine große Menge kaltes oder lauwarmes Wasser zu trinken. Es spült die Nieren, entfernt das Gift und alle Verunreinigungen des Körpers. Die, die zwei oder drei Tage fasten, sollten ihr Fasten nicht durch eine feste Nahrung unterbrechen. Sie sollten einen Fruchtsaft trinken, entweder Orangensaft oder Granatapfelsaft. Sie sollten den Saft in kleinen Schlücken trinken. Das Reinigen des Darmes bringt alle Giftstoffe, die sich seit Jahren im Darm abgelagert haben, nach außen. Ein reiner Darm nimmt die Vitamine und Mineralien wesentlich besser auf. Beginne am Anfang an einem Tag zu fasten. Dann erhöhe langsam die Anzahl der Tage, entsprechend deiner inneren Stärke. Es kann sein, dass du am Anfang eine leichte Schwäche fühlst. Der erste Tag kann sehr ermüdend sein. Am zweiten oder dritten Tag fühlst du dich sehr glücklich. Der Körper fühlt sich sehr leicht an. Während des Fastens fällt dir das geistige Arbeiten leichter. Die, die häufiger fasten, haben ihre Freude daran. Am ersten Tag möchte der Verstand dich auf vielfältige Art verleiten, etwas zu essen. Bleibe standhaft und trotze der Versuchung. Haben dich diese Zeilen zum Fasten ermutigt? Dann beginne sofort damit.  

--Last edited by yogi on 2009-01-12 20:16:47 --

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  Posted 13/01/2009 05:15:16 PM
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Die Geburtenkontrolle

Spricht man über die Sexualität, dann kann die Geburtenkontrolle nicht unerwähnt bleiben. Besonders angesichts der hohen Zahl der Abtreibungen, die weltweit vorgenommen wird, stellt sich die Frage, wie man dieses Verhalten ethisch zu bewerten hat. Man bedenke, dass im Augenblick der Zeugung eines Menschen alle genetischen Informationen bereits in der DNA, der Trägerin der Erbinformation, vorhanden sind. Die Informationen der DNA sind auf denkbar kleinstem Raum, der viel kleiner als der Kopf einer Stecknadel ist, vorhanden. Diese geballten Informationen haben den Umfang von 500 engbeschriebenen Büchern, wobei jedes Buch mehr als 1.000 Seiten hat. Sämtliche Informationen, die zur Bildung eines Menschen erforderlich sind, sind also bereits im Augenblick der Zeugung vorhanden, egal ob sich sich dabei um die Farbe der Augen, um Informationen über den Körperbau, über die Haarfarbe und über das Geschlecht handelt.

Mit freundlicher Genehmigung von Stephan Isenbeck, dem Mitbegründer von soundwords.de, möchte einmal zitieren was der Schriftsteller Werner Mücher zur Abtreibung schreibt: „Bereits zwanzig Tage nach der Zeugung ist das Herz des Embryos bereits einen halben Milimeter groß und es beginnt zu schlagen. Damit ist also ein eigener geschlossener Blutkreislauf vorhanden. In dieser Zeit formen sich auch schon die Wirbelsäule und das Nervensystem. Außerdem bilden sich bereits die Nieren, die Leber und der Verdauungstrakt. Am 26. Tag entstehen die Ärmchen; erste Bewegungen finden statt. Am 28. Tag beginnen sich die Beinchen zu bilden. Am 30. Tag bildet sich das Gehirn (man hat bereits am 40. Tag Gehirnströme gemessen). Mit dem 30. Tag bilden sich die Gesichtszüge aus; Ohren, Nase und Lippen werden erkennbar. Ab dem 40. Tag beginnen Muskelpakete mit dem Nervensystem zusammenzuarbeiten. Am 50. Tag sind die Zahnkeime aller zwanzig Milchzähne vorhanden. Die Fingerabdrücke, einmalig in ihrer Art, sind ausgebildet. Außerdem ist das Geschmacks- und Geruchssystem angelegt. Nun befinden sich ebenfalls die Blutgefäße an Ort und Stelle. Nach 60 Tagen ist der Mensch mit all seinen Gliedern und Organen fertig geformt. Was sich in den nun folgenden Monaten lediglich noch verändert, ist die Größe des Menschen. Er wächst heran. (Quelle: Ist Abtreibung Mord? )

Dennoch haben viele Menschen keine Achtung vor dem ungeborenen Leben. Sie werfen es achtlos weg. Es gibt Schätzungen, wonach in Deutschland jährlich 500.000 Abtreibungen durchgeführt werden, weltweit sollen es sogar 50 Millionen  sein, etwa so viele, wie Menschen im 2. Weltkrieg umgekommen sind. Das ist eine erschreckende Bilanz. Wenn Ehe und Familie in einem Volk nicht mehr geachtet werden, dann ist der sittliche Niedergang der Gesellschaft die unausweichliche Folge. Darauf möchte ich nachher noch eingehen. (Die Abtreibung wird medizinisch als Schwangerschaftsabbruch bezeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2007 117.000 Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. Zwischen 2000 und 2007 ging die Anzahl der Lebendgeborenen und der Schwangerschaftsabbrüche kontinuierlich zurück. Das Verhältnis der Lebendgeburten zu den Schwangerschaftsabbrüchen blieb dabei nahezu konstant, bei etwa 18 %.)

Damit kommen wir zu der Frage, ob Abtreibung Mord ist. Ohne Wenn und Aber müssen wir diese Frage ganz deutlich bejahen. Sicher ist dieses harte Urteil für manchen unangenehm, zumal in den Medien ständig das Gegenteil behauptet wird. Aber auch eine tausendfach vorgetragene Lüge wird durch die Menge der Wiederholungen nicht zur Wahrheit. Wir brauchen sicher keine Demonstrationen gegen Abtreibung zu organisieren. Kommt aber das Thema in unserer Gegenwart auf den Tisch, dann wollen auch wir immer und immer wieder die ganze Wahrheit sagen: Abtreibung ist Mord.“

Soweit also die Stellungnahme Werner Müchers. Manche Menschen argumentieren in der Weise, dass es sich keineswegs um Mord handeln kann, da der Fötus im Mutterleib juristisch gesehen noch nicht als Mensch bezeichnet werden kann. Nach § 211 des Bürgerlichen Gesetzbuches ist ein Mord nur an einem Menschen möglich. Nach rechtswissenschaftlicher Definition entsteht ein Mensch aber erst durch die Geburt. Da es sich bei der Abtreibung um einen Fötus (Embryo) handelt, welcher noch im Bauch der Mutter ist, besitzt dieser Embryo juristisch gesehen noch nicht den Status eines Menschen. Somit kann die Abtreibung juristisch gesehen nicht als Mord bezeichnet werden. Dieses ist juristisch gesehen sicherlich richtig. Aber wir sollten bedenken, dass die Definition des Menschen willkürlich gewählt ist. Mit der gleichen Berechtigung könnte man bereits dem soeben gezeugten Embryo den Status eines Menschen anerkennen. Auch befreit uns die juristische Definition nicht davor, dass die letzte Entscheidung über eine Abtreibung durch das Gewissen entschieden werden sollte. Ich möchte nur einmal daran erinnern, dass auch den Soldaten in einem Kriegsfall das Töten erlaubt ist. Deshalbwurden mehrfach Menschen wegen der Aussage „Soldaten sind Mörder“ verurteilt. 1995 wies das Bundesverfassungsgericht diese Entscheidungen jedoch zurück und sprach die Menschen frei.

Sicherlich muss man bei der Abtreibung jeden Fall sehr individuell betrachten. Es stellt sich also die Frage, wann ist eine Abtreibung berechtigt und wann nicht? Wichtig ist dabei, dass alle Interessen berücksichtigt werden, auch die Interessen des ungeborenen Kindes. Und selbst wenn dieses ungeborene Kind juristisch gesehen nicht dieselben Rechte besitzt, wie die übrigen Beteiligten, so liegt es doch in unserer ethischen Verantwortung, die Rechte des ungeborenen Kindes ebenso wahrzunehmen. Nach einer Diskussion in einem Internetforum war ich doch sehr erschrocken darüber, dass viele Menschen die Rechte dieses ungeborenen Kindes kaum zur Kenntnis nehmen. In erster Linie wird die Abtreibung gerechtfertigt, über Adoption wird oft nicht einmal nachgedacht. Was spricht eigentlich dagegen, das ungewollte Kind auszutragen, um es anschließend zur Adoption freizugeben? Es gibt eine Menge junger Paare, die sich sehr über solch ein Kind freuen würden. Ich weiß, dass dieser Weg für die leibliche Mutter kein leichter Weg ist, aber ich glaube, dass dieser Weg immer noch sinnvoller ist, als das eigene Kind abzutreiben. Denn jede Abtreibung belastet die Mutter des Kindes meist ein Leben lang. Ich habe lange über die Abtreibung nachgedacht und es fiel mir schwer, Gründe zu finden, die eine Abtreibung wirklich rechtfertigen. Den einzigen Grund, den ich wirklich akzeptieren kann, ist der Fall, in dem medizinische Gründe vorliegen, in dem das Leben der Mutter gefährdet ist. In einem solchen Fall ist eine Abtreibung sicherlich unvermeidlich. Eine Vergewaltigung rechtfertigt für mich keine Abtreibung, da auch dieses Kind ein Recht auf Leben hat. Wenn man dieses Kind nicht selber aufziehen möchte, dann ist es besser, es zur Adoption freizugeben, als es abtreiben zu lassen.

Wenn man über Abtreibung spricht, dann sollte man sich vielleicht auch einmal ansehen, wie diese Abtreibungen heute vorgenommen werden. Die Absaug-Methode ist die häufigste Form der Abtreibung. Durch den erweiterten Muttermund führt der Arzt einen flexiblen Plastikschlauch in die Gebärmutter ein. Das Kind wird durch einen starken Sog, der die zehn- bis dreißigfache Kraft eines Staubsaugers hat, in Stücke gerissen. Zuerst werden die Arme und Beine vom Körper getrennt, dann der Rumpf vom Kopf. Da der Kopf zu groß ist, um durch den Plastikschlauch zu passen, knackt ihn der Arzt mit Spezialinstrumenten wie eine Nuß und saugt die Bruchstücke einzeln ab in ein Gefäß. Der zerfetzte Körper des Kindes wird zum Verbrennungsofen gegeben.

Der Gynäkologe Dr. Bernard Nathanson war zwei Jahre lang Direktor der größten Abtreibungsklinik der Welt in New York. Nach 75.000 Abtreibungen gab er seine Tätigkeit auf und bekennt: „Als Wissenschaftler weiß ich, ich glaube nicht, ich weiß, daß das menschliche Leben bei der Empfängnis beginnt. Obwohl ich formal nicht religiös bin, glaube ich von ganzem Herzen, daß es eine göttliche Existenz gibt, die von uns verlangt, diesem unendlich traurigen und unsagbar schändlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit ein endgültiges und unwiderrufliches "Halt" zu gebieten.“ In seinem Film „The silent scream“ (Der stumme Schrei) zeigt Dr. Nathanson eine Abtreibung durch die Absaugmethode. (Quelle: Absaugmethode )

Man kann sich den Film übrigens auf folgender Webseite anschauen: http://www.lebensgeschichten.org/multimedia/  

--Last edited by yogi on 2009-01-13 17:41:57 --

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  Posted 14/01/2009 10:53:35 AM
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Selbstbeherrschung oder Verhütung?

Swami Sivananda sagte einmal: „Wenn du empfängnisverhütende Mittel benutzt, lernst du niemals Selbstbeherrschung zu üben. Wer empfängnisverhütende Mittel benutzt, ist ein unmoralischer Mensch. Lerne die Tugend der Selbstbeherrschung. Der Gebrauch von Verhütungsmitteln kann deine Energie schwächen. Es schwächt alle Zurückhaltungen. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen dem sexuellen Verlangen und der Kontrolle des Gaumens. Der, der den Gaumen kontrolliert, kontrolliert auch alle anderen Organe. Reine (gesunde) Nahrung, macht die Praxis des Brahmacharya einfach. Keuschheit ist nicht schädlich. Es bewahrt die Nervenstärke, verleiht große Geisteskräfte und Frieden des Verstandes. Sexuelle Nachgiebigkeit führt zu moralischem und spirituellem Bankrott, zu vorzeitigem Tod, nervöser Schwäche und Verlust der Fähigkeiten, der Talente und des Leistungsvermögens. Das indische Gesetzbuch der Manu, das als ein von den Weisen gehörter Text gilt, sagt: „Das erstgeborene Kind wird vom Dharma (durch die Moral), die anderen Kinder vom Karma, von der Sinneslust, gezeugt. Der sexuelle Akt allein zum Vergnügen ist nicht vertretbar.“ Sinnliche Leidenschaft ist keine wirkliche Liebe. Es ist nur eine Verblendung, die von der Unwissenheit getragen wird. Du tust gottlose Handlungen und tötest deine Seele wegen deiner Leidenschaften.“

Die vedischen Schriften schrieben den Menschen die Praxis des Zölibats vor. Heirateten die Menschen, dann wurden sie nicht um des körperlichen Vergnügens intim, sondern um der Nachkommen willen. Selbstbeherrschung gab ihnen moralische Stärke und ermöglichte spirituellen Fortschritt. Durch Selbstbeherrschung erzielten sie ethische Vervollkommnung und verbesserten ihren Intellekt. Das indische Schulsystem wurde dadurch bestimmt, dass die Schüler bereits als Kinder von einem Guru unterrichtet wurden. Jungen und Mädchen der drei oberen Kasten wurden bereits im Kindesalter zum Brahmacharya angeleitet und wuchsen mit dem Bewusstsein der 4 Lebensstadien auf. So wurden etwa 30 Prozent aller Kinder von einem Guru im spirituellen Sinne erzogen. Dadurch dass diese Entwicklung über viele Jahrhunderte praktiziert wurde, wurde das Brahmacharya von der ganzen Bevölkerung praktiziert oder zumindest von sehr großen Teilen der Bevölkerung. Das Brahmacharya wurde zudem in den vedischen Schriften beschrieben und von den Brahmanen (Priestern) gelehrt.

Die vier Lebensstadien des Hinduismus:
1. Brahmachari = Schüler: 10/14 bis 20/25 Jahre
2. Grihastya = Berufs- und Familienleben: 20/25 bis 50/60 Jahre
3. Vanaprastha = Vorruhestand: 50/60 bis 70/75 Jahre
4. Sannyas = Einsiedler: 70/75 Jahre bis zum Tod

Weiter sagte Swami Sivananda: „Es gibt keine sicherere und bessere Lösung für die Bevölkerungskontrolle als die Praxis der Selbstbeherrschung. Keine Geburtsklinik und keine künstliche Verhütungsmethode kann die Bevölkerungsentwicklung so effektiv regeln, wie das durch seinen traditionellen Hintergrund in der Spiritualität getränkte Brahmacharya. Keine andere Methode der Empfängnisverhütung kann moralisch und spirituell so erfolgreich sein, wie die Selbstbeherrschung. Weder in Indien noch anderswo in der Welt.“ Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte gibt Swami Sivananda recht. Dort wo einst in der indischen Kultur die Selbstbeherrschung als natürliche Geburtenkontrolle bestand, gingen unter dem Einfluß der westlichen Zivilisation viele traditionelle ehtische und moralische Werte verloren. Die Menschen gaben ihre Zurückhaltung auf und verloren sich in der sexuellen Gier. Dies führte im Laufe der Jahrzehnte zu einer Bevölkerungsexplosion, wie die Welt sie bisher nicht kannte.

Mittlerweile leben über 6 Milliarden Menschen auf der Erde. In 30 bis bis 50 Jahren werden es vermutlich über 9 Milliarden Menschen sein. Wie man heute sehen kann, hat die Orientierung am westlichen Lebensstandard dahin geführt, dass die Menschen weitgehend jedes ernsthafte spirituelle Streben aus den Augen verloren haben und wir mittlerweile von einer Bevölkerungsexplosion sprechen. Was das für wirtschaftliche, ökologische, soziale und gesellschaftliche Probleme mit sich bringt, ist den meisten Menschen überhaupt noch nicht bewusst. Allein die ökologischen Folgen werden verheerend sein. Wenn man glaubt, man könne den westlichen Lebensstandart ohne weiteres auf China, Indien, Brasilien und andere aufstrebende Entwicklungsländer übertragen, dann bedenkt man dabei nicht, welche Folgen dies mit sich bringt. Solche Vorstellungen sind lediglich am kurzfristigen Profit orientiert. Langfristig aber wird es zu Verteilungskämpfen, zu Bevölkerungswanderungen und kriegerischen Auseinandersetzungen um Energie-, Wasser-, Rohstoff- und Nahrungsmittelresourcen kommen, wie sie die Welt noch nie gesehen hat. Wir sollten einmal darüber nachzudenken, ob wir nicht vielleicht etwas bescheidener leben sollten? Bereits heute verbrauchen wir mehr Nahrungsmittel, als überhaupt nachwachsen können. In 30 bis 50 Jahren werden die Meere leergefischt sein und es wird ein weltweiter Kampf um Nahrungsmittel stattfinden. Das alles sind die Folgen der sexuellen Gier des Menschen, die heute noch weitgehend ignoriert werden.

In Indien war es Mahatma Gandhi, der zum ersten Mal eine unbeugsame Opposition gegen den Gebrauch der empfängnisverhütenden Mittel für die Familienplanung organisierte, als künstliche Verhütungsmethoden für Verheiratete frei gegeben wurden, und Unverheiratete ermutigt wurden, den Weg der Selbstbeherrschung zu verlassen, um ihren vulgären Leidenschaften zu frönen. Gandhi sagte: „Wenn die ländliche Bevölkerung Brahmacharya praktiziert, dann kann sie dadurch die Größe ihrer Familie besser kontrollieren, als durch den Gebrauch empfängnisverhütender Mittel. Künstliche Verhütung ist wie das Aussetzen einer Prämie auf das Laster der Wollust.“

Wenn sich die Idee durchgesetzt hat, dass das Sexualorgan ausschließlich der Zeugung dient, besitzen Männer und Frauen das Wissen, dass jede andere sexuelle Handlung eine Vergeudung lebenswichtiger Energien darstellt. Es ist jetzt einfach, zu verstehen, warum die Weisen von einst diese Werte vermittelten und großen Wert auf die Keuschheit legten. Die lebenswichtige sexuelle Energie sollte in höhere spirituelle Energie umgewandelt werden, die der ganzen Gesellschaft zugute kommt. Die Weisen von einst verkündeten mutig, dass derjenige, der perfekte Kontrolle über die sexuelle Energie erlangt, eine enorme Vitalität erlangt, körperlich, geistig und spirituell. Er erlangt Energien, die durch andere Möglichkeiten nicht erreichbar sind. Die Selbstbeherrschung vermeidet nicht nur die Abtreibung, sondern gibt den Menschen die Möglichkeit ihre sexuellen Energien zu sublimieren und ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen.

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  Posted 28/02/2009 04:46:20 PM
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Die Keuschheit in der Bhagavad Gita und im Yoga Sutra

Brahmacharya ist ein göttliches Wort. Es ist die Quintessent und der Kern der Bhagavad Gita und des Yogasutra Patanjalis. Durch Unwissenheit wurde es vergessen. Der Wert von Brahmacharya wurde durch die großen Rishis (Weisen) bewahrt. Es ist das höchste Yoga, das Lord Krishna in seinem „Lied der Unsterblichkeit“ in der Bhagavad Gita (der „Bibel“ des Hinduismus) wiederholt. Im Kapitel 6, Vers 14, wird sehr deutlich gesagt, dass das Gelübde von Brahmacharya für die Meditation unbedingt notwendig ist: „...ungestört im Geist, frei von Furcht, im Gelübde des Zölibats...“ (prasantatma vigata-bhir - brahmacari-vrate sthitah).

In Kapitel 17, Vers 14 der Bhagavad Gita, sagt Krishna, dass Brahmacharya eins der Erfordernisse für die Askese des Körpers ist: „... Brahmacharya und Gewaltlosigkeit sind ebenfalls Enthaltungen des Körpers.“ (brahma-caryam ahimsa ca - sartram tapa ucyate).

Im Kapitel 8, Vers 11, der Bhagavad Gita, sagt Krishna zu Arjuna: „Die in den Veden bewanderten Persönlichkeiten, die das Omkara (OM) chanten und große Weise im Lebensstand der Entsagung sind, gehen in das Brahman ein. Mit dem Wunsch nach dieser Vollkommenheit leben sie im Zölibat.“ (yad aksaram veda-vido vadanti - visanti yad yatayo vita-raga - yad icchanto brahmacaryarh caranti).

Ich habe hier noch einmal die Aussagen der Bhagavat Gita, die Teil des Mahabharatas, eines bekannten indischen Epos aus der Zeit zwischen 400 v.Chr. und 400 n.Chr. ist, zusammengefasst.  Dabei füge  ich die Sanskrittexte mit ein, weil man daraus sehr gut ersehen kann, dass die Bhagavat Gita auf das Brahmachrya(m), also auf das Zölibat, verweist:

Kapitel 6, Vers 14

„prasantatma vigata-bhir
brahmacari-vrate sthitah
manah samyamya mac-citto
yukta asita mat-parah“

Übersetzung: Mit beherrschtem Geist, ohne Furcht und völlig frei von Sexualität (fest im Gelübde des Brahmacharya) sollte man über mich (Krishna) meditieren und mich zum endgültigen Ziel des Lebens machen.“

Kapitel 8, Vers 11

„yad aksaram veda-vido vadanti
visanti yad yatayo vita-ragah
yad icchanto brahmacaryam caranti
tat te padam sangrahena pravaksye“

Übersetzung: „In den Veden bewanderte Persönlichkeiten, die das Omkara (Om) chanten und große Weise im Lebensstand der Entsagung sind, gehen in das Brahman ein. Mit dem Wunsch nach dieser Vollkommenheit leben sie im Zölibat.“

Kapitel 17, Vers 14

„deva-dvija-guru-prajña
pujana. saucam arjavam
brahma-caryam ahimsa ca
sariram tapa ucyate“

Übersetzung: „Die Enthaltung des Körpers besteht in der Verehrung des Höchsten Herrn, der Brahmanas (heiligen Schriften), des spirituellen Meisters und Höherstehender wie Vater und Mutter. Sauberkeit, Einfachheit, sexuelle Enthaltsamkeit und Gewaltlosigkeit sind ebenfalls Enthaltungen des Körpers.“

Man hört immer wieder, dass Bhakti-Yogis angeblich kein Brahmacharya zu beachten brauchen. Aber das ist nicht richtig. Brahmacharya gilt für alle Yogis, egal ob sie Raja-Yoga, Karma-Yoga, Bhakti-Yoga oder Jnana-Yoga praktizieren. Brahmacharya ist der Schlüssel zur spirituellen Entwicklung.

Swami Sivanda sagt dazu: „Ein wahrer Brahmachari wird keinen Unterschied spüren bei der Berührung einer Frau (eines Mannes), eines Blatt Papiers, eines Holzscheites oder eines Steinbrockens. Nur ein wahrer Brahmachari kann Bhakti pflegen. Nur ein wahrer Brahmachari kann Yoga praktizieren. Nur ein wahrer Brahmachari kann Jnana (Wissen) erlangen.“

Und selbstverständlich sagt auch die Bhagavad Gita, dass Brahmacharya das oberste Gesetz für alle Bhakti-Yogis ist. Swami Prabhupada sagt in der Bhagavad Gita: „Man kann nicht täglich zu Hause oder anderswo Sexualität genießen, an einem sogenannten Yoga-Kursus teilnehmen und so zu einem Yogi werden. Man muß sich darin üben, den Geist zu beherrschen und alle Arten von Sinnenbefriedigung zu vermeiden, von denen Sexualität an erster Stelle steht. In den Regeln des Zölibats, die von dem großen Weisen Yajñavalkya zusammengestellt wurden, heißt es:

karmana manasa vaca
sarvavasthasu sarvada
sarvatra maithuna-tyago
brahmacaryam pracaksate

Übersetzung: „Das Gelübde des Brahmacarya soll einem helfen, sich in Taten, Worten und Gedanken, zu allen Zeiten, unter allen Umständen und an allen Orten, der Sexualität ganz und gar zu enthalten.“

Niemand kann echten Yoga praktizieren und zugleich seinem Geschlechtstrieb freien Lauf lassen. Brahmacarya wird deshalb von Kindheit an gelehrt, wenn man noch nichts von Sexualität weiß. Im Alter von fünf Jahren werden die Kinder zum Guru-Kula (dem Ort, an dem der spirituelle Meister lebt) geschickt, und der Meister erzieht die kleinen Jungen in der strengen Disziplin, Brahmacharis zu werden. Ohne solche Praxis kann niemand Fortschritte in irgendeinem Yoga machen, sei es Dhyana (Raja-Yoga), Jñana oder Bhakti. Wer aber nach den Regeln und Regulierungen des verheirateten Lebens lebt und nur mit seiner Frau eine sexuelle Beziehung unterhält (und auch das nur zur Zeugung des Nachwuchses), wird ebenfalls als Brahmachari bezeichnet.

Nun möchte ich noch kurz auf Patanjalis Yogasutra eingehen. Patanjali war ein indischer Gelehrter und gilt als Begründer der Yoga-Philosophie. Das Yoga-Sutra von Patanjali besteht aus 195 Sanskrit-Versen, in denen in hochkonzentrierter Form die Essenz des Yoga-Weges gebündelt ist. Es ist das älteste erhaltene Werk über Yoga. Diese Form des Yoga wird als Raja Yoga (Königsweg) oder Ashtanga Yoga (achtgliedriger Yoga) bezeichnet. Im Raja-Yoga-Sutra von Patanjali Maharshi wird die Bedeutung des Brahmacharya besonders in den 5 Yamas, den 5 Enthaltungen, betont. Diese 5 Yamas sehen wie folgt aus: 1. Ahimsa (Nichtverletzen), 2. Satya (Ehrlichkeit), 3. Asteya (Nichtstehlen), 4. Brahmacharya (Zölibat) und 5. Aparigraha (Unbestechlichkeit). Unter diesen 5 Enthaltungen ist Brahmacharya das wichtigste Gebot. In Kapitel 2 des Yogasutra Patanjalis, das sich mit der spirituellen Praxis beschäftigt, finden wir im 2. Kapitel folgende Verse:

Kapitel 2, Vers 27:

„Tasya saptadhâ prânta-bhûmih prajnâ“

Übersetzung: „Erleuchtung wird durch sieben (acht) Stufen erreicht.“ (Yama, Nyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana, (Samadhi)). Anmerkung: Hier ist das Brahmacharya im Yama, im Gebot der Enthaltungen, der Selbstkontrolle, enthalten. Yama setzt sich nämlich aus folgenden Gliedern zusammen: Gewaltlosigkeit, Ehrlichkeit, Nichtstehlen, Enthaltsamkeit, Unbestechlichkeit

Kapitel 2, Vers 29:

„Yama-niyamâsana-prânâyâma-pratyâhâra-dhâranâ-dhyâna-samâdhayo ¢shtâv angâni“

Übersetzung: „Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi sind die acht Glieder.“ Anmerkung: Auch hier ist das Brahmacharya im Yama enthalten.

Kapitel 2, Vers 30:

„Ahimsâ-satyâsteya-brahamacharyâparigrahâ yamah“

Übersetzung: „Die Yamas (Gebote der Enthaltung, Selbstkontrolle) bestehen aus Ahimsa (Nichtverletzen), Satya (Wahrhaftigkeit), Asteya (Nichtstehlen), Brahmacharya (Zölibat) und Aparigraha (Aufgabe von Gewinnsucht).“

Kapitel 2, Vers 38:

„Brahmacharya-pratishthâyâm vîrya-lâbhah“

Übersetzung: „Wenn Brahmacharya, sexuelle Enthaltsamkeit, fest begründet ist, wird kraftvolle Lebenskraft (Vitalität) erlangt.“

Eine ähnliche Aussage wird auch im Kathopanishad (poetischer Text der Upanishaden, indische Heilige Schrift) gefunden. Im Mahabharata, dem bedeutendsten und umfangreichsten Epos der Hindus, findest man im Santi Parva: „Das Dharma, hat viele Zweige, aber Dama, die Sinneskontrolle, ist die Basis von allem.“ Im Jnana Yoga (Yoga des Wissens) gilt: Dama (Sinneskontrolle) ist die Grundlage für den Yogaschüler. Brahmacharya ist das lebenswichtige Thema für alle, die sich Erfolg im materiellen und geistigen Leben wünschen. Ohne Brahmacharya ist ein Mensch für die spirituelle Praxis absolut ungeeignet.

Zum Abschluss dieses Kapitels noch einige Worte von Swami Sivananda: „Die Praxis von Brahmacharya ist die wichtigste Qualifikation für einen spirituellen Menschen, egal welchen Weg er eingeschlagen hat: Karma Yoga, Bhakti Yoga, Raja Yoga, Hatha Yoga oder Vedanta (Jnana Yoga). Die Disziplin der kompletten Enthaltsamkeit wird von allen verlangt. Nur ein aufrechter Brahmachari kann Bhakti, die Verehrung Gottes, richtig kultivieren. Nur ein wahrer Brahmachari wird Yoga richtig praktizieren. Nur ein echter Brahmachari kann Jnana, den Yoga des Wissens, erfassen. Ohne Brahmacharya ist kein geistiger Fortschritt möglich.

Die Leidenschaften führen einen tödlichen Krieg gegen die spirituellen Bestrebungen des Menschen. Es ist nicht möglich auf dem spirituellen Pfad voran zu kommen, der zu einer Vereinigung mit Gott führt, es sei denn, man kontrolliert die Sinneslust und praktiziert Brahmacharya. Solange die Sinneslust in deinen Nasenlöchern süß riecht, kannst du keine erhabenen, göttliche Gedanken in deinem Verstand hegen. Der Mann, in dem die Leidenschaften tief verwurzelt sind, wird immer nur davon träumen, Vedanta zu verstehen, und er wird die reine Liebe Brahmans selbst in zehn Millionen von Geburten nicht erfahren. Die Wahrheit kann nicht dort verweilen, wo die Leidenschaften existieren.

Sexuelle Hingabe ist ein großes Hindernis im geistigen Weg. Sie verhindern definitiv die spirituelle Praxis. Das sexuelle Drängen muss durch erhabene Gedanken und regelmäßige Meditation kontrolliert werden. Es sollte komplette Sublimation der sexuellen Energie stattfinden. Nur dann ist der Yogaschüler absolut sicher. Die vollkommene Vernichtung des sexuellen Wunsches ist das spirituelle Ideal.“  

--Last edited by yogi on 2009-03-01 11:17:49 --

Meditation   Brahmacharya
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 Urdvamaya
 Posts : 42
  Posted 09/09/2009 08:41:34 PM
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wo ist denn wohl das Onlinebuch Sexualität und Yoga zu finden? Die Links funktionieren leider nicht mehr.

Du findest es unter folgendem Link: http://tango20.fileave.com/yogi03/yogafisch.pdf  

--Last edited by yogi on 2009-09-10 10:38:17 --

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